Virtual Villagers (DS)
 
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Virtual Villagers (DS)

Rezension von Julia

 

Bekannte Spiele für den PC werden oftmals auch für diverse Konsolen umgesetzt. So ergeht es mittlerweile auch dem beliebten Spiel „Virtual Villagers“, das nun in einer Nintendo DS Version vorliegt und alle Fans des Handhelden zu kleinen „Sims“-ähnlichen Abenteuern animieren kann.

 

Handlung

Nach einem gewaltigen Vulkanausbruch können sich einige Menschen auf die einsame Insel Isola retten. Diese Insel ist verlassen, die Menschen weitab von der Zivilisation gestrandet, aber immerhin scheint Isola den Gestrandeten wohlgesonnen zu sein. Hier gibt es Essen und Trinken, allerlei Hilfsmittel zum Überleben und natürlich den guten Willen der Menschen, den man aber erst einmal aus diesen heraus kitzeln muss. Von selbst rühren sie nämlich keinen Finger und würden ohne die Hilfe des Spielers wohl elendig zu Grunde gehen. Damit sie also nicht den lieben langen Tag Fangen spielen, müssen Aufgaben verteilt werden. Die einen sind dafür verantwortlich Essen wie Beeren oder Fische zu besorgen, andere müssen Laubhütten bauen, neue Gebiete erforschen oder krank gewordene Kameraden heilen. Wenn es den Menschen gut geht, haben sie gute Laune und dann kann es passieren, dass sich zwei ineinander verlieben und es bald darauf Nachwuchs gibt, sodass der kleine Kreis der Überlebenden größer wird.

Dabei sollte man aber nie das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren: In die Zivilisation zurückzukehren und das normale Leben wieder aufzunehmen.

 

Technik

Gespielt wird, wie man es nicht anders gewöhnt ist, mit dem Touchpen. Diese Spielweise wurde gut umgesetzt, der DS nimmt die Befehle überwiegend gut an. Damit werden nicht nur die Menüs bedient, sondern auch aktiv ins Spiel eingegriffen. Einzig einen Fehler gibt es. Zum Teil werden die direkten Anweisungen, die man an die Spielfiguren weitergibt, nicht umgesetzt. Warum das so ist kann ich nicht sagen, es muss wohl ein Fehler im Spiel sein, der das verhindert.

Die Graphik ist sehr hübsch in 3D gehalten und kann überzeugen. Leider kann man hier aber nicht die Kameraperspektive soweit ändern, dass man alle Spielfiguren im Auge hat. Allerdings gibt es noch eine Karte, auf die man im Notfall zurückgreifen kann.

 

 

Spielspaß

Das Spiel hat einige Vorteile. Beispielsweise ist es möglich den einzelnen Charakteren eigene Namen oder Kleidung zu geben, sodass diese ganz im Sinn des Spielers herumlaufen. Auch die vielen verschiedenen Aufgaben, die es zu verteilen gibt, sind abwechslungsreich. Die Spielfiguren müssen bestimmten Bereichen zugeordnet werden, wie beispielsweise dem Hütten bauen und verschiedene Minispiele absolvieren, damit sie das bald gut genug können, um neue Ideen verwirklichen zu können. Auf diese Weise werden sie in ihrem Job immer besser und erreichen damit auch eine höhere Qualität. Damit der Spieler nicht einfach ins kalte Wasser geworfen wird, kann er zunächst ein Tutorial absolvieren, was empfehlenswert ist, da man von den vielen Möglichkeiten und dem was man organisieren muss, sonst regelrecht erschlagen wird.

Dadurch, dass die Zeit in Spiel auch beim abgeschalteten Handhelden weiter läuft, gibt es nach jedem Start einige kleine Überraschungen zu sehen. Das kann man nun positiv oder negativ empfinden, da es auf diese Weise natürlich auch passieren kann, das etwas geschehen ist, das man so nicht geplant- oder sich alles in eine große Unordnung verwandelt hat. Das führt dazu, dass man öfter zu dem Spiel greift, um nachzusehen was die kleinen Leute jetzt schon wieder angestellt haben, solange man sie nicht streng bewacht hat.

Wenn man davon absieht macht das Spiel wirklich Spaß, auch wenn es irgendwann vielleicht etwas eintönig wird. Durch die Eigeninitiative der Spielfiguren und der Möglichkeit beim nächsten Mal alles anders zu strukturieren, hat das Game einen hohen Wiederspielwert, sodass man sicherlich mehr als einmal danach greifen wird.

Für Kinder ist dieses Spiel kaum geeignet, da man vorausschauend planen und organisieren muss. Wenn man beispielsweise nur daran denkt das Land zu bewirtschaften, muss man es vorher auskundschaften, das bedeutet aber, dass solange keine Kinder gezeugt werden und der Stamm nach und nach ausstirbt. Wenn man aber von dieser Insel herunterkommen möchte, muss man überleben und das Gebiet ausweiten. Es kommt also alles auf die Fingerfertigkeit und das Organisationstalent des Spielers an. Kinder werden nur in den seltensten Fällen so vorausblickend planen können.

 

Hier liegt ein sehr interessantes und vielfältiges Spiel vor, das Organisationstalent und Durchblick erfordert. Wenn man von einigen kleinen, aber nervigen Fehlern absieht, macht es großen Spaß und wird einige Zocker begeistern können. Damit ist es sehr zu empfehlen!

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240713204127db3f8f87
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MEDIUM:

Virtual Villagers

von dtp Entertainment AG

Plattform: Nintendo DS

USK-Einstufung: USK ab 0 freigegeben

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 08.10.2009, zuletzt aktualisiert: 21.10.2022 08:12, 9355