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Wildes Mexiko

Filmkritik von Christel Scheja

 

Mexiko ist in den letzten Jahren immer wegen anderer Dinge in den Medien präsent, sei es nun im Streit mit den USA oder als eines der lateinamerikanischen Länder, das von der Drogenmafia bevorzugt wird. So geht ganz unter, dass das Land eigentlich noch mehr zu bieten hat – nämlich eine mannigfaltige Landschaft und Tierwelt, sowie viele Relikte untergegangener Kulturen. Diese will die dreiteilige Dokumentation „Wildes Mexiko“ nun einmal in den Vordergrund stellen.


Drei Landschaftsformen beherrschen das nördlichste Land Mittelamerikas. Da sind einmal die hohen Berge der Sierra Madra, der vielen und manchmal noch sehr lebhaften Vulkane, die einer Vielzahl von Tieren eine Heimat bieten, sehen es nun Schwarz- oder Nasenbären, Quetzals oder den Millionen von Monarchfaltern, die jedes Jahr schlüpfen.

Die nördliche Grenze wird von Wüste beherrscht, während der Osten ganz von den Dschungels auf der Halbinsel Yucatan bestimmt wird. Und gerade dort finden sich viele steinerne Zeugen der Hochkulturen, die dort einst entstanden sind und auch wieder untergingen. Ein Teil von deren Erbe lebt noch heute in der schillernden Kultur des Landes wieder, die westliches Denken und christlichen Glauben mit uralten Überlieferungen verbinden, so wie etwa am „Tag der Toten“, an dem nicht getrauert, sondern gefeiert wird.


Wie jede der Dokumentationen, die die Natur, Pflanzen und Tiere eines Landes oder einer Region vorstellen, folgen die Episoden dem Schema, dass sich am erfolgreichsten erwiesen hat. Zunächst wird die Landschaft in einem Überblick vorgestellt, dann geht man nach den entsprechenden Rundumaufnahmen immer mehr ins Detail, stellt ein paar der spektakulärsten Tierarten und Pflanzen vor oder eben auch ein paar Besonderheiten der Region.

Die Menschen spielen normalerweise eine eher untergeordnete Rolle, hier kommen sie und ihre Kultur etwa mehr zum Tragen, da diese auch schillernd genug ist, um nicht erwähnt zu werden.

Wie immer versuchen die Macher sehr abwechslungsreich zu bleiben und vor allem durch die Schauwerte zu überzeugen, Erklärungen sind mit die die Präsentation eingebunden, aber so sparsam eingesetzt, dass sie eher ergänzen als die Folgen beherrschen.

Noch eine Besonderheit ist der Blick auf die alte Geschichte des Landes … wie immer versucht mal Umweltprobleme und – schutz eher außen vor zu lassen.

Interessant sind die drei Folgen allemal, da sie zeigen, wie ungewöhnlich und unterschiedlich die Landschaften und ihre Bewohner sind. Wie sonst wird auch kaum ein Blick auf die Metropolen geworfen, das Land steht weiter im Mittelpunkt


Fazit:


„Wildes Mexiko“ reiht sich gut in die Sammlung der anderen Naturbetrachtungen ein und bietet solide Informationen in einer angenehmen und bildgewaltigen Aufarbeitung, die in einer Qualität ist, die man von der BBC gewohnt ist.


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DVD:

Wildes Mexiko

Regisseure: Victoria Bromley

Umfang: 1 DVD

Ton: Deutsch (DD 2.0)

Bildseitenformat: 16: 9, RC 2

Polyband/WVG, 31. August 2018

Produktionsjahr: 2017

Spieldauer: 150 Minuten

 

ASIN: B07DQMMPL9

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 19.08.2018, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01