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Wer wird Millionär 2 (Nintendo DS)

Rezension von Christine Schlicht

 

Inhalt / Hintergrund

Die TV-Show ist bekannt, da braucht man wohl nicht viel berichten. Zumindest ist man mal bei Zappen darin hängen geblieben oder man hat die ein oder andere Verballhornung von Günther Jauch gesehen.

 

Das Spiel und die Regeln sind also bekannt: Der Showmaster stellt Fragen und je mehr man davon korrekt nach dem Multiple-Choice-Verfahren richtig beantworten kann, desto mehr Geld kann man gewinnen. Wenn nicht, dann gibt’s auch nichts. Dabei versucht der Fragesteller natürlich auch noch, den Kandidaten aus der Ruhe zu bringen und zu verunsichern.

 

 

Technik

Nachdem man sich ein Spielprofil angelegt hat (vier sind möglich, die Spielstände sind vergleichbar) muss man 15 Fragen korrekt beantworten, um sich die virtuelle Millionen zu erspielen. Das Design ist aus der Show hinreichend bekannt – der Stand des Kandidaten in der Gewinnliste, die Frage und die möglichen Antworten, die angetippt werden.

 

Im Profil kann man auch schon sein Spezialgebiet festlegen. Zur Verfügung stehen Unterhaltung, Allgemeinwissen und Sport. Wählt man eine, werden die Fragen entsprechend eher aus dem Spezialgebiet genommen. Neu bei der 2. Ausgabe ist die Auswahlrunde.

 

Für Zwischendurch gibt es ein Übungsspiel mit der Hälfte der Fragen.

 

Wie auch bei der Original-Show gibt es im Falle des Nicht-Wissens der Antwort drei Möglichkeiten, sich helfen zu lassen – den 50:50 Joker, den Telefonjoker und den Publikumsjoker.

 

Beim 50:50 Joker werden zwei falsche Antworten entfernt. Beim Telefonjoker bekommt man drei Personen zur Auswahl gestellt, die verschiedene Spezialgebiete haben. Man wählt sich eine der drei Personen aus und hört sich die Antwort an. Man kann aber immer noch wählen, ob man die Antwort annimmt oder nicht. Beim Publikumsjoker wird ein Diagramm angezeigt, welche Antwort die meiste Zustimmung bekommt. Das kann natürlich auch eine völlig gleichmäßige Verteilung sein.

 

Neben dem eigentlichen Spiel gibt es auch noch ein Trainingsspiel, bei dem man möglichst viele Fragen in kurzer Zeit beantworten soll. Das heißt, man muss vier Begriffe in eine bestimmte Reihenfolge sortieren, z.B. vier Städte in ihrer Lage von Nord nach Süd. Dieses Feature ist von der Wii übernommen worden und ergänzt den 2. Teil.

 

 

Spielspaß

Eine Alterseinschränkung für die Benutzer gibt es nicht, die ist auch nicht erforderlich. Denn es gibt eine systembedingte Einschränkung: Man sollte des Lesens mächtig sein und ein bisschen Allgemeinwissen mitbringen.

 

Die Fragen am Anfang sind zwar eher witzlos, aber je höher man in der Geldwertung kommt, desto schwieriger werden die Fragen natürlich auch. Bei dem Spiel gegen die Zeit benötigt man auch eine Menge Allgemeinwissen und / oder ein gutes Vorstellungsvermögen. Nicht jeder kann die Rangfolge von vier Fürstentiteln richtig einordnen oder von Nord nach Süd die Mittelgebirge (Steht der Graf höher als der Herzog? Liegt der Harz nördlicher als der Vogelsberg?) – schon gar nicht, wenn die Uhr läuft.

 

Somit dürften schon mal die unteren Altersgruppen kein Interesse an diesem Spiel haben. Wer natürlich auf solche Art gern seinem Wissensschatz mal einen Happen hinzufügen möchte, der kann das Spiel wunderbar mal zwischen durch daddeln. Ob die Antworten auf die Fragen, die man nicht weiß, unbedingt auf der Gehirnfestplatte gespeichert werden müssen bleibt jedem selbst überlassen.

 

Für mehr als ein kurzes Zwischenspiel ist es nichts – vor allem nicht mit Ton, denn der Showmaster des Spiels, der immer wieder die gleichen wenigen Sätze ziemlich tonlos herbetet, nervt schon nach kürzester Zeit.

 

 

 

Fazit

Mal ganz nett für zwischendurch, aber um den eigenen Wissensschatz aufzufrischen dürfte die Tagesschau besser geeignet sein. Oder man schaut sich das Original im Fernsehen an und rät mit. Mehr als eine virtuelle Millionen kann man ja auch nicht erben.

 

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Eure Meinung:


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Wer wird Millionär 2

von Ubisoft

Plattform: Nintendo DS

USK-Einstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gem. 14 JuSchG

Erscheinungsdatum: 27. November 2008

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 07.01.2009, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47