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Blut und Gold von Anne Rice

Rezension von Christoph Fischer

 

Nachdem Louis in Interview mit einem Vampir als erster das Schweigen brach, Lestat in den darauf folgenden Romanen der Chronik der Vampire die Welt erschütterte, Pandora und Vittorio jeweils ihre Biographien schrieben, scheint es mittlerweile zur Pflicht unter den Bluttrinkern zu gehören seine Lebensgeschichte zu erzählen. Es ist daher nicht überraschend das nun auch Marius, der Gelehrte und Philosoph unter den Vampiren, seinem neuem Freund Thorne von seinem außergewöhnliche Leben berichtet.

Einst war Marius ein stolzer Patriziersohn. Doch er wurde von dem Druiden Mael entführt um ihn seinem dunklen Gott als Opfer anzubieten, damit dieser aus Marius seinen Nachfolger machen kann. Aber Marius sollte niemals seiner neuen Aufgabe, als dunkler Gott über das Schicksal von Verbrechern zu entscheiden, nachgehen. Er floh nach Ägypten um dort Jene, die bewahrt werden müssen zu suchen. Schließlich fand Marius die Mutter und den Vater aller Vampire und rettete sie vor ihrem fehlgeleiteten bisherigen Beschützer. So geschah es, dass es nun zu Marius Pflicht wurde das Königspaar Akasha und Enkil bis zu jenen tragischen Ereignissen in Die Königin der Verdammten zu beschützen. Diese Aufgabe stand immer an erster Stelle und führte schließlich dazu, dass Marius seine größte Liebe – die wunderschöne und intelligente Pandora – im syrischen Antiochia verließ. Ein Fehler, den er in den nächsten Jahrhunderten noch bitter bereuen sollte, denn auch bei Unsterblichen heilt die Zeit nicht alle Wunden. Was Marius auch erlebte, nichts konnte die Erinnerung an seine große Liebe auslöschen.

Als er sie endlich ausfindig machen kann, glaubt Marius sich am Ziel seiner Träume. Doch Pandora leidet an einer rätselhaften Krankheit und kann sich an ihren Geliebten nicht erinnern ...

 

Quasi die Biographin all dieser erotisch knisternden und historisch farbenfreudigen Lebensgeschichten ist die Autorin Anne Rice. Sie wurde 1941 in New Orleans geboren. Anne Rice hat schon zahlreiche Romane veröffentlicht und gilt als Meisterin des modernen Schauerromans. Mit Interview mit einem Vampir legte sie den Grundstein für ihre Chronik der Vampire und prägte damit maßgeblich unser heutiges Bild vom tragisch romantischen Vampir.

 

Die vorliegende Taschenbuchausgabe von Blut und Gold erschien beim Wilhelm Goldmann Verlag, München. Die 602 Seiten wurden von Barbara Kesper aus dem Englischen übersetzt, welche auch schon Pandora und Vittorio den deutschsprachigen Lesern zugänglich machte.

 

Fazit:

Blut und Gold ist ein zweitausend jähriger Streifzug durch die Menschheitsgeschichte. Vom antiken Ägypten ins Byzantische Reich, durch das Mittelalter und die Renaissance bis in die heutige Zeit führt Anne Rice den Leser in wunderschönen Bildern durch das (Un)Leben des Vampirs Marius. Ihre ausführlichen und detailreichen Beschreibungen erlauben förmlich in die Geschichte einzutauchen als wäre man wirklich dabei. Leider sind die Beschreibungen manchmal zu ausführlich, so dass vor lauter Details die eigentliche Geschichte nicht voran geht. Auch kann keine Spannung aufkommen um das Schicksal Marius oder Jene, die bewahrt werden müssen, da jeder, der Die Königin der Verdammten bereits gelesen hat, der Ausgang dieser Geschichte bekannt ist. Trotz dieser Schwächen war es für mich wieder einmal eine Freunde einen Vampir-Roman von Anne Rice zu lesen.

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Blut und Gold

Autorin: Anne Riece

Übersetzt von: Barbara Kesper

Taschenbuch

602 Seiten

Verlag: Goldmann Verlag

Erschienen: Februar 2006

ISBN: 3-442-45999-0

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 10.03.2006, zuletzt aktualisiert: 05.10.2018 18:46