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Am Abgrund von Jeffrey Lang u. David Weddle

Reihe: Star Trek - Deep Space Nine 8.03

Rezension von Thomas Götz

 

 

Inhalt:

Sie sind die selbsternannten Wächter der Föderation: Sektion 31. Im Verborgenen agierend und ohne jede Moral, sind sie niemandem Rechenschaft schuldig. Der rätselhafte Geheimbund der Sternenflotte ist dazu entschlossen, die Föderation um jeden Preis zu beschützen. Wenige Tage nach den erschreckenden Ereignissen von Offenbarung, steht Dr. Julian Bashir seinem schlimmsten Albtraum gegenüber: Sektion 31 wirbt ihn an, gegen einen der ihren vorzugehen. Doch der Abtrünnige ist kein gewöhnlicher Agent. Wie Bashir ist Dr. Ethan Locken ein genetisch aufgewerteter Mensch, körperlich und geistig überlegen. Und er träumt davon, die Galaxis nach seinen eigenen Vorstellungen umzugestalten. Dazu will er ein neues menschliches Imperium schaffen, ganz nach dem Vorbild des berüchtigten Khan Noonien Singh ...

 

Kritik:

Der dritte Band der DS9-Relaunch-Reihe ist eigentlich kein Unbekannter, denn er erschien bereits 2002 auf deutsch bei Heyne (im Zuge der damaligen Sektion 31-Reihe). Statt diesen bereits erschienenen Roman zu überspringen, erscheint er nun bei Cross Cult in einer Neuübersetzung (und dank der kleineren Schrift nur mehr auf etwa 280 Seiten statt der 313 bei Heyne). Da die Erstübersetzung leider irgendwo im Hinteren Schrankwinkel steckt, kann ich keine direkten Vergleiche ziehen, sie scheint aber im Großen und Ganzen genauso ok zu sein, wie weiland die Erstveröffentlichung.

 

Die Story des vorliegenden Bandes ist dabei mitunter nicht gerade neu: Ein irrer Wissenschaftler, der eine Geheimarmee züchtet, in dem er wild mit Genen spielt und die DS9-Crew muss ihn, nach einem Tipp der Sektion 31, aufhalten. Das der verrückte Locken dabei ein ebenso genetisch aufgebesserter Mensch wie Julian ist, ist eher Nebensache, ebenso wie die Titelgebende Sektion 31, denn wie bereits bei Erscheinen der eingangs erwähnten Sektion 31-Reihe so weist auch dieser Band den bereits damals beschriebenen Makel auf: die Titelgebende Sektion 31 tritt nämlich nur am Rande auf und man könnte sie schon fast als Stichwortgeber bezeichnen. Genausogut hätte der Auftrag aber auch von der Flotte kommen können.

 

Aber, und das ist immerhin ein Pluspunkt, wie in jedem guten Star Trek-Roman (oder besser: in jeder guten Star Trek-Folge) ist die Action ja nur schmückendes Beiwerk. Und wer die beiden Vorgänger gelesen hat weiss, das es da noch einiges aufzuarbeiten gilt. Und so ist es dann natürlich auch auf dem Weg zur Basis des bösen Wissenschaftlers. So dürfen sich Ro und Taran'atar auseinandersetzen, ebenso wie Ezri und Julian, bei denen es in der Beziehung ja schön kriselte. Dies ist ganz gut umgesetzt und tatsächlich kann man sehen, das sich die Charaktere näherkommen. Quasi nebenbei wird natürlich auch noch einem unterdrückten Volk geholfen - auch hier kann man sich fragen, ob das unbedingt nötig gewesen wäre.

 

Am Ende steht natürlich noch ein Schlußkampf gegen Locken mit dem ebenso Trek-typischen Versuch, ihn vielleicht doch noch zu bekehren, inklusive Amoklaufender Jem'Hadar und allem, was dazu gehört. Leider ist natürlich auch dieser Ausgang doch etwas vorhersehbar.

 

Fazit:

Storymäßig hätte man einiges mehr herausholen können, vor allem mit der Titelgebenden Sektion 31, rein charakterlich gibt es aber schöne Weiterentwicklungen. Der Roman ist also kein unbedingtes Must-have (vor allem nicht, wenn man schon die Erstausgabe von Heyne hat), trotz des "Bonusartikels" über genetische Manipulation, aber für ein paar "ruhige" Charakterszenen zwischendurch ist er auf jedenfall gut geeignet.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Am Abgrund

Reihe: Star Trek – Deep Space Nine 8.03

Autoren: Jeffrey Lang und David Weddle

Cross Cult, 3. Mai 2010

 

ISBN-10: 3941248537

ISBN-13: 978-3941248533

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 05.10.2010, zuletzt aktualisiert: 10.01.2019 15:22