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Wildes Arabien

Rezension von Christel Scheja

 

„Wildes Arabien“ gehört zu einer ganzen Reihe von Naturdokumentation, die eine Region ganzheitlich betrachten und sich nicht nur auf Tier- und Pflanzenwelt beschränken, sondern auch Menschen, Kultur, Geologie und Geschichte miteinbeziehen. Die Serie selbst scheint bereits von 1996 zu stammen, ist aber offensichtlich noch einmal neu aufbereitet worden. Insgesamt drei Teile von je ca. 50 Minuten beleuchten dabei jeweils ein markanten Thema, das die arabische Halbinsel auszeichnet.

 

„Sand, Wind und Sterne“ geht auf das Leben in den ausgedehnten Sandwüsten auf der Halbinsel aus. Welche Tiere und Pflanzen schaffen es in dieser lebensfeindlichen Umgebung zu überleben, wie wird der Mensch mit der Hitze und Sonnenstrahlung fertig. Und wie wurden die Einheimischen von dem Leben in der Wüste geprägt? Die Folge erzählt vom entbehrungsreichen Leben der Beduinen, von denen einige immer noch versuchen ihr altes Leben zu bewahren, zeigen die fast schon ausgestorbenen Oryx-Antilopen und andere Überlebenskünstler der Sandebenen, die genau wissen, wie sie den Temperaturschwankungen begegnen müssen.

„Die Berge des Monsuns“ schirmen einen großen Teil der Halbinsel von Regen und Feuchtigkeit ab. Sie schaffen eine Region in der die meiste Zeit des Jahres das Leben aufblühen kann und damit auch vielfältiges Leben schaffen kann. Das ist aber auch nicht nur an Land der Fall, auch im Wasser sorgen kühle Meeresströmungen und Plankton für Fisch- und Artenreichtum.In den Bergen selbst zeigt die Halbinsel ihre zwei Gesichter in voller Pracht, darf blühender Garten Eden sein, aber auch ausgetrocknetes Ödland.

„Die Zukunft“ beschäftigt sich mit dem, was die Menschen aus ihrer Heimat gemacht haben, welche Schäden und seltsame Auswüchse der Ölreichtum geschaffen hat und in welche Katastrophen die Region schliddern könnte.

Aber sie zeigt auch, dass man langsam beginnt umzulernen und nach alternativen Möglichkeiten sucht, in der Wüste zu überleben. Dabei werden die Tricks der Vorfahren genau so berücksichtigt wie moderne Technologien.

 

Das Konzept geht durchaus auf. Gerade weil sich „Wildes Arabien“ nicht nur auf spezielle Bereich konzentriert, sondern auch zeigt, wie die Menschen Tiere und Pflanzen ihrer Heimat beeinflusst haben, wie Klima und Geologie die einzigartigen Gegebenheiten geschaffen haben, entsteht eine Einheit, die immer wieder neue Aspekte beleuchtet und so nicht langweilig wird.

Neben ausgesprochen schönen Landschafts- und Tierbildern erfährt man auch etwas über die Philosophie und das Leben der Einheimischen, merkt, dass diese nicht nur darauf versessen sind, den Fortschritt in ihr Land zu bringen, sondern nun auch das Vergangene zu bewahren, seien es die Architekten, die die alte Art zu bauen in ihre Musterstädte einbauen, um Energie zu sparen, oder die Biologen, die einerseits dafür kämpfen., dass auch die Raubtiere zu ihrem Recht kommen und so leben können wie früher, aber dabei auch einen Konsens mit den Tierzüchtern und Bauern in der Bevölkerung suchen, die nicht all zu viel verlieren dürfen, wenn wieder einmal Ziegen aus ihren Viehbestand geschlagen werden.

Die Wunder der Wüste werden ebenso enthüllt, wie geschickte Überlebensstrategien ihrer Bewohner, die Besonderheiten der Bergeregion und ihrer Geheimnisse werden besonders lebendig in Szene gesetzt und nicht zuletzt macht auch die letzte Folge, die sich mehr mit den Menschen beschäftigt, Hoffnung darauf, dass die Naturwunder erhalten bleiben.

Alles in allem ergibt sich eine spannende und kurzweilige Serie, die ihren Blick auf ein Gebiet richtet, dass wir in Europa sonst nur aus Sagen und Märchen kennen. So erfahren wir, das viele der fiktiven Wunder durchaus einen wahren Kern haben und die Wahrheit nicht minder faszinierend ist.

 

 

Fazit:

 

Das macht „Wildes Arabien“ zu einer sehenswerten Dokumentation, die viele unterschiedliche Informationen in eine abwechslungsreiche Handlung mit atemberaubenden Landschaftaufnahmen, seltenen Tierbeobachtungen und leisen Einblicken in die Kulturen der Region bietet.

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DVD:

Wildes Arabien

Format: Dolby, PAL, RC 2

Sprache: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 2.0)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Polyband/WVG, 21. Januar 2014

Produktionsjahr: 1996/2013

Spieldauer: 150 Minuten

 

ASIN: B00FYCTXHU

 

Erhältlich bei: Amazon

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202302051925425bd947e1
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Erstellt: 10.02.2014, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01