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Weltendämmerung von Ralf Isau

Reihe: Die zerbrochene Welt, Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

Taramis hat in aufopferungsvollen Kämpfen dafür gesorgt, dass die eroberungswütigen Dagonisier zurückgedrängt wurden und auf den Inseln und Enklaven der zerbrochenen Welt wieder ein halbwegs stabiler Friede herrscht. Doch er spürt, dass dieser nicht von Dauer sein kann, immerhin ist ihm der größte Feind entkommen – Gaal, der machthungrige und schurkische Herrscher des aggressiven Feuervolkes.

 

Doch erst einmal beschäftigen ihn andere Sorgen, immerhin liegt seine Frau Shuria das dritte Mal in den Wehen. Ihm bleibt nicht mehr als auf das Ende der Geburt zu warten. Das gibt ihm die Zeit, über die Gerüchte nachzudenken, die immer mehr die Runde machen. Es wird von einer schwarzen Wolke erzählt, die sich vom Herzen der zerbrochenen Welt Berith ausbreitet und droht, die „Kinder des Lichts“ zu verschlingen.

Dahinter steckt kein anderer als sein Erzfeind Gaal. In neuer Gestalt hat er sich in den letzten Jahren ebenfalls ein neues Leben aufgebaut und arbeitet nun daran, einen Verbündeten zu befreien, der ihm helfen kann, ganz Berith zu erobern. Er bringt den gefangenen Gott Gaal, dazu, zu erwachen und verspricht ihm die Freiheit. Doch um das zu erreichen, braucht er etwas ganz besonderes ...

Deshalb währt die Freude über die Geburt des zweiten Sohnes für Taramis nur kurz. Schon bald muss er den Kampf gegen seinen Erzfeind wieder aufnehmen und kann nur hoffen, dass seine Frau sich mit den Kindern rechtzeitig in Sicherheit bringen kann. Doch wie schon zuvor reicht Gaals Arm viel zu weit.

 

„Weltendämmerung ist Abschluss und Höhepunkt der Saga um „Die zerbrochene Welt“. Noch einmal spielt sich der zentrale Konflikt zwischen Taramis und Gaal ab, auch wenn diesmal aufgrund göttlichen Beistandes, die ganze Welt vor dem Abgrund steht.

Der Autor kann sich ganz auf das Duell konzentrieren, bei dem der Held in klassischer Weise zunächst unterlegen ist, dann aber doch einen Weg findet, seinen Gegenspieler zu besiegen. Letztendlich bietet die Handlung keine große Überraschung, da der Autor sich letztendlich gängiger Handlungsmuster bedient.

Allerdings macht die intensive Atmosphäre diese Schwäche wett. Auch jetzt noch gibt es neue Facetten der Figuren zu entdecken, obwohl oder gerade weil inzwischen alle mehr oder weniger ans Herz gewachsen sind, auch die Weltensplitter bieten neue Aspekte dieses ganz eigentümlichen Kosmos und vertiefen die Entwicklungen und Schilderungen der ersten Bände.

All das macht den Roman vielleicht nicht zu einem ungewöhnlichen und innovativen Werk, wohl aber zu einem soliden High-Fantasy-Roman, in dem Beschreibung und Action ausgewogen sind, der ungewöhnliche Hintergrund ebenso wie die Figuren ausgereift geschildert werden und das spannende Erlebnisse ebenfalls genügend Raum bekommen.

 

„Weltendämmerung“ wird daher vermutlich vor allem den Fans exotischer High-Fantasy-Geschichten gefallen, die farbenprächtig beschriebene exotische Welten und eine figurenzentrierte Abenteuerhandlung mögen, aber auch nicht mehr als das erwarten.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Weltendämmerung

Reihe: Die zerbrochene Welt, Bd. 3

Autor: Ralf Isau

gebunden, 455 Seiten

Piper, erschienen September 2012

Titelbildgestaltung von Oliver Wetter

ISBN-10: 349270235X

ISBN-13: 978-3492702355

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 13.01.2013, zuletzt aktualisiert: 27.08.2020 19:55