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Berlin - Im Herzen der großen Stadt

Rezension von Matthias Deigner

 

Das Buch fällt zuerst einmal durch das schöne Äußere auf, das Titelbild ist schön und soll einen auf die Stimmung des Buches hinweisen. Auch das Innenleben glänzt durch tolle Bilder und Illustrationen alles ist wohl geordnet und es zeigt sich wieder einmal eine hervorragende Qualität wie man es sich von einem solchen Buch auch erwünscht!

 

Es ist das Berlin der 20er Jahre, es ist ein politisch aufgeheiztes Leben in der Stadt die Inflation, die Nationalsozialisten und auch die Kommunisten steuern dazu bei. In all diesem politischen Durcheinander wächst die Stadt auch, es blühen zahlreiche Künstler nach Berlin es ist auch eine Blütezeit des Filmes, der Musik und dem Theater. Der Quellenband wird dem Spielleiter all dies näher bringen. Und das erste Kapitel startet auch genau damit. Golden glänzt Berlin zeigt dem Spielleiter wie das Leben in dieser Zeit in dieser Millionenmetropole von Statten geht. Der Kleine Bummel durch Berlin versucht die Stadt einmal auch einem Fremden näher zu bringen. Und da es in den 20ern spielt ist vieles in dieser Stadt doch noch ein wenig anders als es heute ist. Viele wichtige Ortsbeschreibungen zeugen davon, dass hier auch ausgiebige Recherche betrieben wurde. Die Welt der Kunst wird dem Spielleiter auch näher gebracht. So gab es 35 Theater in der Stadt, alle werden hier kurz genannt somit ist es also möglich auch in einem solchen Theater eine wesentliche Station in einem Abenteuer stattfinden zu lassen! Sehr gut fand ich auch den Teil "Von Dingen in der Zeitung" hier werden die Jahre 1920-29 einzeln kurz beschrieben, damit hat man auch einen zeitlichen Überblick.

 

Der Tanzende Faun ist dann ein Abenteuer in dieser Zeit in Berlin. Alles beginnt mit einem Mord, einem Mord ausgeführt von einem Spielercharakter. Zumindest hat es den Anschein als wäre das so! Der Spielercharakter wird sicherlich seine besten Freunde herbeirufen und diese werden dann wohl gemeinsam den Mord auflösen müssen. Hier hat der Spielleiter viele Fäden in der Hand, neben anderen die sich auch für die Ermordete interessiert hatten, gibt es auch den "eigentlichen" Mörder den es zu finden gibt. Zudem die Leiche so zerfetzt ist, dass noch nicht einmal eindeutig klar ist, dass es wirklich die Frau war die der vermeintliche Mörder vermutet! Die Handlung ist recht geradlinig, aber ein Spielleiter kann hier sehr schnell viel Tempo in das Ganze bringen und dann sollten die Spieler schon sehr schnell ins Schwitzen kommen!

 

Jahrhundertsommer ist das zweite Abenteuer im Berlin der 20er dass sich in diesem Buch befindet. Hier werden die Spieler regelrecht in das Szenario gestoßen. Alles beginnt beinahe harmlos, eine junge Frau scheint entführt zu werden, die Charaktere sollen sich nicht einmal sicher sein ob dem so ist, doch dann werden sie schnell feststellen, dass hier ein völlig anderer Plan seinen Lauf genommen hat, ein Plan den sie wirklich verhindern müssen um schlimmeres zu vermeiden. Auch dieses Abenteuer gefällt mir wie das vorgehende wegen seiner teilweise rasanten Geschichte.

 

Beide Szenarien sind sehr gut ausgearbeitet und sollen so ganz nebenbei dieses Buch vervollkommnen, da sie viele wichtige Informationen rund um Berlin enthalten. Die Handouts und Mythostexte sind das Pünktchen auf dem i! Mir gefällt dieses Buch, und da will ich nun nicht voreingenommen sein als Fan des Mythos, aus mehreren Gründen. Zum einen die vielen gut recherchierten Inhalte die gut beschrieben sind und das Berlin der 20er einfach näher bringen. Dann die hervorragende Qualität der Abenteuer und der dazugehörenden Handouts. Nicht unerwähnt sollte der farbige Stadtplan bleiben, der wirklich einzigartig gut gestaltet ist und das Spielen in Berlin zu einem weiteren Erlebnis machen wird!

 

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Berlin - Im Herzen der großen Stadt

ISBN: 3-930635-45-3

194 Seiten + großer herausnehmbarer Plan

Wolfgang Schiemichen, Nathanael Busch, Jakob Schmidt, Jan Christoph Steines

Erhältlich bei: Amazon

 

weitere Infos:


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Erstellt: 17.07.2005, zuletzt aktualisiert: 11.02.2015 21:59