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X-Men - Zeit der Apokalypse 1 von Scott Lobdel

Rezension von Thomas Götz

 

Inhalt

In einer trostlosen Welt ohne Charles Xavier gab es niemanden, der seine Pläne durchkreuzte. Nun herrscht er über ein gewaltiges Reich, das den halben Erdball umfasst – jederzeit bereit, der Menschheit den Gnandenstoß zu versetzen. Dies ist die Ära von Apokalypse. Doch ein Funken Hoffnung bleibt, den der blutrünstige Tyrann hat seine REchnung ohne Magneto und seine erstaunlichen X-Men gemacht. Hat seine letzte Stunde nun geschlagen?

 

Kritik

Wieder ein Band aus einem Paralleluniversum - diesmal eines, in dem Xavier tot ist und Magneto der Boss der X-Men. Dennoch kann man langsam den Eindruck gewinnen, das die Marvel-Stories zu 80% aus Paralleluniversumsstorys bestehen...

 

Doch beginnen wir am Anfang, und das sind wie immer die Zeichnungen. Diese sind im vorliegenden Band doch etwas gewöhnungsbedürftig und vermissen stark den Stil der derzeitigen Publikationen. So sind die meisten Charaktere auf eher "Hulksche" Art dargestellt, mit riesigem Oberkörper, während der Rest des Körpers dagegen eher klein anmutet.

Dies ist aber nicht verwunderlich, stammt dieser Band doch ursprünglich aus dem Jahre 1995, zu einer Zeit also, als noch nicht einmal der erste X-Men-Film in den Kinos war. Dementsprechend sucht man natürlich auch etwaige Ähnlichkeiten bei den Charakteren vergebens (und hat manchmal eher Schwierigkeiten, auf den ersten BLick zu bestimmen, wer wer ist).

Die Hintergründe dominieren zwar auch kleinere Details, sind aber dennoch teils einfarbig gehalten.

 

Das Lesevergnügen an sich sollte man sich davon aber nicht vermiesen lassen.

Die Story um Magneto als Anführer verdient schon deshalb Pluspunkte, weil etwa Rogue seine Frau ist und Jean und Logan ein Paar - und einige andere versteckte Hinweise auf all die schönen Sachen, die man sich hin und wieder als Fan wünscht.

Und doch ist in dieser Realität nicht alles rosig. Denn Apokalypse beherrscht die Erde und Mutanten und Menschen kämpfen ums überleben.

Dann taucht plötzlich Bishop auf udn enthüllt die Wahrheit - darüber, das Xavier niemals hätte sterben sollen. Magneto schickt also die X-Ternals (nicht ganz so gut organisierte Mutanten) aus, einen Kristall zu holen, mit der man dies eventuell ändern kann. Gut, anfangs ist seine Handlungsweise nicht ganz so nachvollziehbar, aber spätestens wenn die X-Ternals den Kristall erreichen wird klar, das das ganze Universum am seidenen Faden hängt.

Davon abgesehen gibt es aber auch hübsche Charakterszenen zu entdecken - begleitet allerdings von den üblichen "blöden" Sprüchen im Kampf, die nach einiger Zeit doch etwas nervend wirken.

Kurz vor Ende des Bandes gibt es dann sogar einen kleinen Rückblick darauf, wie die Herrschaft Apokalypses begann, ebenso ein nettes Gimik, bevor die Hauptstory natürlich weitergeht und mit einem Cliffhanger endet (und das nichtmal bei den X-Ternals, die von der Suche nach dem Kristall noch nicht zurück sind, sondern von Nightcrawler).

 

Fazit:

Wer sich an den etwas gewöhnungsbedürftigen Zeichnungen nicht stört, bekommt eine durchaus nette Story zu lesen, die allerdings schon wieder in einem Pralleluniversum spielt.

 

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X-Men - Zeit der Apokalypse 1

Autor: Scott Lobdel

Panini, 2007

Comic, 236 Seiten

Erhältlich bei: Panini


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Erstellt: 20.11.2007, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:40