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Yagyu Ninpo Cho - Die Rache des Hori Clans - Band 4

Rezension von Christel Scheja

 

Die Mangaserie „Yagyu Ninpo Cho“ ist in den ersten Jahrzehnten der Edo-Zeit angesiedelt. Japan wurde damals von den strengen Tokugawa-Shogunen kontrolliert. Das hinderte einige der alteingesessenen Landesfürsten nicht daran, trotz ihrer beschnittenen Macht, Herrschaftsgelüste und perverse Launen auszuleben.

 

Fürst Akinari Kato und seine Handlanger, die „Sieben Speere von Aizu“, führen ein grausames Regiment und vernichten alle, die es nur wagen das Wort gegen sie zu erheben. So muss auch der Hori Clan dran glauben, weil sich ihr Oberhaupt geweigert hat, mit dem Fürsten gleich zu ziehen. Nur sieben junge Frauen überleben durch das Machtwort der Schwester des Shogun. Sie bittet zudem Jubee Mitsuyoshi Yagyu, einen erfahrenen Schwertmeister aus dem Dunstkreis ihre Bruders, die Ausbildung der Mädchen zu übernehmen, damit diese wenigstens Rache für ihre Familie nehmen können.

Inzwischen ist der junge Mann von dem Mut und der Entschlossenheit der jungen Frauen begeistert und hat ihre Sache fast schon zu der seinen gemacht. Denn auch ihm ist nicht entgangen, das Fürst Kato und seine Krieger gegen viele Gesetze des Shogun verstoßen und sich viel zu viel heraus nehmen.

Nun gehen sie sogar so weit, selbst in der Hannya-Maske aufzutreten und als vermummte Teufel Angst und Schrecken in der Bevölkerung zu verbreiten. Sie entführen junge Brautpaare, die gerade erst den Bund für das Leben geschlossen haben und quälen die Männer bis sie wahnsinnig werden. Dann setzen sie die elenden Kreaturen vor den Toren des Palastes aus, wo sie wirre Reden führen und irgendwann sterben. Ihre Frauen bleiben allerdings für immer verschwunden, weil sie den Gelüsten des perversen Fürsten und seiner Handlanger bis zum Tod dienen müssen.

Sehr schnell kommen Jubee und die Frauen hinter diesen heimtückischen Plan. Der Schwertmeister entschließt sich, den Feinden das Handwerk zu legen. Doch wie soll er an sie heran kommen?

Es gibt nur einen Weg, der von Erfolg gekrönt ist, denn der Palast des Fürsten wird zu gut bewacht. Jubee selbst muss einen der Bräutigame spielen - und eines der Mädchen seine Braut.

 

Wieder geht es in „Yagyu Ninpo Cho“ nicht gerade friedlich und harmlos zu. Erneut ist der Manga von Gewalt und Grausamkeit gezeichnet, um die Verwerflichkeit der Gegenspieler darzustellen, und damit nicht unbedingt für jüngere Leser geeignet, die sich vielleicht ein actionreiches Abenteuer mit Slapstickeinlagen erhofft haben.

Das Gegenteil ist der Fall, denn die Geschichte zeichnet kein angenehmes Bild des alten Japan und trieft im zwischenmenschlichen Verhalten vor Zynismus, auch wenn alles stark überzeichnet ist. Der Rachefeldzug der Mädchen wird immer mehr zu einem Kampf für die Gerechtigkeit, gerade im vierten Band.

 

„Yagyu ninpo Cho“ erinnert in seiner Dramatik an „Basilisk“, und andere düstere Samurai- und Ninja-Mangas. Wer also mit einer kampfeslastigen Geschichte zufrieden ist und Mangas mag, die ein wenig härter als üblich sind, wird jedenfalls auch an diesem Band wieder seinen Spaß haben.

 

 

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Yagyu Ninpo Cho - Die Rache des Hori Clans Bd. 4

Autor: Futaro Yamada

Zeichner: Masaki Segawa

Aus dem Japanischen von Christine Steinle

Heyne, München, Februar 2008

Mangataschenbuch, 208 Seiten

ISBN 978-3-453-59597-2

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 19.02.2008, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40