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Angriff aus dem Netz von Brian Falkner

Rezension von Bine Endruteit

 

 

Diese Zukunft ist gar nicht so weit von unserer entfernt. Aber doch so weit, dass man froh sein kann, dass das, was Sam passiert, nicht auch einem selbst passieren könnte. Noch nicht.

 

Inhalt:

Sam ist einer der besten Hacker der Welt. Wenn er möchte, hat er Zugang zu jedem Computer, auch wenn es noch so unmöglich scheint, ihn über das Datennetz zu erreichen. Welche Macht er wirklich hat, wird klar, als er die größte Telekommunikationsfirma Amerikas "Telecomerica" hackt. Und das nur, um sich und seinem besten Freund ein neues Notebook und je eins der ultramodernen Neuro-Headsets zu besorgen. Der Coup gelingt ihm, allerdings ist das gesamte Netz Amerika und ein Großteil der restlichen Welt für mehrere Tage nicht mehr online.

 

Nach dieser Aktion und dem Erhalt der neuen Ware, ist die Angst des erwischt werdens jedoch schnell vorbei und Sam probiert nicht nur sein neues Headset aus, mit dem er direkt über seine Gedanken einen Computer steuern kann, sondern er geht auch zu einer Hacker-Con. Es stellt sich allerdings heraus, dass das nicht die echte Con ist, sondern dass er sich dafür im Internet in eine bestimmte Zone hacken muss. Nämlich mitten ins Weiße Haus. Was zuerst völlig unmöglich scheint, ist für Sam jedoch kein echtes Problem. Dieser Hack bringt ihn jedoch ins Gefängnis und er sieht sich vor die Entscheidung gestellt, ob er fliehen und ein Lebens als Flüchtling leben will oder weiterhin hinter Gittern sein Leben fristen will. Das Ausbrechen an sich stellt natürlich kein echtes Problem dar, wenn man ein so guter Hacker ist wie Sam... Doch diese Entscheidung soll sein ganzes Leben verändern, denn er lernt Dinge kennen, von denen er bisher nicht einmal ahnte, dass es sie gibt.

 

Rezension:

Der Roman "Angriff aus dem Netz – Der nächste Krieg beginnt im Cyberspace" beginnt als Cyberkrimi, wird nach und nach aber immer Action-lastiger. Der Autor Brian Falkner hat hier eine Zukunftsvision entworfen, die nah an unserer eigenen Welt ist, aber eben doch etwas anders. Las Vegas wurde von einer riesigen Atomexplosion ins Schutt und Asche gelegt und seit kurzem können die Menschen über die so genannten Neuro-Headsets mit ihrem Gehirn Computer steuern und Daten empfangen. Doch was passiert, wenn Millionen von Individuen virtuell miteinander verknüpft sind? Das ist die Hauptfrage, der Falkner hier auf den Grund geht. Dabei ist ein rein fiktiver Roman entstanden, dem man trotzdem an manchen Stellen kaum glauben kann, dass er lediglich der Fantasie entsprungen ist.

 

Auch wenn Brian Falker intensiv über die Hacker-Szene schreibt und dabei stellenweise sogar beschreibt, wie Sam vorgeht, bleibt alles doch immer weit genug im Verborgenen. Spezielle Computerbegriffe werden nicht übermäßig oft benutzt oder erklärt. Während der Angriffe oder wenn etwas besonders interessanten an den Computer passiert, wird das Geschehen mit Bildern umschrieben. So werden Viren als Monster dargestellt, die angreifen, zubeißen, sich durch etwas hindurch fressen. Man muss also kein Experte sein, um zu verstehen, was passiert und obendrein gewinnt der Roman durch diese farbigen Bilder, die er im Kopf heraufbeschwört, zusätzlich an Spannung.

 

Fazit:

Der Roman gewinnt quasi mit jeder Seite an Geschwindigkeit. Beginnt er noch in gemäßigtem Tempo, so dauert es nicht lange, bis er auf Höchstgeschwindigkeit läuft. Ständig passiert irgendetwas, man kommt als Leser kaum zu Atem und verschlingt fieberhaft eine Seite nach der anderen. Immer wieder passiert noch irgendetwas, womit man nicht gerechnet hätte. Etwas schwach ist leider die Auflösung des großen Problems ganz am Ende des Buches. Hier hätte man sich doch eine etwas plausiblere und vor allen Dingen spektakuläre Erklärung gewünscht. Das ändert jedoch nichts daran, dass einen der Roman von der ersten Seite an zu fesseln weiß. Wer von Computer fasziniert ist oder sich Gedenken darüber macht, wie sich unsere Technik entwickeln könnte und was für Folgen haben wird, und mit diesen Themen dann rasant gut unterhalten werden will, muss hier einfach zugreifen.

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Buch:

Angriff aus dem Netz

Autor: Brian Falkner

Original: Brainjack, 2009

Übersetzerin: Karlheinz Dürr

Taschenbuch, 417 Seiten

Deutscher Taschenbuch Verlag, 1. Dezember 2010

empfohlenes Alter: ab14

Cover: Dirk Steinhöfel

 

ISBN-13: 978-3423248419

ASIN: 3423248416

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-Edition: ASIN: B004UFTY1M

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 14.01.2011, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 10:59