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A wie Apokalypse: Das große Buch der Katastrophen... und wie Sie ihnen entkommen (oder auch nicht) von Richard Horne

Rezension von Ingo Gatzer


 

Rezension:

Kunst und Religionen beschäftigen sich seit Jahrtausenden mit dem Untergang der Welt und des Menschen oder sogar aller Dinge. Eigentlich ist das Ende allen menschlichen Lebens auf den ersten Blick kein besonders guter Grund Späße zu treiben. Daran stört sich Richard Horne aber nicht. Der Autor, der vor allem durch seine Ratgeberserie „101 Dinge“ bekannt geworden ist, untersucht die Ursachen einer möglichen Apokalypse und gewinnt diesen nicht nur erschreckende, sondern auch komische Seiten ab, Und eigentlich hat er recht: Denn was bleibt dem Einzelnen angesichts Gefahren, die er größtenteils nicht beeinflussen kann, übrig als zu lachen?

 

Richard Hornes Buch ist kein Werk, das man sklavisch von vorne nach hinten lesen muss. Denn auf jeder Doppelseite wird immer eine Katastrophe, die früher oder später die Menschheit heimsuchen könnte, beschrieben. Eine Übersicht bietet das mit der Überschrift „Katastrophenfahrplan“ betitelte Inhaltsverzeichnis, in dem alle Heimsuchungen wie im chemischen Periodensystem der Elemente gruppiert sind. Angesichts dieser charmanten Idee, stört es überhaupt nicht, das die Einteilung nicht immer trennungsscharf ist. Hier kann der Leser die Katastrophe – von A wie alternde Bevölkerung bis Z wie Zyklone – auswählen, die ihn interessiert oder sich übergeordneten Gruppen – wie „höhere Gewalt“ oder „eiskalte Technik“ zuwenden.

 

Die einzelnen Artikel sind nicht nur unterhaltsam, sondern auch kenntnisreich geschrieben. Am überzeugendsten sind die Texte, wenn Richard Horne seinem schwarzen Humor freien Lauf lässt. So wie bei dem Artikel „Der Dritte Weltkrieg“ den so genannten „Großen Krieg“ als Anfang einer Trilogie beschreibt, bei welcher der finale Teil „in den letzten paar Jahrzehnten immer wieder verschoben wurde.“

 

Neben den „üblichen Verdächtigen“ wie Sintflut, Meereserwärmung oder Luftverschmutzung wartet Richard Horne auch mit ungewöhnlichen Katastrophen wie den Zusammenbruch der Kausalität auf. Zu den drohenden Heimsuchungen präsentiert er außerdem Illustrationen unter denen sich Highlights wie etwa der als herkömmlicher Bauantrag gestaltete „Enwurf eines lebenserhaltenden Planeten und seiner Einwohner“.

 

Es sind zwar nicht alle Artikel gleich gut geraten. Bei einigen fällt es Richard Horne schwer, der beschriebenen Katastrophe auch eine komische Seite abzugewinnen. Aber die meisten Texte sind genauso gelungen, wie die Majorität der Illustrationen, die zumeist auf spannenden Grundideen basieren und mit der bildhaften Sprache der Texte gut harmonieren.

 

Fazit:

 

Richard Horne ist mit „A wie Apokalypse: Das große Buch der Katastrophen... und wie Sie ihnen entkommen (oder auch nicht)“ eine sowohl lehrreiche als auch komische Abhandlung gelungen, die Furchtlose zum Schmökern einlädt.

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Eure Meinung:

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Buch:

l: A wie Apokalypse: Das große Buch der Katastrophen... und wie Sie ihnen entkommen (oder auch nicht)

Autor: Richard Horne

Originaltitel: A is for Armageddon

Übersetzer: Hans Kantereit

Eichborn – März 2011 – gebundene Ausgabe

ISBN-10: 3821866160

ISBN-13: 978-3821866161

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 18.09.2011, zuletzt aktualisiert: 10.08.2018 17:00