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Wolfzeit von Robin Gates

Reihe: Runlandsaga Band 3

Rezension von Ingo Gatzer

 

Mit "Wolfzeit" ist der dritte Band der vierteiligen Runlandsaga von Robert Gates betitelt. Die fantastische Welt Runland war bereits in Gates Trilogie "Der Harfner und der Geschichtenerzähler" Ort der Handlung. Diese Reihe, deren Kenntnis für die Lektüre der Runlandsaga nicht notwendig ist, spielte allerdings einige Jahrzehnte zuvor.

 

Mit dem Schiff der Kapitänin Suvare gelangen die Flüchtlinge aus Angostaan - unter ihnen Enris und die Voronfrau Neria - in die Hafenstadt Menelon. Dort versuchen sie den Rat davon zu überzeugen, dass Runland wegen des Angriffs der Serephim in größter Gefahr schwebt und nur mit Hilfe der geheimnisvollen Dunkelelfen gerettet werden kann. Doch dazu muss zunächst ein Portal in deren verborgene Welt gefunden werden. Unterdessen stoßen die Serephim bei ihrer Invasion auf unerwartete Widerstände für die es nur eine Erklärung gibt. Es muss sich unter ihnen ein Verräter befinden, der die Auslöschung der Menschheit, sowie die Vernichtung von Runland verhindern will.

 

Zur besseren Orientierung werden zu Beginn des Buches die wichtigsten Geschehnisse, welche sich in den beiden ersten Bänden ereignet hatten, noch einmal zusammengefasst. Diese Inhaltsangabe ist aber angesichts der immer größer werdenden Komplexität der Reihe eher eine Gedächtnisstütze für alle, die bereits die ersten beiden Teile der Runlandsaga gelesen haben, gedacht. Deshalb sollten Neulinge unbedingt ihre Lektüre mit "Sturm der Serephim" beginnen, weil ihnen sonst etliche Facetten entgehen. Ein weiterer, schöner Service stellt angesichts der Vielzahl der Charaktere das umfangreiche Personenregister am Ende des Bandes dar.

 

"Wolfzeit" zeichnet - gerade im Vergleich zum Auftakt der Reihe - eine größere Multiperspektivität aus. Robin Gates vermittelt die Handlung nicht nur aus der Sicht seines Protagonisten Enris, sondern wechselt immer wieder zwischen Perspektiven und Erzählsträngen. Dadurch verleiht der Autor seinem Werk eine größere Tiefe und einen sinfonischen Vielklang.

 

Robin Gates ist sichtlich darum bemüht, die von ihm geschaffenen Charaktere durch eine Fülle von Details jenseits bekannter Fantasy-Klischees zum Leben zu erwecken. Das gelingt ihm im dritten Band der Runlandsaga vor allem mit dem neu in die Handlung eingeführten Priester Pándaros. Zudem schafft er es, die Entwicklung, die seine Hauptfigur Enris durchmacht, glaubhaft zu schildern. Manchmal fallen die Ausschmückungen allerdings zu umfangreich aus, wie bei der langen Geschichte des Schiffzimmermanns Daniro, die durch ihrem Umfang eher von der Handlung ablenkt.

 

Gerade im zweiten Teil des Buches gelingt es dem Autor durch den häufigeren Wechsel der Erzählstrenge, der sich beschleunigenden Handlung und unerwartete Wendungen, die Spannung auf einem hohen Niveau zu halten. Leider tritt in "Wolfzeit" aber der in den ersten Bänden präsentere mythologische Überbau etwas zu sehr in den Hintergrund. Nicht ganz überzeugen kann zudem die Handlungsweise eines Charakters, der - ohne dass wirkliche Beweise für die Aussagen seiner bisherigen Gegner vorliegen - kurzer Hand die Seiten wechselt.

 

Allen Lesern denen die ersten beiden Bände der "Runlandsaga" gefallen haben, werden auch von "Wolfzeit" nicht enttäuscht werden. Robin Gates gelingt trotz kleinerer Schwächen eine spannende Fortsetzung die vor allem durch die vielschichtige, muliperspektivische Darstellung und das detailreiche Design der Charaktere überzeugen kann.

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MEDIUM:

Wolfzeit

Reihe: Runlandsaga Band 3

Autor: Robin Gates

Verlag: Otherworld Verlag

Erscheinungsdatum: Juli 2009

Art: Broschiert - 563 Seiten

ISBN-10: 3902607173

ISBN-13: 978-3902607171

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.09.2009, zuletzt aktualisiert: 10.01.2020 09:40