Asterix und die Wikinger – der Comic zum Film
 
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Asterix und die Wikinger

Das Buch zum Film

Rezension von Christian Endres

 

Am 11. Mai kommt Asterix und die Wikinger endlich in die Kinos. Die umfangreiche Asterix-Fangemeinde steht schon seit Monaten nervös in den Startlöchern und harrt angespannt der Dinge, die da kommen mögen. Wer es nun aber gar nicht mehr aushält und nicht mehr bis zum Anlaufen des Films warten möchte oder kann, der hat nun die Möglichkeit, mit dem schön aufgemachten Comic zum Film Handlung und Schlüsselszenen des Movies vorab zu bestaunen ...

 

Grautvornix, Neffe von Majestix, ist auf Besuch in unserem gallischen Lieblingsdorf an der friedlichen Küste – nicht ganz freiwillig, wohlgemerkt, aber sein Vater möchte, dass der verweichlichte Sprössling endlich zum Mann wird. Asterix und Obelix werden kurzerhand zur Ausbildung des ängstlichen Besuchers aus der Großstadt auserkoren, doch findet man keinen gemeinsamen Nenner, und so hat das provinzielle gallische Dorf erstmals so etwas wie einen echten Generationskonflikt. Es geht schließlich drunter und drüber, als die Wikinger, welche nach Gallien gesegelt sind, um die Angst kennen zu lernen, an der Küste landen und in Grautvornix den Meister der Angst zu erkennen glauben – und ihn entführen und mit in den Norden nehmen. Bevor Grautvornix’ Vater es spitz kriegt, muss der ängstliche Junge wieder in die Heimat geholt werden. Ein Job für Asterix und Obelix und kein Problem für das gestandene Duo, könnte man meinen, doch gibt es da ja noch den Seher der Nordmänner, der seinen Sohn unbedingt mit der Häuptlingstochter vermählen möchte – just jener Tochter, in die sich Grautvornix verliebt hat …

 

Der neue Asterix-Zeichentrickfilm basiert auf dem äußerst gelungenen Comic Asterix und die Wikinger von René Goscinny und Albert Uderzo, einem der besten Asterix-Comics überhaupt, das vor Witz und Charme nur so sprüht. Diese witzige, sehr gut inszenierte Geschichte wurde zum Film hin um ein paar Kapitel erweitert, so dass Asterix und Obelix nun unter anderem eben in den Norden reisen und die Wikinger in deren eisigem Zuhause hoch droben im Norden der Welt besuchen, um Grautvornix vor den Herrn der Drachenschiffe zu rette. Dieser Abstecher wiederum ist aber nicht ganz neu – Erinnerungen an Die große Überfahrt werden wach. Auch gibt es eine Lovestory, die überhaupt noch nicht in einem der Comics enthalten war, ebenso wie ein paar weitere Figuren, Szenen und Begebenheiten, die eigens für den Film in die Handlung integriert worden sind. Der Comic zum Film, der genaugenommen ein Graphic Novel mit Standbildern und zusammenmontierten Szenen aus dem späteren Film ist, macht definitiv Lust auf mehr, zumal schon jetzt absehbar ist, dass das Artwork des Films sich auf einem sehr hohen Niveau bewegt und sich von dem der ersten Trickfilme unterscheidet und – auch im Vergleich zu Asterix in Amerika nochmals weiterentwickelt hat.

 

Die Bilder sind gut ausgewählt und zeigen wichtige Szenen des Films, was gleichzeitig aber auch der größte Nachteil des Comics sein könnte, wenn man sich denn die Spannung erhalten möchte. Der Text neben den einzelnen Ausschnitten trifft ständig genau den richtigen Ton – hier hat man durchgängig sehr gute Arbeit geleistet und unterstützt die durch die Filmausschnitte vorangetriebene Handlung mit einer Sprache, die auch zu den Abenteuern von Asterix passt.

 

Als kleiner Bonus – und weiteren Anheizer auf den Film – gibt es im Anschluss an die eigentliche Geschichte noch ein paar Seiten mit Skizzen zum Film, die vor allem durch die Korrekturen von Altmeister Albert Uderzo zu etwas Besonderem werden, jedoch nicht den versprochenen großen Einblick in die Produktion des Films bieten.

 

Die Aufmachung des Bandes besticht durch die gewohnte Ehapa-Qualität und reiht sich nahtlos in die vorhandene Asterix-Reihe im Hardcover ein, wobei man bei der Gestaltung des Innenteils besonders viel Sorgfalt hat walten lassen. Jede Seite ist für sich sehr schön gelayoutet, die einzelnen Szenen aus dem Film stimmig angeordnet und verteilt und mit viel Drumherum in den Band integriert – so macht eine Filmadaption Spaß! Dass sich das Hardcover dann auch noch durch ein farblich sehr schönes Cover hervortut, ist die Krönung eines exzellent erfüllten gestalterischen Grundauftrags.

 

Fazit: Jeder muss für sich entscheiden, ob er den Band, der sicherlich ein wenig außerhalb der Asterix-Kontinuität steht, in seine Sammlung aufnehmen möchte oder nicht. Aufmachung, Bilder, Gestaltung und nicht zuletzt die Skizzengallerie am Ende des Bandes sprechen jedoch dafür, dem Band eine Chance zu geben, wenngleich die Lektüre, insofern man sich die Spannung im eigentlichen Film bald nicht verderben möchte, vielleicht warten sollte, bis man den Kino-Besuch hinter sich hat ...

 

Ältere Kommentare:

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240222044952dee9a9ef
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Comic:

Asterix und die Wikinger

Das Buch zum Film

Verlag: Ehapa

Format: Hardcover

Sprache: Deutsch

ISBN-Code: 3770429931

Anzahl Seiten: 64

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 28.04.2006, zuletzt aktualisiert: 31.12.2023 11:30, 2137