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Aufgehende Sonne von Dirk van den Boom

Reihe: Kaiserkrieger Band 7

 

Rezension von Christel Scheja

 

Die Geschichte um die 1500 Jahre in der Vergangenheit gestrandeten Mannschaftsmitglieder des kaiserlichen deutschen Kreuzers „Saarbrücken“ ist zu Ende erzählt. Aber schon damals wurde angedeutet, dass sie nicht die einzigen waren, die es durch die Zeit gerissen hat. „Aufgehende Sonne“ wendet sich nun einem anderen Schauplatz und neuen Helden zu, die sich ebenfalls „Kaiserkrieger“ nennen können.

 

Das „U-Boot Nummer 8“ ist der Stolz der kaiserlich japanischen Marine und eines der ersten unterwassertauglichen Schiffe, das ganz im Land der aufgehenden Sonne erbaut und entwickelt wurde. So nimmt an der Jungfernfahrt auch ein Mitglied des Kaiserhauses teil, Isamu, der jüngere Prinz.

Doch schon kurz nach dem Auslaufen geschieht das Unglück. Das U-Boot gerät außer Kontrolle und beginnt zu sinken, die Besatzung verliert das Bewusstsein. Als Tako Inugami, der Kommandant des Bootes, und seine erster Offizier Aritomo Hara wieder zu sich kommen, finden sie sich auf der Spitze einer Stufenpyramide wieder – weit weg vom Meer und ihrer Heimat.

Um sie herum eine fremde Kultur und Menschen, von denen sie nicht wissen, ob ihnen diese freundlich oder feindlich gesinnt sind. Nach und nach bekommen sie aber heraus, dass sie sich in Mutal, einer der größten Metropolen der Maya-Kultur befinden – in der Blütezeit dieses Volkes.

Da sie nicht wissen, wie weit sie in die Vergangenheit verschlagen worden sind und ob es eine Möglichkeit zur Rückkehr gibt, beschließen sie sich mit dem Volk erst einmal gut zu stellen und sich in dem Reich eine gute Position zu verschaffen. Allerdings gehen die Ansichten, wie man mit dem Maya zusammenleben soll, deutlich auseinander – was vor allem Aritomo zu spüren bekommt, der schon bald Freundschaft mit dem jungen Herrscher schließt.

 

Das Rezept ist das gleiche wie im ersten „Kaiserkrieger“-Zyklus: Die Soldaten eines Kriegsschiffes aus der Zeit um den Ersten Weltkrieg verschlägt es in die ferne Vergangenheit und eine ihnen fremde Kultur, in der sie – nachdem erste Sprachschwierigkeiten überwunden sind – Fuß zu fassen versuchen und dabei auch ihre überlegene Technik ausspielen. Dass die Sache nicht langweilig wird, dafür sorgen die unterschiedlichen Kulturen, mit denen es die Leser diesmal zu tun haben.

Dirk van den Boom hat sauber recherchiert um das entsprechende Ambiente beider Kulturen aufzubauen, ohne jedoch dabei all zu sehr ins Detail zu gehen. Er betont auch im Nachwort deutlich, dass es ihm in erster Linie darum geht, einen unterhaltsamen Roman zu präsentieren – und das ist ihm gelungen. Die Geschichte entwickelt auf mehreren Ebenen Spannung, weil sie immer wieder von einer Partei zur anderen wechselt und deren Sicht der Ereignisse schildert, ein Krieg sorgt für Action und weitere Verwicklungen, in denen sich das Schicksal der Zeitreisenden entscheiden könnte. Zudem lässt das letzte Kapitel auch auf weitere Verwicklungen hoffen, denn interessante Verbindungen werden zum ersten Zyklus geknüpft und man erfährt endlich in welchem zeitlichen Zusammenhang der zweite Teil der Saga zu den Erlebnissen der Deutschen steht.

Die Geschichte mag sich zwar in groben Zügen wiederholen, die Entwicklungen nehmen aber durch die unterschiedlichen Voraussetzungen eine ganz andere Richtung und sorgen so für genug Spannung, die auch altgediente Leser am Ball halten werden. Gerade wenn man unterhaltsame Alternativwelt-Romane mag, wird man angenehm überrascht, denn der Autor lässt sich einiges einfallen und vernachlässigt dabei auch nicht die Atmosphäre des Settings, denn alles passt so zusammen, wie es soll.

 

„Aufgehende Sonne“ schickt eine weitere Schar von Soldaten mit überlegener Technik in die Vergangenheit und lässt ihre Kenntnisse mit einer Hochkultur verschmelzen, doch auch wenn sich manches zu wiederholen scheint, bleibt die Geschichte der neuen „Kaiserkrieger“ - diesmal aus Japan – unberechenbar und spannend.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Aufgehende Sonne

Serie: Kaiserkrieger Band 7

Autor: Dirk van den Boom

Atlantis Verlag, August 2014

Taschenbuch, 284 Seiten

Titelbild: Timo Kümmel

 

ISBN-10: 386402109X

ISBN-13: 978-3864021091

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00MR071Q2

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 16.11.2014, zuletzt aktualisiert: 05.04.2019 10:38