Was man bei Licht nicht sehen kann (Autorin: Kerstin Gier; Vergissmeinnicht 1)
 
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Was man bei Licht nicht sehen kann von Kerstin Gier

Reihe: Vergissmeinnicht Band 1

 

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Verlagsinfo:

Quinn ist cool, smart und beliebt. Matilda entstammt der verhassten Nachbarsfamilie, hat eine Vorliebe für Fantasyromane und ist definitiv nicht sein Typ. Doch als Quinn eines Nachts von gruseligen Wesen verfolgt und schwer verletzt wird, sieht er Dinge, die nicht von dieser Welt sein können. Nur – wem kann man sich anvertrauen, wenn Statuen plötzlich in schlechten Reimen sprechen und Skelettschädel einem vertraulich zugrinsen? Am besten dem Mädchen von gegenüber, das einem total egal ist. Dass er und Matilda in ein magisches Abenteuer voller Gefahren katapultiert werden, war von Quinn so allerdings nicht geplant. Und noch viel weniger, sich unsterblich zu verlieben …

 

Rezension:

Auf der Party zum 18. Geburtstags seines besten Kumpels erhält Quinn Jonathan Yuri Alexander von Arensburg eine eigenartige Warnung von einer Fremden. Kurz darauf wird er auch schon von definitiv unnatürlichen Wesen verfolgt und gerät auf der Flucht vor ein Auto. Schwer verletzt kommt er ins Krankenhaus. Von seinem Hobby Parkour kann er auf längere Zeit höchstens träumen. Matilda Martin von der anderen Straßenseite ist schon länger in Quinn verschossen, hat sich aber nie getraut, ihn anzusprechen, denn ihre Familie gilt für die von Arensburgs als religiöse Spinner, während Matildas Eltern Quinns Familie als gottlos ansehen. Quinn und Matilda verbünden sich, weil sie als einzige erkennen, dass hier etwas Unnatürliches vor sich geht.

 

Anders als der Verlagstext vermuten lässt, steht zumindest im 1. Band von Kerstin Giers neuer Urban-Fantasy-Trilogie (?) die Liebesbeziehung zwischen den beiden Protagonisten keineswegs im Fokus der Geschichte. Die deutet sich eigentlich nur leicht an, während sich die Handlung auf den Fantasy-Aspekt konzentriert. Das Magiesystem basiert auf dem Saum, einer Zwischenwelt, die Menschen beim Sterben durchqueren müssen, wenn sie nicht als Geister zurückbleiben wollen. Die Bewohner des Saums können unsere Welt dagegen beinahe beliebig besuchen. Wegen seiner Abstammung gerät Quinn in die Machtkämpfe der Saum-Bewohner hinein. Damit haben wir die im Genre häufig genutzte Ausgangslage, dass ein junger Mensch erkennen muss, nicht wirklich ›normal‹ zu sein. Mit der beginnenden Annäherung zwischen dem Protagonisten-Duo einerseits und der Abneigung der Familien gegeneinander andererseits deutet sich natürlich an, dass es im weiteren Verlauf zu einer klassischen Romeo-und-Julia-Konstellation kommen könnte. Die ›Erforschung‹ des Saums dürfte aber auch ohne das für die noch ausstehenden Fortsetzungen tragfähig bleiben.

 

Die Autorin lässt ihre beiden Protagonisten wechselweise als Ich-Erzähler agieren.

 

Fazit:

Ein interessantes Magiesystem und interessante, aber teilweise auch etwas schrullige Charaktere machen das Geschehen lesenswert.

 

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Buch:

Was man bei Licht nicht sehen kann

Reihe: Vergissmeinnicht Band 1

Autorin: Kerstin Gier

Gebundene Ausgabe, 480 Seiten

Fischer, 29. September 2021

Cover: Eva Schöffmann-Davidov

 

ISBN-10: 3949465006

ISBN-13: 9783949465000

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0942X4VKS

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition


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Erstellt: 04.07.2023, zuletzt aktualisiert: 08.07.2024 19:43, 22000