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Countdown für die Erde von Nicolai von Michalewsky

Reihe: Mark Brandis, Bd. 13

Rezension von Christel Scheja

 

Es sieht übel für die Erde aus. Große Teile Afrikas sind verstrahlt, nachdem die Explosion des Kilimandscharo die radioaktiven Abfälle freigesetzt hat, die frühere Generationen in dem Krater vergruben. Nun nähert sich auch noch ein Meteorit der Erde, der in nicht einmal zwei Monaten auf der Erde einschlagen wird.

 

Aus diesem Grund wird Mark Brandis zusammen mit seiner Crew und der „Medusa“ ausgeschickt, um sich den Himmelskörper genauer anzusehen. Er soll heraus finden, ob man ihn ablenken kann oder zerstören muss, damit Friedrich Chemnitzer und seine Pioniere wieder eingreifen können.

So nähert sich Brandis mit der „Medusa“ dem kleinen Planetoiden und muss feststellen, dass etwas mit diesem ganz und gar nicht stimmt. Selbst die Instrumente seines Schiffes spielen verrückt, und ein Dingi mit seinem Bordingeneur wie auch einem Geologen stranden auf dem Himmelskörper.

Zunächst glaubt Mark, die beiden nicht mehr retten zu können, aber er bringt es nicht übers Herz, die Männer zurückzulassen, so lange noch eine Chance auf Rettung besteht, auch wenn es wichtiger wäre, die Proben zur Untersuchung an die richtigen Stellen zu bringen.

Doch das ist der Beginn eines weit größeren und gefährlicheren Abenteuers, denn auf dem Planetoiden findet die Crew überraschenderweise auch noch das Wrack eines weiteren Dingis und die Leichen von vier Männern, die vor mehr als zwanzig Jahren als verschollen gemeldet wurden.

Doch ein fünfter, ein Geologe ist ebenso wie das große Schiff, verschwunden. Mark ahnt, dass er einem Verbrechen auf der Spur ist, dessen Täter vielleicht immer noch unter ihnen lebt und sich eines guten Lebens erfreut. Er weiß nicht, wie recht er damit hat.

 

Nach den dramatischen Ereignissen auf dem Kilimandscharo schaltet der Autor wieder ein wenig zurück und erzählt ein profaneres aber nichtsdestoweniger spannendes Abenteuer. Alles beginnt zunächst wie eine Routinemission mit den üblichen Schwierigkeiten und entwickelt sich dann überraschenderweise zu einem Krimi.

Aufmerksame Leser werden sich durch gewisse Andeutungen am Anfang zwar bereits zusammenreimen können, wer der fehlende Mann ist, aber ganz sicher können sie sich bis kurz vor dem Ende auch nicht.

Bis dahin mischt der Autor seine beiden Themen geschickt – einerseits zeigt er die Arbeit eines Raumfahrers mit all den Risiken, die diesen erwartet, zum anderen kommt der Krimi dazu.

Die Lösung ist nicht überraschend aber zufriedenstellend, da damit auch jemand aus dem Weg geräumt wird, zu dem Brandis eine gewisse Rivalität hegt.

 

All das macht ein interessantes Weltraumabenteuer aus, das wissenschaftliche Arbeit aus der Sicht der 1970er Jahre mit einer auch heute noch spannenden und aktuellen Handlung verbindet.

 

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Buch:

Countdown für die Erde

Reihe: Mark Brandis Band 13

Autor: Nicolai von Michalewsky

broschiert, 166 Seiten

Wurdack-Verlag, erschienen Juni 2010

Titelbild von Markus Vogt

ISBN-10: 3938065575

ISBN-13: 978-3938065570

Erhältlich bei: Amazon

 

Weitere Infos:


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Erstellt: 16.02.2011, zuletzt aktualisiert: 28.02.2017 13:03