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Windgeflüster Nr.53 (Magazin)

Rezension von Markus K. Korb

 

Thema: „Horror. Auf Cthulhus Spuren“

 

„Windgeflüster“ hat sich als Magazin für Rollenspieler schon sei langem auf dem Markt etabliert, doch bewegte es sich dabei meines Wissens nach fast ausschließlich im Bereich der Fantasy-Rollenspiele. Nun ist die 53te Ausgabe erschienen, die sich dem Thema „Horror“ verschrieben hat. Dabei wird der Schwerpunkt auf das Rollenspiel „Cthulhu“ und damit verwandte Themen gelegt, ohne jedoch andere liebgewonnene Aspekte auszulassen.

 

Die Ausgabe ziert ein stimmungsvolles Cover in Schwarz/Weiß, das den tentakelbewehrten Kopf eines cthuloiden Wesens zeigt, welches aus einem mit ägyptischen Motiven geschmückten Kamin aus der Dunkelheit hervorlugt. Matthias Druske gestaltete das gelungene Titelbild, das vor allem durch geschickt eingesetzte Schattenwürfe überzeugt.

Nach einem knappen Editorial beginnt das Magazin mit einem ersten großen Bericht aus der Fimwelt. In der Abteilung „Independent Film-Projekte“ wird das Fantasy-Epos „Spell 2“ vorgestellt. Die sogenannten „Midgard-Pictures“ arbeiten seit 2001 an dem Film und sehenswerte Filmfotos beweisen, dass inzwischen die Szene der Independent-Filmemacher auf Grund der immens vorangeschrittenen Technik zu gefallen weiß. Hier lauern so manche unentdeckte Perlen, die getragen vom Engagement und Fleiß der Mitarbeiter mit ganzem körperlich-geistigen Einsatz ihrem Hobby nachgehen.

 

Eine knappe Preview über den kommenden Kino-Film „Underworld“ bringt neue und schon bekannte Fakten des Films zusammen und illustriert diese mit Szenenfotos des Films.

Im Dezember erscheint das Regelwerk zu „Degenesis“, einem Rollenspiel im Endzeit-Szenario. Das Magazin „Windgeflüster“ bringt schon jetzt wichtige Infos darüber und nennt Bezugsquellen.

Der folgende Artikel „Thyria bei Nacht: Eine Einführung in die dunkle Welt des Steamfantasy Horror“ verspricht, wie der Name schon sagt, einen Einblick in die Gegebenheiten des Steampunkablegers. Darüberhinaus bringt „Windgeflüster“ auch ein Abenteuer aus dieser Welt, das mit Grundrissplänen und detaillierten Beschreibungen aufwarten kann.

Der „Lodland“-Bericht zeigt das neue deutsche Rollenspiel, welches unter Wasser angesiedelt und eine Menschheit beschreibt, die auf der Flucht vor der selbstverschuldeten Katastrophe auf den Grunde der Ozeane geflohen ist.

Ein Interview mit Frank Heller, einem Mitautoren des Pegasus-Cthulhu-Teams schließt sich an. Der geneigte Leser erhält hier viele Infos und Neuigkeiten in Sachen „Cthulhu“. Was wir sahen, ist nur die Speerspitze eine wie sich dabei besonders erstaunt und Respekt abwarten

„Horror im Manga“ schließt sich an, und zeigt auf, dass sich im Bereich des Horrors nicht nur im Rollenspiel Neuartiges dem Leser erschließt, sondern auch im Comicsektor.

 

Alle Artikel im Einzelnen aufzuzählen würde den Rahmen dieser Rezension sprengen. Aber die bisher dargestellten Berichte zeigen die enorme Spannbreite auf, dem sich die Ausgabe 53 des Magazins Windgeflüster widmet. Wie immer besteht bei einem derartigen Unterfangen die Gefahr, dass sich das Thema und die angrenzende Bereich mehr und mehr zu einem nicht mehr unterscheidbaren Brei vermengen, aber hier kann Entwarnung gegeben werden. Gerade durch die Abwechslung erhält das Magazin inhaltlich Farbe und Eigenwilligkeit, die zu gefallen weiß.

 

Besonders hervorzuheben sind noch einige Artikel, welche sich benachbarten Bereichen widmen. Zunächst besticht in der Abteilung Computerspiele „Survival Horror“ der kenntnisreiche Artikel und würdigt besonders das PC-Game „Undying“, das unter Mitwirkung von Clive Barker entstand. Hier zeigt sich, dass der Journalist die Komplexität und die Atmosphäre dieses außergewöhnlichen Spiels zu würdigen weiß, das leider auf Grund fehlender Werbung von den Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück blieb.

Als nächstes darf das Interview mit dem interessanten Andreas Bull-Hansen nicht unerwähnt bleiben. Von diesem Autoren darf sich der Fantasy-Fan noch einiges erwarten.

Verschiedene Kurzgeschichten beleben das Magazin. Es sind dies „Der Fall Arthur Hoffmann“ von Christian Boisten und „Nathalies Erbe“ von Savah M. Webber, welche mit unterschiedlichem Umfang und recht beachtlichem Stilvermögen zu Buche schlagen.

 

Die 53te Ausgabe des „Windgeflüster“-Magazins besticht durch eine farbenfrohe Vielfalt, die einen interessanten Überblick über das Themengebiet „Horror“ gibt. Zwar ist dieser Überblick nicht umfassend zu nennen, aber er gereicht vielem zur Ehre und lässt auf weitere Themenschwerpunkte im Bereich „Horror“ hoffen, wo noch weitere Spielarten zum Zuge kommen, die auf andere Bereiche als Lovecrafts „Cthulhu“ bezogen sind und auch Erwähnung verdient hätten.

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Windgeflüster Nr. 53

Magazin für Phantastik und Rollenspiel

Das Magazin für alle Fantasybegeisterten und jede(n) Rollenspieler(in)

von der Gilde der Fantasy-Rollenspieler e.V. herausgegeben

Ehrenamtlich erstellt von der Windgeflüster-Redaktion.

Erhältlich bei: Windgefluester.de

weitere Infos:

Hintergrundinfos, Rezensionen und mehr zu dem Magazin


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Erstellt: 29.04.2005, zuletzt aktualisiert: 17.01.2015 14:06