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Auslöschung

Filmkritik von Cronn

 

Es gibt wohl kaum jemanden, der als Filmfan noch ohne einen Netflix-Account zurecht kommt. Einen Teil dazu beigetragen hat die Tatsache, dass Alex Garlands Annihilation – Die Auslöschung zuerst auf die große Leinwand kommen sollte, dann aber von Netflix aufgekauft wurde und nur über den Streamingdienst erschien.

Das hat für große und kontroverse Diskussionen in der Filmwelt gesorgt und nach der mehrmaligen Sichtung des Films kann ich das verstehen. »Auslöschung« hätte die großen Dimensionen des Kinos nötig gehabt, wo mit riesiger Leinwand und 3D-Sound eine bessere Immersion möglich gewesen wäre.

Immerhin gelangen nun auch Filmfans in den Genuss des Streifens, welche keinen Netflix-Account besitzen, denn »Auslöschung« erscheint nun auf DVD und Blu-Ray.

Doch zunächst ein paar Worte zur Handlung.

 

Inhalt:

Vor einigen Jahren hat ein mysteriöses Ereignis stattgefunden, was ein bestimmtes Gebiet an der Küste getroffen hat. Seitdem umgibt eine seltsame Barriere, genannt »Der Schimmer« das Areal X. Und er breitet sich aus! Noch niemand konnte herausfinden, was darin passiert. Niemand ist jemals wieder herausgekommen – bis auf Kane, der Ehemann von Lena.

Lena ist Biologie-Professorin und ehemalige Soldatin. Sie möchte herausfinden, was mit ihrem Mann im Schimmer passiert ist. Gemeinsam mit drei anderen Forscherinnen macht sie sich auf den Weg, den Leuchtturm inmitten des Schimmers zu finden, wo die seltsamen Ereignisse begannen.

 

Kritik:

»Auslöschung«“ ist kein Streifen, den man sich nebenbei anschauen sollte, denn er verlangt alle Aufmerksamkeit vom Zuschauer. Belohnt wird man aber mit einer tiefen Erfahrung, die jenseits der oberflächlichen Mega-Blockbuster stattfindet.

 

Der Film funktioniert als Kommentar auf verschiedenen Ebenen. Er ist eine Parabel über die großen Dinge des Lebens, als das sind »Tod« und »Geburt«. Aber auch das langsame Vergehen und Vergessen, wie bei der Krankheit Alzheimer, wird thematisiert. Darüber hinaus existiert noch der Topos »Umgang mit persönlicher Schuld« und »Umgang mit Verlust«. Wie zu sehen ist, kann »Auslöschung« als multiperspektivische Erfahrung gewertet werden.

Darüberhinaus hat er auch seine optischen Pluspunkte. Gerade im letzten Drittel erschafft Garland wunderbar surreale Bilderlandschaften wie man sie im SF-Film schon lange nicht mehr gesehen hat. Auch die schauspielerischen Leistungen der Damen sind über jeden Zweifel erhaben. Natalie Portman und Jennifer Jason Leigh spielen hervorragend gegensätzliche Parts und ergänzen sich mit den anderen Darstellerinnen perfekt. Auch die Special Effects sind gelungen, wirken nie aufgesetzt und die CGI dominiert an keiner Stelle über die Story und die realen Bilder, so dass ein harmonischer Effekt erzielt wird.

 

Bonusmaterial:

Leider stand nur die DVD-Version zur Verfügung, bei der keinerlei Bonusmaterial beigegeben ist.

 

Fazit:

»Auslöschung« ist ein wunderbar tiefer Film voller Interpretationsansätze, der den Zuschauer und dessen Intellekt ernst nimmt. Schon mit Ex Machina hat Alex Garland bewiesen, dass er zu den talentiertesten Regisseuren seiner Generation zählt und neben Denis Villeneuve und Christopher Nolan bestehen kann, was Klugheit der Inszenierung und Story anbelangt.

Man darf gespannt sein, was von diesem außergewöhnlichen Mann noch so alles gedreht werden wird – und dann hoffentlich auf der großen Leinwand zu sehen sein wird.

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Eure Meinung:

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DVD:

Auslöschung

Regisseur: Alex Garland

Sprache: Polnisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)

Region: Region 2

Umfang: 1 DVD

FSK: 16

Paramount (Universal Pictures), 14. März 2019

Produktionsjahr: 2018

Spieldauer: 110 Minuten

 

ASIN: B07MBBVSRN

 

Erhältlich bei: Amazon

DarstellerInnen:

  • Natalie Portman
  • Gina Rodriguez
  • Tessa Thompson
  • Jennifer Jason Leigh
  • Oscar Isaac
  • Tuva Novotny

Rezension der Buchvorlage:

Eintrag in der PhilmDB:

Auslöschung


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Erstellt: 15.02.2019, zuletzt aktualisiert: 16.08.2019 13:28