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Blood in Mind von Sandra Busch

Rezension von Christel Scheja

 

In romantischen Dark Fantasy-Romanen sind sie längst keine Seltenheit mehr, die knallharten Frauen und Männer, die Teil einer Spezialeinheit sind, deren Aufgabe es ist, das Übernatürliche im Zaum zu halten. Allerdings kommt es nur selten vor, dass sich die leidenschaftlichen Affären nicht zwischen Mann und Frau ereignen, sondern zwei gleichgeschlechtlichen Partnern. Letzteres ins in „Blood in Mind“ der Fall, dem ersten Roman von Sanda Busch.

 

Far Baxter hat große Teile seiner Jugend bei der Straßengang „Die Nachtwölfe“ verbracht und ist dadurch zu einem knallharten Kämpfer geworden, dem man so leicht nichts mehr vormachen kann. Anders als andere hat er jedoch den Absprung geschafft und hat keine kriminelle Karriere begonnen, sondern ist nun Teil einer Spezialeinheit der Polizei, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Vampire, Werwölfe und andere Wesen der Nacht zu jagen.

Bisher macht er seine Arbeit ganz gut und zeigt gegenüber den Feinden keine Gnade. So ist er mehr als erstaunt, als eines Tages ein Vampir sein Leben rettet. Der vierhundert Jahre alte Songlian macht auch später noch von sich reden, scheint er doch das gleiche Ziel wie die Spezialeinheit zu haben.

Schließlich lässt er sich von Far sogar gefangen nehmen und macht der Spezialeinheit ein verlockendes Angebot: Er will ihnen beim Kampf gegen das Böse in der Stadt mit seinem Wissen und seinen Fähigkeiten helfen.

Man beschließt tatsächlich, seine Hilfe anzunehmen und nimmt ihn in SEED auf. Allerdings ist Far nicht ganz so begeistert von der Tatsache, dass Songlian ausgerechnet ihm als Partner zugeteilt wird. Denn der Vampir, der auch einen Hang zu schönen Dingen und Drogen hat, bringt ihn schon bald gehörig mit seiner Sinnlichkeit durcheinander und die Gefühle in seinem weichen Kern unter der harten Schale zum Brodeln, auch wenn Far ihnen nach der Ermordung seiner Familie durch Dämonen allen Beziehungen abgeschworen hat.

 

Natürlich geht es auch in „Blood in Mind“ weniger um die Fälle, mit denen die Agenten von SEED konfrontiert werden und schon gar nicht um die große Verschwörung im Hintergrund, sondern eher um die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Helden, die vollkommene Gegensätze sind.

Dabei nimmt sie sich Zeit, diese erst einmal vorzustellen und ihren Hintergrund auszuarbeiten, der auch noch seinen Einfluss auf das Geschehen haben wird. Denn Far hat jeden Grund, Dämonen und Vampire zu hassen und durch den Tod seiner Familie jede Lust daran verloren, noch einmal Gefühle an sich heran zu lassen. Er wirkt sehr kalt und hart, ist eine gnadenlose Kampfmaschine.

Anders sind es bei Songlian aus, der seine Sinnlichkeit bewusst auslebt und auch als Vampir gerne schon einmal Drogen nimmt. Er umspielt seinen neuen Partner mit viel Feingefühl und bringt ihn nach und nach dazu wieder zu den Gefühlen in seinem Inneren zu stehen, die er zwar nicht verloren aber tief in sich vergraben hat. Dabei geht auch Sandra Busch sehr behutsam vor und macht sich Gedanken über eine glaubwürdige Annäherung der beiden, da es auch gilt, Vorurteile und Ängste zu überwinden. Zum Ende hin gibt es dann natürlich auch den unvermeidlichen Sex, aber er fügt sich passend in die Handlung ein

Die Geschichte zieht zudem noch einmal kurz vor Schluss an, da es Wesen der Nacht gibt, die genau wissen, wie sie Songlian besonders treffen können.

Sandra Busch schreibt sehr lebendig und facettenreich, sie versucht auch immer wieder phantastische Eigenheiten des Themas mit einfließen zu lassen, verzichtet aber darauf, die üblichen Vampirklischees all zu sehr auszuwalzen. In manchem verhält sich Songlian nämlich erfrischend anders als erwartet und bringt ein wenig Abwechslung in die Blutsauger-Welt.

Das einzige Manko der Geschichte ist, dass sie leider mit einem Cliffhanger endet, der die Karten neu mischt.

 

Alles in allem ist „Blood in Mind“ zwar in erster Linie ein leidenschaftlicher Liebesroman mit phantastischen Hintergrund, bietet aber auch ein wenig Action und vermeidet viele gängige Handlungsmuster der modernen Dark Fantasy, gerade was die Figuren angeht. Wer prickelnde erotische Romantik mit Vampiren und harten Kerlen mag, wird ohne Zweifel seinen Spaß an der Geschichte haben, deren Fortsetzung hoffentlich bald folgt.

 

Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 3 von 3.

gast
Dienstag, 08. November 2011 10:54 Uhr
Ich finde,das man auch das Buch selbst gelesen haben muss...
Freue mich schon darauf,den 4. udn 5. Band zulesen^^

Monika
Dienstag, 08. November 2011 10:54 Uhr
Das Buch war total cool Emoticon
Ich freu mich schon auf den Film
und die Vortsetzungen

sabine
Dienstag, 08. November 2011 10:54 Uhr
Das Buch war so toll das ich es am liebsten nochmal gelesen hätte. Aber ich lese zuvor lieber die nächsten Bände und fange dann von vorne an. Aber ich werde den verdacht nicht los das Isabelle doch noch ein Vampir wird.

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Hörbuch:

Blood in Mind

Autorin: Sandra Busch

Dead soft, erschienen August 2011

broschiert, 225 Seiten

Titelbild von M. Hanke

ISBN-10: 393444279X

ISBN-13: 978-3934442795

Erhältlich bei Amazon

Kindle-Edition

ASIN: B005GGS2QW

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weitere Infos:


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Erstellt: 08.11.2011, zuletzt aktualisiert: 05.10.2018 18:46