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Yuu Watase – Best Selection

Rezension von Christel Scheja

 

Yuu Watase ist eine der Mangaka, die sich zu den heimlichen Stars in Deutschland entwickelte, weil ihre Serien „Fushigi Yuugi“ und „Ayashi no Ceres“ Fantasy-Abenteuer mit einem gehörigen Schuss Romantik vermischte, was in den Anfangstagen des Genres hier in Deutschland außerhalb der Magical-Girl-Mangas kaum anzutreffen war. Heute schätzen die Leserinnen vor allem ihre humorvollen und leicht frivolen Komödien.

 

Die „Best Selection“ vereint nun fünf der besten Kurzgeschichte aus der Frühzeit ihres Schaffens unter einem Dach, die zeigen, dass die Autorin und Künstlerin schon damals bestimmte Themen und Inhalte schätzte. Denn auch in den Abenteuern, die gänzlich auf der Erde spielen geht es oft magisch und mystisch zu.

Nicht so in der ersten Geschichte „Sudden Touch“ erzählt von Miyuki, die seit sie als Kind in einen Abwasserkanal gefallen ist, einen extremen Reinlichkeitsfimmel hat. Akio, der Sohn eines Freundes ihres Vaters, der für ein paar Tage bei der Familie wohnt, scheint jedoch Abhilfe zu wissen.

Inaho und Takumi sind ein „Couple“, schaffen es aber irgendwie nicht, sich ihre Liebe einzugestehen. Das ändert sich, als das junge Mädchen nach einer seltsam endenden Bootspartie heraus findet, dass sie und ihr Freund sich einen Fluch eingefangen haben und nur wahre Gefühle diesen brechen können. Als dann auch noch die Göttin Benten auftaucht, steht sie vor einer wahrhaft unlösbaren Aufgabe, denn nun geht es nicht länger nur um sie und Takumi.

In „Das Hatsuki-Triangle“ hat das gleichnamige junge Mädchen schitzophrene Züge, denn immer wenn sie nur einen Kendo-Stab sieht, wird sie wild und möchte kämpfen, und das nicht einmal schlecht. Nur Kenchi, der mit der Holzwaffe ebenfalls nicht ganz unbegabt ist, will herausfinden, was los ist.

Weil sie von „Erscheinungen“ dazu getrieben werden, begehen einige Studenten Selbstmord oder verfallen dem Wahnsinn. Rei ahnt, dass das etwas mit ihr zu tun hat, aber erst als sie um die Liebe zu Haruki kämpfen muss, wird es auch für sie gefährlich.

„Das Blau der 700 Tage“ schließlich erzählt von Oikawa, die ein großformatiges Bild für die Ausstellung in ihrer Schule malen will. Als sie zu versagen droht, weil Kurachi ihr helfen, aber das Mädchen stößt ihn überraschend zurück? Doch was ist der Grund dafür.

 

All diese Geschichten haben eines miteinander gemeinsam. Liebe und Romantik zwischen einem zumeist sehr unschuldigen und oft naiven Mädchen und einem etwas muntereren Jungen stehen im Vordergrund der Handlung, alles andere, auch die phantastischen Elemente, müssen sich dem unterordnen. Das ist allerdings wesentlich glaubwürdiger als bei anderen Mangaka, die in ihrer Fantasie gerne einmal über das Ziel hinaus schießen und zu sehr mit den Gags übertreiben. Selbst bei den Frühwerken von Yuu Watase bleibt das immer noch relativ im Gleichgewicht und ist mit sehr viel Herz und Liebe geschrieben und gezeichnet, so dass man die Naivität der Heldinnen gerne als gegeben hinnimmt.

 

Alles in allem werden jedoch vor allem junge Leserinnen, die selbst gerne schwärmen und von der ersten Liebe träumen am meisten Spaß an den Geschichten haben, aber auch ältere mit einem Hang zu unschuldiger Romantik werden ihren Spaß an den Erzählungen des Bandes haben.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Yuu Watase – Best Selection

Autorin & Künstlerin: Yuu Watase

Aus dem Japanischen von Stefan Hofmeister

Yuu Watase The Best Selection, Japan 2008

Manga-Taschenbuch, 251 Seiten

Egmont Manga & Anime, 09/2009

ISBN-10: 3770470400

ISBN-13: 978-3770470402

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 04.10.2009, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40