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Arcanum: Im Zeichen des Kreuzes von Chris Kuzneski

Rezension von Martin Hammerschmidt

 

Die Kirche ist immer noch ein faszinierendes Mysterium. Deshalb werden die Romane über sie wohl nie ein Ende finden. „Sakrileg“ von Dan Brown ist dabei wohl das berühmteste Verschwörungsbuch, während viele andere Bücher zum selben Thema fast unerwähnt in seinem Schatten stehen. Chris Kuzneski hat mit seinem Roman „Arcanum“ ein weiteres Buch zum Thema „Kirchenverschwörung“ geschrieben. Auch diesmal steht Jesus im Blickpunkt, denn angeblich soll seine Kreuzigung eine Täuschung gewesen sein, die vom Kaiser Tiberius selbst inszeniert worden sein soll.

 

 

Nick Dial steht vor einem großen Rätsel. Der führende Interpoloffizier wird zu einem Tatort nach Dänemark gerufen. Ein Mann wurde an ein Kreuz genagelt und seine Hinrichtung weißt viele Parallelen mit der Christi auf. Das Schriftzeichen, „Im Namen des Vater“, lässt darauf schließen, dass die Täter mit ihrem grausamen Werk noch nicht fertig sind, denn der Satz besteht noch aus drei anderen Wortteilen. Kurze Zeit später wird die Vermutung dann Realität!

Währenddessen werden Jonathan Payne und sein Kumpane Jones von einem mysteriösen Mann aus einem Gefängnis in Spanien befreit. Ihr Auftrag lautet das Archäologenpaar Dr. Charles Boyd und Maria Pelati zu finden. Diese befinden sich derzeit in Orvieto, 100 Km nordwestlich von Rom und drohen auf eine Entdeckung zu stoßen, welche die Grundfesten der Kirche erschüttern würden. Nach einer Hetzjagd durch Rom und der Übergabe der Archäologen an ihre Auftraggeber, erwartet Payne und Jones eine böse Überraschung. Bei der Übergabe versucht man sowohl sie, als auch Boyd und Maria zu töten. Gemeinsam können sie jedoch entkommen und machen sich nun auf die Suche, nach dem Drahtzieher des Attentats. Darüber hinaus versuchen die vier dem Geheimnis einer rätselhaften Schriftrolle auf die Spur zu kommen, welche Boyd in den Katakomben Orvietos gefunden hat. Dafür muss sich die Gruppe jedoch den Schergen eines ranghohen vatikanischen Geistlichen widersetzen, der mit allen Mitteln versucht, das Geheimnis der Kirche zu bewahren.

Eine Reise durch das südliche Europa beginnt, bei der die Verfolgten alle Tricks einsetzen müssen, um mit heiler Haut davon zu kommen. Denn die katholische Kirche hat ihre Klauen überall und wartet nur auf Fehler. Als Payne, Jones, Boyd, Maria und der Direktor einer hochangesehenen Bibliothek kurz vor dem Durchbruch stehen, befinden sie sich kurz vor einer Katastrophe. Sie haben nämlich einen Fehler gemacht.

Und dieser kann tödlich enden!

 

 

Chris Kuzneski hat mit seinem neuen Thriller „Arcanum“ ein brisantes und spannendes Buch geschrieben, welches sich vor vielen anderen Kirchenthrillern nicht zu verstecken braucht. Die Handlung ist wohl durchdacht, bietet Raum für eventuelle Spekulationen und ist mit einer guten Portion Spannung bestückt. Wie er selbst auch am Ende des Buches verrät, ist der Grad zwischen Fiktion und Realität so sehr verschwommen, dass der Leser nicht erkennen kann, an welcher Stelle nun die Geschichte tatsächlichen Fakten entspricht und wann nicht.

 

Gleich zu Beginn geht die Handlung mit dem Mord an einem unschuldigen Opfer los und fesselt das Interesse des Lesers. Anschließend startet Nick Dial mit seinen Ermittlungen, währenddessen der zweite Handlungsstrang mit Payne und Jones seinen Lauf nimmt.

Beide Handlungsstränge laufen jedoch parallel zueinander und der Leser wird sich während des Lesens fragen, wie beide geschickt zusammengeknüpft werden. Diese Antwort bleibet Kuzneski leider schuldig, denn sie werden nicht zusammengefügt, sondern bleiben einzeln für sich stehen. Trotzdem bleibet das gute Gesamtbild erhalten und kann überzeugen.

 

 

 

Es bleibt also festzuhalten, dass hier ein rasanter Thriller vorliegt, der Freunde von Kirchenromanen auf jeden Fall fesseln und eventuell auch erneut zum genauren Untersuchen der im Buch verfassten Theorien veranlassen wird. So wird zum Beispiel auf die Bilder der Kreuzigung hingewiesen, auf denen sich die eine oder andere Ungereimtheit befindet. Bestimmt wird man beim nächsten Kirchgang einen Umweg zu den Kreuzigungsporträts machen und diese sich genauer anschauen.

 

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Arcanum: Im Zeichen des Kreuzes

Autor: Chris Kuzneski

Broschiert: 522 Seiten

Verlag: Droemer/Knaur; Auflage: 1 (1. Oktober 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3426635283

ISBN-13: 978-3426635285

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 13.01.2009, zuletzt aktualisiert: 14.09.2018 13:51