WinneToons - Die Legende vom Schatz im Silbersee (NintendoDS)
 
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WinneToons - Die Legende vom Schatz im Silbersee (NintendoDS)

Das Spiel zum gleichnamigen Kinofilm der Serie Winnetoons

Rezension von Christine Schlicht

 

Handlung

Es beginnt 1860, Ostküste der neuen Welt – nun, dabei bleibt es nicht und eigentlich ist es nicht ganz der Anfang der Geschichte, denn die beginnt bei den Aztekenkönig Moctezuma und seinem Schatz, der natürlich bestens versteckt ist. Der Einzige, der einen Hinweis auf das Versteck des Schatzes hat, ist der Junge Bobby, dessen Vater ein Professor für aztekische Kultur war. Doch geblieben ist Bobby nichts als das Tagebuch seines Vaters und er soll in ein Waisenhaus.

 

An einem verregneten Tag in New York muss Bobby erst einmal vor der Polizei türmen, um nach dem Erbe seines Vaters suchen zu können. Später trifft er dann auf Ntscho-Tschi, mit der er seine Reise nach Arizona fortsetzt. Immer verfolgt von der Brinkley-Bande. Die Indianerprinzessin besitzt ein Amulett, das der Schlüssel zur Schatzkammer ist.

 

Wer nach Karl May sucht, wird hier nicht fündig, allenfalls das Flair des Wilden Westens, das May beschrieben hat, wird ansatzweise wiedergegeben. Aber wer kennt von den Kids heute noch Karl May? Abgesehen davon – so weit nach Norden sind die Azteken doch gar nicht gekommen? Arizona? Egal... Hauptsache es wird ein spannendes Spiel geboten, wen interessieren da solche Fakten?

 

 

Technik

Bei „Die Legende vom Schatz im Silbersee“ handelt es sich um ein klassisches Jump ’n Run- Spiel, wie Mario Bros für den GameBoy. Zwischen den Leveln gibt es jedoch noch verschiedene Minispiele, die andere Qualitäten vom Spieler verlangen als Schnelligkeit und Reaktionsvermögen. Der letzte Level fordert dann noch vier Prüfungen in Form von Mini-Spielen, Prüfungen, welche die Wächter der Schatzkammer Bobby und Ntscho-Tschi auferlegen.

 

Die Jump ’n Run-Level werden mit den Tasten der Konsole (Steuerkreuz und A/B-Knopf) gespielt, die Minispiele mit dem Touchpen.

 

Die Grafik wartet mit anspruchsvoll gezeichneten Hintergründen auf, vor denen sich die Spielfiguren bewegen, zum Beispiel bei Bobbys Flucht durch die Straßen und über die Dächer von New York. Dabei werden beide Bildschirme des DS benötigt, denn diverse Häuser reichen sehr hoch und dann geht die Kletterei auf dem oberen Bildschirm weiter. Auch die Figuren sind für die geringe Größe und Auflösung doch recht detailreich gestaltet. Auch in den folgenden Leveln werden beide Bildschirme des Nintendo DS werden voll ausgenutzt, um so die Weitläufigkeit des Settings darzustellen. Die hohen Berge / tiefen Schluchten von Arizona und dann die Schatzkammer mit den vielen Fallen zum Beispiel.

 

Dabei muss man ein ganz schönes Tempo vorlegen oder geschickt ausweichen. Springen, Leitern hochklettern, Kisten verschieben, kriechen... und Bobby ist auch nicht wehrlos, er kann seine Zwille abfeuern.

 

In den späteren Leveln hat Bobby dann seine Begleiterin Ntscho-Tschi, die er nicht abhängen darf, sonst ist das Spiel vorbei. Reiten müssen die beiden dann auch um voran zu kommen.

 

Bei den Minispielen zwischen den Leveln muss man dann einem Huhn das Tanzen beibringen und eine gute Show abliefern, oder Bogenschießen, Dynamit entschärfen oder ein Floß steuern. Dabei kommt in erster Linie der Touchpen zum Einsatz. Aber auch das Mikrofon wird benötigt, denn man muss zum Beispiel auch mal Flammen auspusten.

 

 

Spielspaß

Auf jeden Fall ist Tempo gefragt und man muss ganz schön viel Koordinationsfähigkeit in die dicken Erwachsenenfinger bringen, um die Figuren wirklich zügig durch die anspruchsvollen Settings zu bewegen und dann auch noch die Verfolger und mögliche Gegenstände im Auge behalten, die man vielleicht für irgendetwas benötigt. Aber sie sind auch nicht zu komplex, um die anvisierte Altersgruppe zu überfordern. Nach einer Weile des „Einspielens“ geht es flüssig voran.

 

20 Level in vier verschiedenen Settings bedeuten auf jeden Fall auch Abwechslung und ganz sicher ist man geneigt, sie alle noch mal von vorn durchzugehen, um sich am Ende an sich selbst messen zu können was Tempo und Punkte betrifft. Die Minispiele zwischendurch sind auch eine nette Auflockerung zum Gehetze in den Leveln.

 

Die Freigabe des Spiels liegt bei 3+. Ob man seine Kindergartenkinder schon an einen DS gewöhnen will, muss wohl jedes Elternteil für sich selbst entscheiden, aber da es in diesem Spiel keine Gewaltanwendung gibt, sondern alles nur auf Schnelligkeit und Geschick abzielt und dem schnellen Erfassen einer mäßig komplexen Situation, kann man „Winnetoons“ auch ruhigen Gewissens an kleine Kinder zum Spielen geben.

 

 

Fazit

Die Legende vom Schatz im Silbersee ist ein grafisch anspruchsvoll und liebevoll gestaltetes Jump ’n run Spiel, das den Spieler fordert, aber auch nicht überfordert. Uneingeschränkt empfehlenswert auch für Einsteiger.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202407242042530938a486
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WinneToons - Die Legende vom Schatz im Silbersee

von dtp Entertainment AG

Plattform: NintendoDS

USK-Einstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gem. 14 JuSchG

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 10.12.2007, zuletzt aktualisiert: 21.10.2022 08:12, 5461