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World of Warcraft: Blutschwur

Rezension von Christel Scheja

 

Es wird sicherlich einen Grund haben, warum Panini noch einmal Graphic Novels auflegt, die vor gut acht Jahren schon einmal im Softcover erschienen sind. Es kann nicht nur daran liegen, dass sie nun noch einmal im Hardcover und als Prachtausgabe heraus kommen sollen – vielleicht erlebt auch das Online-Rollenspiel gerade eine Renaissance und die neuen Fans wollen noch einmal Stoff zu alten Kampagnen lesen. So wie eben World of Warcraft: Blutschwur.

 

Die Zentauren haben sich unter der Führung einer ominösen Macht zu einem gewaltigen Heer zusammen gefunden und fallen gnadenlos in das Gebiet der Horde ein. Sie machen Städte und Dörfer dem Erdboden gleich und verschonen niemanden, nicht einmal Frauen und Kinder.

Ihnen entgegen stellt sich nun eine tapfere Milizeinheit der Horde, die heraus finden wollen, was da eigentlich vor sich geht und das Heer aufhalten möchten – mit was für Mitteln auch immer. Orks, Untote, Blutelfen und andere finden sich trotz der Unterschiede zusammen, denn sie wissen, es geht um alles.

 

Wer die actionreiche Geschichte nur einfach so zum Spaß liest, wird es eher schwer haben, denn das ganze ist in einen Hintergrund eingebunden, über den im Vorwort viel zu wenig verraten wird und das erweist sich teilweise als Fallstrick, kann man mit dem schwelenden Konflikt zwischen den Zentauren und der Horde nicht viel anfangen.

Auf der anderen Seite bietet die Story inhaltlich Heroic-Fantasy vom Feinsten. Es wird nicht unbedingt viel geredet und diskutiert, gerade wenn man auf Feinde stößt die die Waffe sofort in der Hand oder die Magie wird entfesselt. Darunter leiden auch die Figuren, die absolut kein Profil gewinnen und auf ihre Archetypen reduziert sind. Die Kämpfe und markigen Sprüche von beiden Seiten haben absoluten Vorrang.

Daher bleibt dann doch eher ein zwiespältiger Eindruck. Auf der einen Seite bietet die Geschichte handfeste Action, ist dynamisch erzählt und gezeichnet, aber sie hat weder Tiefe noch Figuren oder Momente an die man sich lange erinnert sondern wird sehr einheitlich, Zumindest die Atmosphäre des Games wird getroffen

 

Fazit:

»World of Warcraft: Blutschwur« ist daher wohl in erster Linie für die absoluten Fans interessant, die sich noch an die Vergangenheit erinnern oder aber sie neu erspielt haben. Wer ohne Vorwissen einsteigt hat eher Pech, denn ihm ist es nicht einmal möglich die Hinweise zu erkennen oder die Atmosphäre zu genießen. Denn die Geschichte und auch die Figuren bleiben blass und jederzeit austauschbar.

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Eure Meinung:

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Comic:

World of Warcraft: Blutschwur

Original: World of Warcraft: Bloodsworn

Autor: Dough Wagner

Zeichner: Jheremy Raapack, Richard Friend, Joe Weems und Livesay

Farben: Jeromy Cox und Dave McCaig

Übersetzung: Claudia Kern

Panini Verlag, Oktober 2020

Gebunden, 144 Seiten

 

ISBN-10: 3741619914

ISBN-1978-3741619915

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 11.11.2020, zuletzt aktualisiert: 28.11.2020 15:31