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Wonder Woman: Kampf der Amazonen

Rezension von Christel Scheja

 

Wie auch schon Nubia und die Amazonen scheint auch Wonder Woman: Kampf der Amazonen einen Übergang zu einer neuen Ära zu bieten, in der vieles nicht mehr so sein wird, wie es einmal war. Die verschiedenen Reihen, die mit diesem Event zu tun haben, werden von Panini nun in einem Band zusammen gefasst.

 

Während Wonder Womans Abwesenheit ist die Zeit natürlich nicht stehen geblieben. Es hat sich eine Menge getan und verändert – Entwicklungen, die vielleicht den Amazonen zugute kommen, da sie sich endlich aus alten Mustern lösen. Denn immerhin gilt es die lange gepflegte Feindschaft mit den Bana-Mighdall zu beenden.

Und aus den Weiten des Amazonas meldet sich nun auch noch ein anderer Stamm zu Wort, der ebenfalls seinen Teil dazu beitragen will. Aus diesem Grund kommen die Amazonen der Welt zusammen, um aus ihrer Mitte eine neue gemeinsame Königin zu bestimmen. Doch der Wettstreit wird von einer großen Tragödie überschattet.

 

Man merkt, dass die Macher mit der Zeit gehen wollen und so arbeiten gleich eine große Schar von zwar überwiegend weiblichen, aber auch einigen männlichen Autoren und Künstlern daran, die Geschichte der Amazonen in eine neue Richtung zu führen.

Immerhin ist nun auch Diana alias Wonder Woman wieder mit von der Partie und sich bereit, dem Wettstreit zu stellen, wenngleich auch aus anderen Motiven. Denn immerhin muss sie einen schweren persönlichen Verlust weg stecken.

In dieser Hinsicht startet die Serie wirklich eine neue Ära, in der die Superhelden sich nicht mehr unbedingt auf die Person verlassen kann, die ihr doch immer am nächsten stand. Auch wenn dieser Handlungsfaden unter den ganzen anderen eher verschwindend gering behandelt wird.

 

Tatsächlich rückt nun eine andere Figur in den Mittelpunkt, die erst vor einer Weile wirklich eingeführt wurde und man darf gespannt sein, wie Nubia mit der ihr auferlegten Verantwortung zurecht kommen wird. Gute Ansätze zeigen sich ja.

Ansonsten dominiert natürlich auch hier die Action und so gehen einige Entwicklungen nicht ganz so in die Tiefe, wie man es sich wünschen würde. Aber immerhin merkt man, dass auch der Hintergrund seinen Raum bekommt und dadurch die Figuren etwas mehr Profil, was dem Geschehen Farbe schenkt. Fans der Amazonen werden vermutlich den meisten Spaß an den Veränderungen haben, denn auch die klassische Mythologie seit der Perez-Ära spielt wieder mit hinein.

 

Fazit:

»Wonder Woman: Kampf der Amazonen« markiert auf epische Weise das Ende einer Ära und den Beginn einer neuen Zeit. Viele Weichen werden in einer Handlung gestellt, die zwar auf Action abonniert scheint, aber auch den Hintergrund genug ausbaut, um den Figuren Leben zu geben und einige wichtige Weichen zu stellen.

 

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Comic:

Wonder Woman: Kampf der Amazonen

Original: Wonder Woman #785-786; Trial of the Amazons # 1-2, Nubia and the Amazons 6, Nibia Coronation Special # 1, Trial of the Amazons: Wonder Girl #1-2

Autor·innen: Stephanie Williams, Michael W. Conrad, Becky Cloonan und Vita Ayala

Zeichnungen: Laura Braga, Skylar Partrige, Joelle Jones, Elena Casagrande, Alitha Martinez, Rosi Kämpe, Becky Cloonan, Colleen Doran und Darryl Banks

Farbe: Tamra Bonvillain, Romulo Fajardo jr, Hi-Fi, Jordie Bellaire und Jill Thompson

Übersetzung: Ralph Kruhm

Taschenbuch: 244 Seiten

Panini Verlag, 11/2022

 

ISBN-10: 3741630691

ISBN-13: 978-3741630699

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 05.12.2022, zuletzt aktualisiert: 01.02.2023 15:48