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30 Days of Night von Tim Lebbon

Rezension von Thomas Götz

 

Inhalt

Das verschlafene Städtchen Barrow in den Weiten Alaskas ist die nördlichste Niederlassung der USA. Wie in jedem Jahr bereiten sich die Einwohner gerade auf die lange Dunkelheitsperiode vor - ein Zeitraum in dem sich die Sonne für 30 Tage nicht blicken lässt. Dafür bringt die lange Nacht in diesem Jahr etwas anderes nach Barrow. Aus den öden Eisfeldern fällt ein erbarmungsloser Schrecken über die Stadt und ihre Bewohner her und terrorisiert sie mit Chaos und Tod. Die einzige Hoffnung der vom Bösen geknechteten Stadt ruht jetzt auf den Schultern von Sheriff Oleson und seiner Frau Stella, die den ungleichen Kampf gegen die Brut der Dunkelheit aufnehmen ...

 

Kritik

Das vorliegende Buch zum Kinofilm präsentiert uns die Story einer von Vampiren belagerten Stadt, und, wie es sich vermuten läßt, damit einhergehend auch das zugehörige blutige Gemetzel.

 

Positiv anzumerken ist, das man wenigstens versucht, so etwas wie Charakterentwicklung aufzubauen. Gut zugegeben, eine gescheiterte Ehe die ob der Krise wieder funktioniert ist nicht wirklich neu, aber es ist immerhin ein bisschen was da.

Auch das sich die Menschen auf taktische Finessen stützen, um den Vampiren zu entkommen, mag mitunter zu gefallen.

 

Zieht man diese Sachen allerdings vom Roman ab so bleibt, ausser dem erwähnten Gemetzel, nunmal leider nicht mehr allzu viel übrig.

Da werden die üblichen Klischees bedient (30 Tage Dunkelheit an sich sollte man wohl auch dazu zählen) wie etwa die im Ort festsitzende Frau, die eigentlich gar nicht dableiben wollte aber dableiben muss und so ihre (oben bereits erwähnte) Ehekrise zu bewältigen. Da sind die alles schlachtenden Vampire und die durchdrehenden Menschen, die auch irgendwie reingehören.

Aber da ist auch eine Menge verschenktes Potenzial: Die Vampire sind einfach "nur" böse (und klettern teils rum wie Werwölfe), es gibt im Grunde keinen richtigen Hintergrund für sie. Ihr anführer hätte ebensogut ein No Name sein können, so viel erfährt man über ihn. Keine Spur von Mystizismus oder sonstigen Ausgeklügeltheiten (wie etwa das schwarze Blut und ob und wie man seine Persönlichkeit als Vampir behält). Lediglich die Bemerkung, das man alle tötet, um im Verborgenen zu bleiben, spendet etwas Trost, bietet aber sonst auch nichts weiter.

 

Was bleibt ist ein Mittelmäßiger Roman, den man zwar schön für Unterhaltung zwischendurch lesen kann, der aber keine hohen Ansprüche hat oder erfüllt.

 

 

Fazit:

Im Grunde ein Slash'n'Slay in Reinform, Mittelmaß.

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Eure Meinung:

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Buch:

30 Days of Night

Autor: Tim Lebbon

Panini, 2007

Taschenbuch, 283 Seiten

 

ISBN-10: 3833216417

ISBN-13: 978-3833216411

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 04.10.2007, zuletzt aktualisiert: 14.09.2018 13:51