Verdammt, die Zombies kommen (1985)
 
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Verdammt, die Zombies kommen (1985)

Kurzkritik von Oliver Kotowski

 

Frank (James Karen) arbeitet seinen Neffen Freddy (Thom Mathews) als Lagerarbeiter bei einem medizinischen Versandhaus ein. Der Boss Burt (Clu Gulager) verabschiedet sich und empfiehlt den beiden, nicht mehr allzu lange zu machen. Im Lager befinden sich allerlei makabre Waren: halbierte plastinierte Hundekadaver für Tierärzte, Skelette für Mediziner und frische Leichen für ballistische Tests der Armee. Freddy fragt Frank nach dem gruseligsten Stück, das er je gesehen habe – Frank macht ein großes Gewese: Also, man habe da einen Irrläufer der Army erhalten – einen eingemachten Zombie! Man geht in den Keller, um den Schocker zu bestaunen und die Wertarbeit der Army zu loben, und da ereignet sich ein Missgeschick: Das Zombiegas entweicht und belebt die Leichen im Lager. Unterdessen ist Freddys Freundin Tina (Beverly Randolph) zusammen mit Suicide (Mark Venturini), Spider (Miguel A. Núñez Jr.) und dem Rest der Punk-Clique auf dem Weg zu Freddy. Da man Freddys Boss nicht verschrecken will, wartet man bis zum Feierabend. Bis dahin kann man ja etwas Party auf dem Friedhof machen. Frank und Freddy haben mittlerweile Burt gerufen. Nachdem es nicht gelingt, den Zombie zu töten, beschließt man, Ernie Kaltenbrunner (Don Calfa), den Betreiber des benachbarten Krematoriums, um einen großen Gefallen zu bitten.

Dan O’Bannon hat eine der stilbildenden Zombiekomödien abgedreht. Er setzt entsprechend einerseits auf Humor und andererseits auf Action- und seltener Splatterszenen. Der Humor speist sich in erster Linie aus den skurrilen Figuren: Frank sieht zwar wie ein Spießer aus, ist aber genauso ein kindischer Spinner wie sein Neffe Freddy. Punk Suicide ist beleidigt, weil keiner aus der Clique ihn ernst nimmt – er hat echt was zu sagen! – und eigentlich nur herumkutschiert werden will. Ernie Kaltenbrunner schließlich hört Nazilieder, ist etwas paranoid und auch sonst leicht bizarr. Dazu kommen besonders zu Beginn noch einige eigenwillige Lösungsansätze – darauf, die Army zu rufen, die immerhin mit dem Zeug vertraut ist, kommt man erst ganz zum Schluss. Außerdem gibt es ein bisschen vom Splatterhumor und makabre Sprüche; nachdem die Zombies zwei Sanitäter gefressen haben, fordert einer der Toten via Funk mehr Sanitäter an. Die Action hält sich zunächst in Grenzen, doch je mehr Zombies aus den Gräbern kriechen, desto heftiger werden ihre Attacken – die Action ähnelt Night of the Living Dead: In beiden Filmen geht es um eine zusammengewürfelte Gruppe, die ein abgelegenes Haus gegen eine Zombiehorde verteidigen muss. Im Großen und Ganzen hat der Film sich recht gut gehalten; sieht man vom Gebaren der Punks ab, die reichlich albern wirken, sind die Figuren immer noch ordentlich gezeichnet und auch die Splatterszenen haben nur wenig an Wirkung eingebüßt. Der Plot weist ein paar Schwächen auf, bei denen es sich zumeist um selbstzweckhafte Szenen handelt. Außerdem gibt es die Screamqueen Linnea Quigley nackt zu sehen – die (männlichen) Teenager wird es damals gefreut haben. Alles in allem ist der Film ein Meilenstein des Genres und man kann ihn auch heute durchaus noch ansehen.

 

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Film:

Verdammt, die Zombies kommen

Original: Return of the Living Dead

Produktion: USA 1985

Regisseur: Dan O'Bannon

Spieldauer: 86 min

 

Darstellerauswahl:

Clu Gulager

James Karen

Don Calfa

Thom Mathews

Beverly Randolph

John Philbin


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Erstellt: 22.10.2010, zuletzt aktualisiert: 24.02.2015 00:09, 11114