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Brennende Kontinente von Markus Heitz

Reihe: Ulldart - Zeit des Neuen Bd. 2

Rezension von Christoph Hähnel

 

Mittlerweile sind elf Monate vergangen, seit Markus Heitz uns das letzte Mal einen Einblick in seinen von Magie beseelten Kontinent Ulldart gewährte. Nun endlich ist es wieder soweit, denn mit „Brennende Kontinente“ erscheint der zweite Roman aus der Reihe „Ulldart – Zeit des Neuen“.

In Baiuga bricht eine neue Zeit an, denn Alana kehrt samt ihrem Gatten, dem neuen Kaiser zurück. Das Exil auf Angor hinter sich lassend, will er sein Reich wieder in die Hand nehmen, ein Vorhaben, das bei den meisten Einwohnern große Angst vor Veränderungen hervorruft. Denn es waren Neuerungen, die seit der Abwesenheit der Kaiserfamilie Einzug gehalten hatten, welche von den Bürgern geschätzt wurden. So gab es seit einiger Zeit beispielsweise keine Sklaverei mehr und es wurde wesentlich weniger dominant über das Land regiert. Doch auch die Familie selbst macht sich große Sorgen über ihr Eintreffen. Beispielsweise wird Alana von der Angst geplagt einfach im Hafenbecken vor Aller Augen zu ertrinken, weil man sie nicht mehr an der Spitze des Reiches sehen möchte und sie deshalb hineinstößt. Doch glücklicherweise bewahrheitet sich diese Angst nicht. Gleiches gilt für die Panik, dass sich die großen ansässigen Häuser gegen sie gestellt haben könnten, da von dem Wichtigsten, dem Haus „Iuvator“ kein Vertreter gekommen ist. Doch schnell zeigt sich, dass dieser es nur durch einen unglücklichen Zufall nicht geschafft hatte rechtzeitig zu erscheinen. Das Herrschaftspaar zieht in einer Sänfte in die Stadt ein, als plötzlich einige Maskierte erscheinen. Mit Dolchen bewaffnet stürzen sie sich von den Dächern angrenzender Häuser auf die Trage und durchlöchern das Gefährt mit ihren Dolchen um das Leben der Insassen zu verkürzen...

Wie sich herausgestellt hat, ist sein neuer Feind seine eigene Tochter Zvotcha, die sich wie Lodrik durch ihre Magie zu einer Nekromantin aufgeschwungen hat. Entgegen des anfänglichen Glaubens, sie würde aus den Anhängern Tzulans eine Armee rekrutieren, scheint sie diese nur auszunutzen. Zwar will sie sie zu einer Armee machen, keinesfalls jedoch zu einer lebenden...

Der Quor wütet weiter, aber es gibt zunächst einige Siege auf Seiten der Einwohner Bardhasdrondas, doch diese sind nur von kurzer Dauer. So glaubte man zunächst eines der Ungeheuer besiegt, als man es in einem extrem verlustreichen Kampf geschafft hatte, seinen Mund und seine Augen mit Speeren zu durchbohren. Als man das Ungetüm jedoch verbrennen wollte, erwachte es plötzlich zu neuem Leben, kaum dass das Holz der Speere verbrannt war. Auch spätere Versuche das unsichtbare Grauen mithilfe von Farbeimern zu markieren, scheiterte, da es intelligent genug war, sich im Hafenbecken zu waschen. Und wie es aussieht, macht es langsam aber sicher sehr gezielt Jagd auf Menschen...

 

In sehr fesselnder und den Leser deshalb manchmal sehr laut fluchen lassenden Weise berichtet Markus Heitz über die weiteren Geschehnisse auf Ulldart. Die neue mit Trügerischer Friede begonnene Reihe findet an dieser Stelle eine sehr gelungene Fortsetzung. Die durch und durch logisch und komplex aufgebaute Story schafft es mit einer gelungenen Mischung aus Action, Dramatik und schwarzen Humor, fast auf ganzer Breite zu überzeugen. Sehr gelungen sind zudem die vielen überraschenden Wendungen, die die Handlung mit sich bringt. Denn mehr als nur einmal entpuppt sich eine grausame Wahrheit plötzlich doch als schamlose Lüge und schafft es die zu einem gewissen Ziel eilende Handlung herumzureißen. Wie auch bei seinen letzten Romanen geht es bei Heitz auch hier wieder von Seiten der Brutalität sehr weit. So wird wieder ausgesprochen brutal geschlachtet, gemordet und gekämpft. Für sanftere Gemüter ist dies vielleicht anzumerken, ebenso wie auch für Eltern die dieses Werk ihren Kindern zugute kommen lassen wollen. Jedoch tut dies ansonsten der Geschichte keinen Abbruch. Ein kleiner Wehmutstropfen sind jedoch klar die Kapitelsprünge seitens Heitz. Es mag ja die Spannung steigern, im wichtigsten Moment in einem Kampf zu enden und plötzlich von etwas völlig anderem zu erzählen, doch stört es mit der Zeit doch ein wenig, wenn man gerade mit Haut und Haaren, einen jeden Schwerthieb verfolgt. Insgesamt ein Fantasywerk, an dem jeder, der keine Angst vor Blutvergießen hat schnell Gefallen finden wird.

 

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Titel: Brennenende Kontinente

Reihe: Ulldart - Zeit des Neuen Bd.2

Autor: Markus Heitz

Broschiert - 461 Seiten - Piper

Erscheinungsdatum: Luli 2006

ISBN: 3492265855

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 16.08.2006, zuletzt aktualisiert: 12.02.2019 09:58