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Bartimäus - Das Auge des Golem von Jonathan Stroud

Reihe: Bartimäus Bd.2

Rezension von Christoph Weidler

 

Nathanael ist mittlerweile 14 und die Karriereleiter hochgestiegen. Er arbeitet als John Mandrake als persönlicher Assistent des Leiters im Amt für Innere Sicherheit und seine Aufgabe besteht darin den Widerstand in London auf die Spur zu kommen und zu beseitigen. Eigentlich eine einfache Aufgabe, wenn man bedenkt das der Widerstand allen Anschein nach "nur" aus einer kleinen Gruppe Gewöhnlicher und dann noch wie es scheint hauptsächlich aus Jugendlichen zu bestehen scheint. Doch sie wußten sich in der Vergangenheit immer wieder den Zugriffen durch die Justiz zu entziehen. Als dann noch ein Wesen seine zerstörerischen Bahnen durch London zieht, wird dieses auch mit dem Widerstand in Verbindung gebracht und Nathanael gerät in Mißgunst der Regierung, da ihm bisher nicht gelungen war die Widerstandsgruppe dingfest zu mache. Doch Nathanael vermutet das dieses Wesen einen anderen Ursprung als den Widerstand hat, denn die Muster der Arbeitsweise zwischen den Zerstörungen und den Anschlägen des Widerstands sind einfach zu unterschiedlich, Aber wie es so oft in hohen Regierungen ist, findet er mit seinen Mutmaßungen kein Ohr und wird beauftragt unverzüglich zu handeln. Nathanael bleibt nichts anderes übrig als seinen einstigen Schwur, Bartimäus nie wieder zu beschwören, zu brechen.

 

Und so findet sich der Dämon Bartimäus, zu seinen Entsetzen, auf einmal in dem Bannkreis von Nathanael wieder. Nachdem die ersten "Nettigkeiten" ausgetauscht wurden, und Bartimäus anfängliche Wut ein wenig verflogen ist entschließen sie sich gemeinsam dem Geheimnis des zerstörerischen Wesen auf die Spur zu kommen. Ein Unterfangen, welches Bartimäus fast sein Dasein kostet, denn es stellt sich heraus das es sichbei dem Wesen um eine längst in Vergessenheit geratene Kreatur handelt: Ein Golem. Eigentlich nicht möglich, denn schon seit sehr langen ist das Geheimnis zur Herstellung un Beherrschung eines Golem in Vergessenheit geraten, und so führt die Beiden der Weg nach Prag - der Stadt wo einst die Kunst der Golemerschaffung und -beherrschung erfunden wurde.

 

In der Zwischenzeit bereitet sich die Widerstandsbewegung darauf vor ihren größten Cou zu starten - Kitty und ihre Genossen haben vor das Grabmal des ehrwürdigen Zauberers und Herrschers Gladstone zu plündern. Etwas was bisher niemand gewagt hat, denn große Zauberer wissen ihre letzte Ruhestätte entsprechend zu schützen, aber durch Informationen, welche dem Widerstand in die Hände gespielt wurden, haben sie ein Weg gefunden. Erfolgreich können sie in dem Grabmal einbrechen, aber allen Anschein nach waren die Informationen nicht vollständig, denn die letzte Falle ist der Tod der Gruppe. Einzig Kitty und ein weiteres Mitglied können entkommen, doch dafür haben sie einen wahnsinnigen Dämonen entfesselt der sein Unwesen quer durch London treibt.

 

Als Nathanael und Bartimäus aus Prag zurückkehren, finden sie London im Chaos vor. Ein Golem welcher sein Unwesen in den Straßen der Stadt treibt und verrückter Dämon über den Dächern von London. Man entzieht Nathanael den Auftrag den Widerstand zu bekämpfen und die ersten Verdächtigungen eines Verrates seitens Nathanael tauchen auf. Etwas was er natürlich so nicht akzeptieren kann, und so macht er und Bartimäus sich eigenmächtig auf sowohl den Widerstand, wie auch den Golem und seinen Meister zu erledigen.

 

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Nathanael ist noch etwas arroganter und Bartimäus dafür etwas weniger bissig geworden, wie man sie eigentlich aus dem ersten Teil "Bartimäus - Das Amulett von Samakand" her kennt. Der Autor Jonathan Stroud bringt dafür aber Kitty, welche im ersten Teil nur eine Randfigur bildete, als Protagonistin stärker ins Bild und bietet damit dem Leser eine passende Figur zur persönlichen Identifizierung. So wechseln sich nun aber auch die Sichtweisen kapitelweise, anstatt nur zwischen Nathanael und dem Dämonen Bartimäus wie im ersten Teil, jetzt zwischen Nathanael, Bartimäus und Kitty, ab und bieten einen weiteren Blickwinkel auf das London unter der Herrschaft der Zauberer. Die Story ist wie schon im ersten Teil spannend von der ersten bis zur letzten Seite, bietet dafür aber weniger Überraschungen und schon zur Hälfte ist man als Leser sehr nahe dran den wirklichen Bösewicht und Drahtzieher zwischen den Zeilen zu erkennen. Aber der Autor weiß gekonnt viele kleine Hinweise und lose Enden für den dritten Teil der Trilogie zu legen, welche auf eine sehr vielversprechende Fortsetzung schließen lassen.

Obwohl "Das Auge des Golem" nicht ganz an den ersten Teil "Das Amulett von Samakand" heranreichen kann, ist es denoch eine gelungene zweiter Teil der Trilogie welcher den Leser in seinen Bann zieht. Die Handlung ist spannend, actionreich und dämonisch magisch, Bartimäus schillernd bissig und gut dargeboten wie selten eine Figur in der phantastischen Literatur und es bleibt ein warmer Nachgeschmack, welcher einfach nur mehr nach Nathanael und Bartimäus verlangt. Man darf auf das große Finale in Band 3 gespannt sein denn auch mit Band 2 bleibt Bartimäus weiterhin äußerst empfehlenswert.

 

Eure Meinung:

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FantasyFan01
Sonntag, 09. August 2009 20:59 Uhr
Der zweite Teil enttäuscht nicht wirklich ist aber ein kleiner Schlag für alle Nathanael Fans wie mich. Die Entwicklung, die der Junge durchmacht gefällt zwar dem Leser nicht immer, aber ich finde es entscheidend für das Ende des Dritten Teils.
Auch die Verschwörung, die im Regiment im Gange ist, wird erst so richtig im zweiten Teil thematisiert, nachdem die Sache mit Simon Lovelace nur ein bisschen an der Oberfläche des ganzen gekratzt hat.
Im Ganzen betrachtet bereitet das zweite Buh größtenteils das dritte vor, was allerdings nichts an Spannung oder Action schmälert.

Lunia
Samstag, 24. Mai 2008 15:33 Uhr
Hi =)
Also...lese die Bartimäus-Trilogie nun schon das 2. Mal. Ich wusste, dass ich sie spannend und besonders Bartmäus echt lustig ist und man die nummerierten Zeilen niht mehr missen möchte...und es einer der wenigen Bücher sind, bei denen ich laut mitlachen kann. Allerdings hat mich eins besonders beim ersten Buch gestört...und jetzt beim 2. mal Lesen meine ich zu wissen, was es ist. Denn man konnte sich als Leser mit keiner Person richtig identifizieren... Nathanael verspielt immer mehr seinen zu Anfang noch guten offenen Charakter, an den Bartimäus öfters noch apelliert, und wird wie alle anderen Zauberer...Bartimäus geht da schon etwas besser...da er sich aber an die grausame welt und den umgang in ihr anpassen musste ist auch er schwierig...im 2. band allerdings bekommt man endlich diese sympatie-person auf die ich gewartet habe: Kitti... sie ist zwar auch hartgesotten und musste sich abhärten ...aber sie hat einen guten charakter , der auch Bartimäus gute Seite herauskitzelt ...fange jetzt das dritte buch an bin gespannt , wie sich die charaktere noch entwickeln...besonders nathanaels hoffe doch noch zum Guten... denn im Grunde kann man jedes verhalten der drei nachvollziehen im hinblick auf das ihrerseits Erlebte... ich habe das Ende schon wieder vergessen vom letzten mal lesen...deswegen bin ich echt gespannt wies zu ende geht... Da das Ende ja das ausschlaggebenste ist an einer Geschichte...
LG

allgemeiner
Sonntag, 09. Juli 2006 21:32 Uhr
Das erste buch hat mich wirklich in den Bann geschlagen was ich allerdings vom zweiten nicht behaupten kann,es war auch leicht verwirrend dass natahnael der vorher immer ruhig und auf jeden fall vertrauenswürdig war sich so verändert hat.
Das dritte Buch war wieder lustig und spannend geschreiben.Besonders das Ende hat mir mir Abstand am besten gefallen und vor allem wie sich nathanael entwickelt hat.
insgesamt ist es meiner Ansicht nach sehr schade das Nathanel gestorben und das die Trilogi nicht weiter geschreiben wird!!

Layra
Sonntag, 01. Januar 2006 13:06 Uhr
Diese Trilogie von Jonathan Strout ist wirklich sehr empfehlenswert.
Ich habe bis jetzt schon beide Teile gelesen und war sehr begeistert , sodass ich die Bücher regelrecht verschlungen habe.
Der zweite Teil ist meiner Meinung nach nicht soo gut wie der erste , aber dennoch ein sehr gutes Buch.
Es sind nicht so viele Bartimäusteile enthalten wie in "Das Amulett von Samarkand" , was mir persönlich sehr gefehlt hat.
Dafür ist interesant zu sehen , dass man auch aus der sich einer Gewöhnlichen (Kitty) gute Einblicke in das Zaubererleben bekommt...

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Buch:

Bartimäus - Das Auge des Golem

Autor: Jonathan Stroud

Illustration: David Wyatt

Gebundene Ausgabe

670 Seiten

ISBN: 3-570-12776-1

Verlag: Cbj

erschienen Juni 2005

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 29.07.2005, zuletzt aktualisiert: 03.01.2020 12:37