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Blutfehde auf Alvarado von Wes Andrews

Reihe: Frontiersmen Band 2

 

Rezension von Christel Scheja

 

Pseudonyme scheinen in der deutschen Autoren-Szene ein Muss zu sein und manchmal gehören sie wohl auch dazu. Denn welcher Leser würde Bernd Perplies abnehmen, dass er auch Weltraumwestern schreiben kann. Mit der Reihe Frontiersmen beweist er jedenfalls als Wes Andrews, dass er auch in diesem Genre fest im Sattel sitzt. Erschienen ist nun der 2. Band Blutfehde auf Alvarado.

 

Rezension:

Eigentlich will John Donovan, seines Zeichens Kapitän eines Frachters nur seine Lieferung von Rindern los werden. Doch auf dem Planeten Alvarado angekommen muss er feststellen, dass sein Auftraggeber sich nicht mehr meldet, obwohl er erst einen Tag vorher mit ihm gesprochen hat. Als er nach dem rechten sieht, stellt er fest, dass dessen Farm bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist. Ganz offensichtlich scheint der Mann Feinde gehabt zu haben …

John will sich eigentlich aus der ganzen Sache heraushalten und klopft den Deal ab, bis er sich sicher sein kann, dass er die Rinder auch noch anderweitig los werden kann. Dabei ist ihm ein Außerirdischer namens Sekoya eine große Hilfe, auch als er unversehens in eine Blutfehde zwischen zwei mächtigen Familien gerät, die sich nicht darum scheren, dass auch Unschuldige bei ihrem Konflikt zu Schaden kommen. Für John beginnt nun ein heikles Spiel, das es in sich hat, denn er steht zwischen den Fronten.

 

Bei diesem Roman kann man den Begriff wörtlich nehmen, denn auch wenn die Helden in futuristischen Gefährten unterwegs sind, Außerirdische die Stelle von Indianern einnehmen und die Waffen auf ganz anderen Grundlagen basieren – die Handlung ist quasi die eines Spät-Westerns, wie man sie in den 1960ern gedreht hat.

Da haben wir den Händler, der eigentlich nur ein gutes Geschäft machen und später seine Verluste durch den geplatzten Deal ausgleichen will, dann aber ohne es zu ahnen und wollen mitten zwischen die Fronten gerät. Und dann sind da die beiden mächtigen Rancherfamilien, die auf dem Planeten um die Vorherrschaft kämpfen und das Gesetz der Blutrache mehr als verinnerlicht haben, weil sie es ohne Rücksicht auf Verluste ausleben.

Die Handlung ist überschaubar und folgt den bekannten Mustern, allerdings spinnt der Autor darum eine unterhaltsame Geschichte mit sympathischen Figuren und einer guten Mischung aus Spannung, schrägem Humor und coolen Sprüchen.

Vielleicht behält man das Geschehen nicht lange im Gedächtnis, die Lektüre ist aber kurzweilig und überschaubar und lässt keine Wünsche offen, wenn man ein entspannendes Buch für den Strand oder die Reise sucht.

 

Rezension:

»Blutfehde auf Alvarado« ist vielleicht keine Sternstunde der Literatur, aber ein unterhaltsamer Weltraumwestern, der sich wörtlich nimmt und das Abenteuer sehr atmosphärisch in Szene setzt. Was will man mehr?

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Eure Meinung:

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Buch:

Blutfehde auf Alvarado

Reihe: Frontiersmen Band 2

Autor: Wes Andrews (Bernd Perplies)

Titelbild: Arndt Drechsler

Bastei Verlag, März 2016

Taschenbuch, 382 Seiten

 

ISBN-10: 3404208099

ISBN-13: 978-3404208098

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0786LYLXN

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 15.01.2019, zuletzt aktualisiert: 15.01.2019 09:44