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Zooloretto

Rezension von Christoph Weidler

 

Spielziel

Jeder Spieler besitzt einen Zoo. Die Spieler versuchen möglichst viele Besucher in ihren Zoo zu locken, um dafür Besucherpunkte zu erhalten. Dazu müssen sie die passenden Tiere sammeln. Gelingt es einem Spieler sehr viele Tiere für seinen Zoo zu bekommen, lohnt es sich für ihn, den Zoo zu erweitern. Denn sind die Gehege einmal voll, müssen die Tiere in den Stall, und der Spieler verliert Punkte. Kleine Verkaufsstände in der Nähe der Gehege garantieren ein Minimum an Besuchern. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

 

Ausstattung

Schon der erste Blick in die Spielschachtel verspricht ein überaus interessantes Spiel. Die Plättchen sind ebenso wie die Spieltafeln aus dicker Pappe, welche für lange Haltbarkeit sorgt und alle Plättchen und Tafeln sind liebevoll und wunderschön detailliert gestaltet. Die Münzen und die Holzscheibe runden das Ganze zu einem stabilen Spielsystem ab. Somit sorgt "Zooloretto" schon vom Anblick her sogleich für entsprechenden Spielspaß und man möchte schnellstmöglich mit dem Spiel beginnen.

 

Spielregeln

Doch bevor man an das Spiel gehen kann, heißt es erst einmal Spielregeln studieren. Die Spielregeln strecken sich auf fünf Seiten und werden in fünf Sprachen geliefert, dabei sind die Regeln übersichtlich und mit vielen Beispielbildern gut erklärt und einfach und schnell verständlich. Hierzu gibt es neben den direkten Regeln auch noch eine Regelvariante für zwei Spieler, einige Taktiktipps und ein kleines Tierlexikon, welches die einzelnen im Spiel vorkommenden Tiere und ihre Eigenschaften in Natura kurz beschreibt.

 

Spielverlauf

Die Spielvorbereitung ist schnell erledigt, jeder Spieler erhält eine Zootafel, die er offen vor sich auslegt und eine Ausbautafel, mit der er gegen Bezahlung seinen Zoo um ein Tiergehege erweitern kann, welche er verdeckt links neben seiner Zootafel ablegt. Dann erhält jeder Spieler noch zwei Münzen, als Geldbasis um damit später Geldaktionen durchführen zu können.

Je nach Spielerzahl variieren die Tierarten die mitspielen, so werden bei drei Spielern Tier- und Nachwuchsplättchen zweier Tierarten herausgenommen, bei vier Spielern einer Art und bei 5 Spielern keine.

Nun werden die runden Nachwuchsplättchen am Spielfeldrand gelegt, alle quadratischen Plättchen verdeckt hingelegt, gemischt und dann auf mehrere verdeckte Stapel neben dem Spielfeld aufgebaut. Hierbei muss ein Stapel fünfzehn Plättchen enthalten und wird mit der roten Holzscheibe markiert. Dieser Stapel darf nur als letzter Stapel im Spiel genutzt werden und läutet das Ende des Spieles ein.

Wenn die Stapel aufgebaut sind, wird pro Mitspieler ein Transportwagen in die Mitte des Tisches gelegt und das Spiel kann beginnen.

(Alle Regelanpassungen an dem Spiel bei zwei Spielern, kann man den entsprechenden Zusatzregeln für zwei Spieler entnehmen.)

 

Ein Spiel geht über mehrere Runden, in jeder Runde hat der jeweilige Spieler folgende drei mögliche Aktionen:

 

Ein Plättchen auf einem Transportwagen legen

Hier deckt der Spieler das oberste Plättchen eines Stapels seiner Wahl auf und legt es offen in ein freies Fach eines beliebigen Transportwagens. Damit endet sein Zug.

 

oder einen Transportwagen nehmen und aussteigen

Der Spieler nimmt sich einen Transportwagen seiner Wahl mit den darin liegenden Plättchen und legt in vor sich ab. Die Plättchen aus dem Wagen muss er sofort in seinen Zoo legen und steigt somit aus der laufenden Runde aus.

 

 

  • Tierplättchen - Ein Tierplättchen wird auf ein freies Feld in einem Gehege oder in den Stall gelegt
  • Verkaufsstände - Ein Verkaufsstand wird auf einem freien Standplatz gelegt, ist kein freier Standplatz mehr vorhanden, wird das Plättchen in den Stall gelegt.
  • Münzplättchen - Ein Münzplättchen legt der Spieler zu seinen übrigen Münzen.

 

 

oder eine Geldaktion durchführen

Folgende Geldaktionen sind möglich:

 

 

  • Umbau (Versetzen oder Tauschen) - ein Umbau kostet eine Münze und hier gibt es zwei Möglichkeiten, entweder "Versetzen" (der Spieler versetzt ein einzelnes Tierplättchen oder Verkaufsstand im eigenen Zoo) oder "Tauschen" (der Spieler tauscht in seinem eigenen Zoo alle Plättchen einer Tierart aus einem Gehege oder aus dem Stall gegen alle Plättchen einer Tierart aus einem anderem Gehege oder aus dem Stall)
  • Kauf oder Abgabe eines Plättchens - für zwei Münzen kann der Spieler ein Tier von einem Mitspieler kaufen oder ein Tier aus seinem eigenen Stall abgeben. Abgegebene Plättchen werden aus dem Spiel genommen.
  • Den Zoo ausbauen - für drei Münzen kann man die der Zootafel anliegende Ausbautafel umdrehen und erhält so ein Gehege und ein Standplatz für einen Verkaufsstand dazu.

 

 

Hat jeder Spieler einen Transportwagen genommen, endet die Runde. Die leeren Transportwagen werden wieder in die Mitte gelegt und die nächste Runde beginnt.

Wenn ein Spieler das erste Plättchen von dem Stapel mit der roten Holzscheibe aufdeckt, wird die letzte Runde eingeläutet. Wenn jeder Spieler nun ein Transportwagen genommen hat, endet das Spiel und es folgt die Wertung.

 

Wertung:

 

  • In jedem Gehege sind zwei Punktwerte angegeben, für ein volles Gehege erhält der Spieler die Höhere der beiden Punktzahlen
  • Für ein Gehege in dem nur ein Plättchen fehlt, erhält der Spieler die Niedrigere der beiden Punktzahlen
  • Für ein Gehege in dem zwei oder mehr Plättchen fehlen, erhält der Spieler nur dann Punkte, wenn er auf dem zugehörigen Standplatz einen Verkaufsstand hat. Dann bekommt er für jedes Tier im Gehege einen Punkt.
  • Für jeden Typ Verkaufsstand (gibt vier Typen), der auf einem Standplatz steht, gibt es zwei Pluspunkte
  • Für jedem Typ Verkaufsstand der im Stall geht, gibt es zwei Minuspunkte
  • Für jede Tierart im Stall gibt es zwei Minuspunkte

 

 

Der Spieler mit den meisten Punkten hat gewonnen! Bei Gleichstand entscheiden die meisten Münzen.

 

Spielspaß

Ziel des Spieles ist ja möglichst seine Gehege mit Tieren zu bevölkern und möglichst wenig bis gar nichts in seinem Stall zu haben, denn nur was in den Gehegen ist sorgt nachher am Ende bei der Auswertung des Spiels für Pluspunkte und alles was im Stall ist für Minuspunkte! Das ist gar nicht so einfach, denn die Zootafel hat nur drei Gehege aber es gibt insgesamt bei fünf Spielern 8 Tierarten und dann trotzdem die Gehege voll bekommen wird durch die begrenzte Zahl der jeweiligen Tiere einer Tierart (11 Tiere) noch weiter erschwert, zumal in einem Gehege die verschiedenen Tierarten nicht gemischt werden dürfen und der Platz in einem Gehege ist begrenzt.

Also Augen auf welche Tiere die Mitspieler sammeln und geschickt agieren, wenn es heißt Plättchen ziehen und diese in die Transportwagen legen und mitunter ist es auch sinnig Transportwagen zu nehmen die nicht voll besetzt sind, denn nur so lässt sich vermeiden das sich der eigene Stall mit Tieren füllt, welche man nicht mehr in den eigenen Gehegen unterbringen kann.

Ein besonderer Clou sind dabei noch die Plättchen mit dem Tiernachwuchs, denn einige Tiere einer Art sind als männlich und weiblich gekennzeichnet. Hat man ein männliches und ein weibliches Tier in einem Gehege gibt es automatisch Nachwuchs, und ein Nachwuchsplättchen wird in dem entsprechendem Gehege dazugefügt. Ist kein Platz mehr für den Nachwuchs, landet er im Stall und sorgt somit durchaus für Minuspunkte.

Zum Glück gibt es aber Möglichkeiten Geld zu verdienen, einmal dadurch das man Transportwagen nimmt in denen entsprechende Münzplättchen liegen, oder wenn man ein Gehege voll hat. Denn dann erhält der Spieler so viele Münzen Belohnung wie in dem entsprechendem Gehege abgebildet sind. Mit dem Geld kann man dann z.B. Tiere aus dem Stall in das Gehege versetzen oder abgeben und somit den Bestand im Stall verkleinern.

 

Diese Mischung aus liebevollen und wunderbaren Spieldesign, Spielidee, taktischen Spielaktionen und notwendigem glücklichem Händchen bei der Auswahl seiner Tiere und Zooaufbau macht "Zooloretto" zu einem wunderbaren Spielerlebnis für die ganze Familie. Erst war ich ein wenig skeptisch, "na wird es nicht schnell langweilig", war so meine große Sorge, aber das Gegenteil war der Fall - je öfters man es spielt umso interessanter wird es und fasziniert mittlerweile die ganze Familie von jung bis alt.

 

Fazit

"Zooloretto" bietet mit dem Thema Zoo eine äußerst gelungene Spielidee in sehr schöner und gut durchdachter Umsetzung mit leicht verständlichem Regelwerk. Ein Spiel welches immer wieder für einen interessanten und lustigen Spielabend für kleine und große Spieler sorgt.

 

(anklicken zum vergrößern)
 

Eure Meinung:


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Brettspiel:

Zooloretto

von Abacusspiele

Spielerzahl: 2 - 5

Spieldauer: 45 Min

Alter: 8 +

EAN: B000R3G914

Erhältlich bei: Amazon

 

Spielinhalt:

 

  • 112 quadratische Plättchen, davon: 88 Tierplättchen (je 11 von 8 Tierarten), 12 Verkaufsstände (je 3 in 4 Typen), 12 Münzplättchen
  • 16 runde Nachwuchsplättchen (je 2 von 8 Tierarten)
  • 5 Zootafeln
  • 5 Ausbautafeln
  • 5 Transportwagen
  • 30 Münzen
  • 1 runde Holzscheibe

 

 

 

 


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Erstellt: 20.08.2007, zuletzt aktualisiert: 16.02.2018 17:50