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Weltenwanderer von Melissa Fairchild

Reihe: Die Geheimnisse des Brückenorakels, Bd. 2

Rezension vonChristel Scheja

 

Melisse Fairchild führt die Geschichte um „Die Geheimnisse des Brückenorakels“, die sie mit „Himmelsauge“ begann, nun in „Weltenwanderer“ fort. Der Junge, der mit geringen Überlebenschancen und ohne Gedächtnis in ein Londoner Krankenhaus eingeliefert wurde, weiß inzwischen wieder wer er ist, und warum man ihn so misshandelt hat.

 

Er stammt eigentlich gar nicht von der Erde, sondern aus der Anderswelt. Seine Mutter ist die Königin der Feen und er ihr Erstgeborener. Kellen, der König der Goblins, verlangt danach, Avi in die Hände zu bekommen, denn aufgrund einer Prophezeiung liegt in den Händen des Jungen auch die Möglichkeit, die Macht in der Anderswelt vollkommen an sich zu reißen. Zusammen mit dem Mädchen Hannah, dass er in der Zwischenzeit kennen und lieben gelernt hat, wird Avi gegen seinen Willen in die Anderswelt gerissen. Dort versucht der junge Mann, seinem Schicksal zu entgehen und entkommt noch einmal auf die Erde.

Die Tore scheinen zunächst verschlossen, doch ist damit auch die Gefahr vorüber? Avi muss schon bald feststellen, dass es ihm unmöglich gemacht wird, das Leben eines einfachen Menschen zu führen, denn immer wieder tauchen Krähen und andere Wesen auf, die ihn beobachten oder für Unfälle sorgen.

Schließlich quartiert er sich bei Hannah ein und berät sich mit seiner Freundin. Schließlich erkennen beide, dass es keinen anderen Weg gibt, als sich Kellen und seinen Schergen zu stellen und damit zum Gegenangriff über zu gehen. Nur wenn sie ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen, können sie vielleicht Tod und Versklavung entgehen und beide Welten damit retten.

 

Anders als im ersten Band ist Avi wesentlich aktiver als im zweiten, da er ja mittlerweile seine Erinnerungen wieder hat und genau weiß, wer auf der Erde und der Anderswelt Freund oder Feind ist und inwieweit er dem Rest trauen kann und darf.

Trotz der ausführlichen Einführung sollte man sich deshalb auch nicht den ersten Band entgehen lassen, da die Inhaltsangabe nicht viel und vor allem nur wenig über die Charaktere selbst verrät.

Ansonsten zelebriert die Autorin die Anderswelt wieder als Mischung von Shakespeare und klassischen Mythen, wobei die Goblins und Feen keine Skrupel vor Gewalt und Grausamkeit haben. In dieser Hinsicht bleibt sie sich und den Angewohnheiten vieler anderer britischer Autoren treu.

Der Roman ist wesentlich actionreicher als der erste. Das liegt vermutlich daran, dass die Helden genau wissen, was sie erwartet und deshalb selbst das Schicksal in die Hand nehmen und noch offene Geheimnisse klären wollen. Das kommt den Hauptfiguren sehr zugute, denn sie entwickeln sich dadurch weiter und gewinnen an Tiefe dazu, vor allem Hannah. In diesem Sinne überzeugt die Fortsetzung weit mehr als der Auftaktband, obwohl die Handlung auch wieder in konventionellen Bahnen verläuft und nur selten wirklich überrascht.

 

Alles in allem nutzt „Weltenwanderer“ nun einiges mehr von dem Potential, dass sich Melissa Fairchild in die „Geheimnisse des Brückenorakels“ geschaffen hat und ist dadurch besser als der erste Band „Himmelsauge“. Durch die Enthüllung weiterer Geheimnisse und Entwicklung der Figuren wirkt die Reihe nun viel abgerundeter und ist durchaus einen Blick wert, wenn man Geschichten mit diesem Thema mag.

 

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Roman:

Weltenwanderer

Reihe: Die Geheimnisse des Brückenorakels, Bd. 2

Autorin: Melissa Fairchild

gebunden, 330 Seiten

Knaur/Pan, München, erschienen Dezember 2010

Übersetzung aus dem Englischen von Karin Dufner

Titelbild von FinePic

ISBN-10: 3426283239

ISBN-13: 978-3426283233

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 12.02.2011, zuletzt aktualisiert: 02.01.2019 13:25