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Ach, du faules Ei! von Harald Tonollo

Reihe: Die Rottentodds Bd.3

Rezension von Bine Endruteit

 

Polly und ihre Brüder Pampe und Palme wollen unbedingt das zweite Magia-Buch ergattern. Diese Bücher enthalten nämlich Zaubersprüche, doch erst wenn man alle komplett zusammen hat, kann man damit wirklich magische Dinge vollbringen. Dummerweise sind es nicht nur insgesamt drei Bände, die die Geschwister und Pollys Freund Pit finden müssen, sondern es ist auch noch jemand anderer hinter ihnen her. Es ist Debilius' Vater, dem sie die Stirn bieten müssen. Debilius selbst ist auf der Seite der Kinder, denn die Familie Rottentodd hat ihn herzlich bei sich aufgenommen und er muss nicht mehr seinem Vater gehorchen, was dem Faulpelz nur recht sein kann.

 

Die kleine Gruppe weiß, dass Magia-Zwei in der Bibliothek einer Burg zu finden ist und konnte Herr und Frau Rottentdd sogar von einem Campingurlaub in der Nähe überzeugen. Der schwarze, zerbeulte Wohnwagen kommt bei den anderen Campingplatzbewohnern allerdings gar nicht gut an und auch das die Köchin Karla so seltsame Dinge wie Blutegel, Krötenschleim und Maden auf der Speisekarte stehen hat, begeistert sie nicht gerade. Dabei ist das für die Rottentodds völlig normal, bis auf Polly sind sie alle ein bisschen anders und pflegen einen eher morbiden Lebensstil. Die Kinder kümmert allerdings weniger, was andere denken, sie begeben sich lieber zur Führung auf die Burg, um endlich Magia-Zwei zu finden, doch zu ihrem großen Erstaunen hat die Burg gar keine Bibliothek. Sind sie hier wirklich richtig?...

 

Rezension:

"Ach, du faules Ei!" ist bereits der dritte Band der Kinderbuch-Reihe von Harald Tonollo. "Die Rottentodds" richtet an sehr junge Leser, die Spaß am Außergewöhnlichen haben, es gibt aber auch immer wieder kleine Gags, die die Erwachsenen zum Schmunzeln bringen. Die Familie, von der hier erzählt wird, lässt sich sehr gut mit der "Addams Family" vergleichen. Auch hier gibt es eine Tochter, die so wie wir, nämlich normal-menschlich, und damit das schwarze Schaf in der Gemeinschaft ist, während die anderen Familienmitglieder Schwarz mögen, Ungeziefer essen und darin baden und überhaupt komplett gegen die Konventionen leben. Sie selbst halten jedoch alle anderen Menschen für seltsam und eigenwillig, was immer wieder für einige spaßige Momente sorgt.

 

Mit Polly als Protagonistin hat der Leser immer jemanden an seiner Seite, mit dem er sich gut identifizieren kann. Allerdings sorgt ihre Figur auch dafür, dass man die Rottentodds zwar als ungewöhnlich, aber trotzdem ausgesprochen liebenswert wahrnimmt, schließlich ist es ihre Familie. Dazu kommt der ruhige Pit, Pollys menschlicher bester Freund.

 

Gerade im Gegensatz zum zweiten Band, in dem es um eine waschechte Entführung (des kleinen Hundes Hannibal) ging, ist dieser hier allerdings nicht ganz so schwungvoll, auch wenn es durchaus Spaß macht, ihn zu lesen. Ein kleines Highlight, dass sich nebenbei abspielt und an dem Erwachsene "Mitleser" fast mehr Freude haben können, als die junge Leserschaft, ist die Schwärmerei des Campingplatzwartes für die Köchin Karla. Der Campingplatz ist als neue Umgebung für die Geschichte durchaus gelungen, da die Familie sich hier von allerlei „Spießern“ umgeben sieht. Im Mittelpunkt stehen aber klar die Jagd nach dem Buch und diverse Verfolgungen.

 

Fazit:

Die Geschichte macht Spaß und man kann als junger Leser mit raten, wo das gesuchte Buch sich befinden könnte. Die gelungenen Illustrationen von Carls Miller lassen letztendlich ein geniales Kopfkino mit den skurril-liebeswerten Charakteren entstehen. „Die Rottentodds“ ist genau das richtige für den seichten Kinder-Grusel mit jeder Menge spaßiger Unterhaltung.

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Buch:

Ach, du faules Ei!

Reihe: Die Rottentodds Band 3

Autor: Harald Tonollo

Illustrator: Carla Miller

Coppenrath, Januar 2010

gebunden, 118 Seiten

 

ISBN-10: 381579868X

ISBN-13: 978-3815798683

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 23.03.2010, zuletzt aktualisiert: 13.08.2019 20:21