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Wie schmeckt die Welt?

Filmkritik von Christel Scheja

 

Zu den menschlichen Grundbedürfnissen gehört die Nahrungsaufnahme. Das Essen ist überlebenswichtig, versorgt es doch den Körper mit den notwendigen Nährstoffen und dem Brennstoff, um ihn am Leben zu erhalten. „Wie schmeckt die Welt“ enthüllt nun „Die köstlichen Geheimnisse unseres Essen“ und zeigt, warum wir bestimmte Sachen zu und nehmen und gar nicht anders können.


Drei Episoden behandel verschiedene Bereiche des Essens. Zu den Grundnahrungsmittel gehören oftmals Weizen und Reis, auch wenn die Menschen Allesfresser sind. Aber Kohlenhydrate sind überlebenswichtig, weil sie schnell die Energie liefern, die der Körper braucht. In einer Weltreise gehen die Macher deshalb der Frage nach, warum diese Dinge einfach zu unserer Nahrung dazu gehören, enthüllen die chemischen Prozesse, die sich abspielen, wenn das Fett Fleisch und Würze erst bekömmlich machen, warum viele von uns so sehr auf zuckerhaltige Stoffe fliegen und welche Auswirkungen Kaffee und Alkohol auf unseren Metabolismus haben.

Dabei geht es rund um die Welt, die Philippinen werden besucht, die USA, Europa, dabei vor allem die Türkei oder auch Peru, so dass Abwechslung garantiert ist.


Die drei Episoden sind unterhaltsam gemacht. Dem Zuschauer dürfte manches Mal das Wasser im Mund zusammen laufen, wenn er bei der Zubereitung von Speisen zusehen darf. Und auch wenn dies keine Kochsendung ist, durch die man neue Rezepte erhält, Ideen liefern die Folgen allemal.

Immer wieder wird auf der kulinarischen Weltreise den Köchen in den Topf geschaut, oft genug besucht man dabei einfache Familien die sich über die Schulter blicken lassen.

Viele der Erkenntnisse sind vielleicht nicht neu – gerade auch die Abwehr der Bitterstoffe, die von Alters her, Menschen abschreckt, bestimmte Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, weil sie vermutlich in diesem unreifen oder nicht zubereiteten Zustand giftig sind. Und warum andere in unserem Kopf plötzlich Suchtverhalten auslösen, dass man sehr schwer wieder los bekommt. Denn Gaumen und Zunge oder Geruchssinn können manchmal der größte Feind sein.

Dabei wird probiert, was das Zeug hält, die Kommentare sind oftmals augenzwinkernd, ebenso die Graphiken und Animationen, die daran erinnern, wie sehr wir doch auch noch Steinzeitmensch sind. Nach und nach entsteht so ein interessantes Bild, dass vermutlich so manchen Zuschauer sein Essen zumindest eine Weile lang mit anderen Augen sehen lässt. Und selbst wenn nicht – so ist doch Unterhaltung garantiert, den interessant sind die Korrekturen, Vertiefungen und Erweiterungen vieler bekannter Fakten auf jeden Fall.

Bild und Ton sind wie immer auf der Höhe der Zeit, auf Extras wurde verzichtet, so dass man keine Eindrücke von den Dreharbeiten bekommen kann. Aber das stört auch nicht sonderlich.

 

Fazit:

„Wie schmeckt die Welt“ ist eine unterhaltsame Dokumentation über unsere Nahrungsaufnahme, die zumindest einige neue Erkenntnisse bietet, aber in erster Linie durch ihre unterhaltsame und augenzwinkernde Präsentation punkten kann, weniger durch streng wissenschaftlich präzisierte Aussage.

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DVD:

Wie schmeckt die Welt ?

Format: Dolby, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Region: Region 2

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Umfang: 1 DVD

Polyband/WVG, 25. Mai 2018

Produktionsjahr: 2016

Spieldauer: 150 Minuten

 

ASIN: B07BQCMMK4

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 06.06.2018, zuletzt aktualisiert: 06.06.2018 18:08