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Age of Conan 1: Belit – Die Königin der Schwarzen Küste

Rezension von Christel Scheja

 

Nachdem Robert E. Howards Held Conan eine ganze Zeit mehr oder weniger ein Schattendasein führte, kehrt der Cimmerier nun mit überraschender Präsenz zurück und soll nun auch zu einem Teil des Marvel-Superheldenkomos werden, als Teil der »Savage Avengers«. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich die Macher auch anderer Figuren aus dem Hyborischen Zeitalter annehmen und in »Age of Conan« neue Geschichten um diese erzählen. Den Anfang macht Belit – Die Königin der Schwarzen Küste.

 

Lange bevor Conan ihr begegnet ist Belit noch ein wildes Mädchen, das in der Stadt Asgalun aufwächst, als Tochter des berüchtigten Piratenkapitäns und »Königs« Athrahasis aufwächst und davon träumt, ihm nachzufolgen und mit einer Flotte Seeungeheuern und verlorenen Schätzen nachzujagen.

Das Ziel scheint jedoch ferner denn je zu sein, als Athrahasis durch Verrat fällt. Aber Belit gibt nicht auf. Wild und kampfbereit macht sie sich daran, die Anerkennung der Männer zu erkämpfen, die sie nicht länger nur ein nettes Anhängsel sehen sollen, sondern als Anführerin anerkennen. Das ist aber ein langer Weg, der nicht nur mit viel Blut verbunden ist, sondern auch einiges von dem jungen Mädchen verlangt – unter anderem gegen ihren eigenen Fluch anzukämpfen.

 

Es ist interessant, dass man diese Geschichten in die Hand einer Autorin und Hauptzeichnerin gibt, die beteiligten Männer tuschen gerade einmal oder färben die Zeichnungen ein. In der Hinsicht fällt die Erzählung auch einen Hauch anders aus als erwartet, Belit ist gerade in dieser Ursprungsgeschichte nicht die exotische Sexbombe, sondern ein junges Mädchen, das um Anerkennung in einer Männerwelt kämpft und zugleich auch mit einem dunklen Schatten leben muss, der über ihr liegt.

Das macht ihr Handeln zwar um einiges verständlicher, sie aber nicht unbedingt sympathischer. Wie in Howards Darstellung hat sie ihre Ecken und Kanten, verfolgt wie besessen und ohne Rücksicht auf Verluste ihre Pläne und geht dabei durchaus über Leichen. Auch lässt sie sich kaum einen guten Rat geben. Sie ist ohne Frage stark, aber auf gewisse Weise auch herzlos – ein Kind ihrer Welt – die genau so wie Conan nur mit Skrupellosigkeit zur Größe gelangen kann.

Die Geschichte selbst ist schnörkellos und zielstrebig erzählt, fängt die Atmosphäre von Conans Welt gut ein und bleibt durch ein paar kleine Wendungen immer kurzweilig, so dass man von Anfang bis Ende mit dabei ist. Die Künstler haben genau die richtige Länge gewählt, um die Handlung durchzuziehen, so dass es keine Längen gibt.

 

Fazit:

»Age of Conan: Belit – Die Königin der Schwarzen Küste« ist actionreich und spannend erzählt, die interessante Vorgeschichte einer jungen Frau, die in Conan einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Die Erzählung ihrer Vorgeschichte mag vielleicht nicht all zu sehr in die Tiefe gehen ist aber kurzweilige Unterhaltung mit nachvollziehbaren Entwicklungen.

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Eure Meinung:

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Comic:

Age of Conan 1: Belit – Die Königin der Schwarzen Küste

Original: Age of Conan: Belit #1-5 USA, 2019

Autorin: Tini Howard

Zeichnungen und Farben: Kate Niemczyk, Andre DeVito, Scott Hanna und Jason Keith

Übersetzung: Bernd Kronsbein

Panini Comics, 10/2019

Vollfarbige Graphic Novel, 112 Seiten

 

ISBN-10: 3741613800

ISBN-13: 978-3741613807

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 30.10.2019, zuletzt aktualisiert: 10.12.2019 18:33