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Dämonen des Lichts von L. A. Weatherly

Reihe: Angel Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

L. A. Weatherly wurde in Little Rock in Arkansas in den USA geboren und lebt heute mit ihrem Mann in England. „Dämonen des Lichts“ ist der erste Roman aus ihrer Feder, der nach Deutschland kommt und greift ein sehr beliebtes Thema auf, um es deutlich zu verfremden.

 

Seit er denken kann ist Alex ein Jäger. Allerdings hat er es nicht auf Tiere oder Kreaturen der Nacht abgesehen, sondern auf Engel. Vor vielen Jahren hat sein Vater ein Camp gegründet, um die Wesen zu vernichten, die seine Frau getötet haben – Engel. Denn diese sind nicht die strahlenden und reinen Wesen, wie sie die Mythen der Welt kennen, sondern hungrige Geschöpfe, die nach der Aura der Menschen gieren. Doch indem sie ihnen diese absaugen, vernichten sie auch deren Leben.

Der junge Mann ist gut in seinem Job, denn er kennt nichts anderes. Dann aber lernt er in einem verschlafenen kleinen Nest Willow kennen. Eigentlich soll er auch sie liquidieren, aber etwas an ihr ist anders als bei den anderen. Sie ist nur zur Hälfte ein Engel, einer fast unmöglichen Verbindung entsprungen.

Anstatt sie zu töten, ergreift er mit ihr die Flucht, nur um zu erkennen, dass er schon lange einer Lüge aufgesessen ist. Denn so wie sich die Engel der „Church of Angels“ bemächtigt haben, um so mit Gläubigen eine Armee von treuen Dienern zu schaffen, so haben sie auch die Stellen infiltriert, die Alex bisher beauftragten.

Das Mädchen ist aufgrund einer Prophezeiung etwas ganz besonderes. Nur sie kann vielleicht das Unheil aufhalten, das der Menschheit droht. Denn in nicht all zu ferner Zeit wollen die Engel ein Portal zu ihrer Welt öffnen ...

 

Die Autorin benutzt in „Dämonen des Lichts“ eine interessante Grundidee, von der im deutschen Titel des Buches vielleicht schon ein wenig zu viel verraten wurde. Selten genug sind Engel in der heutigen Urban oder Romantic Fantasy die Gegenspieler, vor allem wenn sie eigentlich aus dem Himmel kommen, also nicht gefallen sind.

Sie werden hier als die skrupellosen Bestien präsentiert, die alles tun, um zu überleben, auch wenn die Menschheit dabei draufgeht. Allerdings relativiert sie das ganze zum Ende hin ein wenig, auch unter den „Himmelswesen“ gibt es nicht nur die Bösen.

Allerdings verzichtet die Autorin darauf, sie mit mehr Ecken und Kanten auszustatten. Sie bleiben sehr glatt und zweidimensional. Bei den beiden Hauptfiguren sieht es schon etwas besser aus. Sie sind beide Außenseiter der Gesellschaft und haben es so leichter, aufeinander zuzugehen, auch wenn sie eigentlich Feinde sein müssten – aber gerade gewisse Gemeinsamkeiten in der Wahrnehmung bringen sie zusammen. Anfangs sind sie sehr interessant geschildert, aber auch das lässt nach, als die Liebe mit ins spiel kommt, und die Autorin zugunsten der Romanze auf eine tiefergehende Charakterisierung der beiden Figuren verzichtet.

Die Geschichte ist sehr gefällig geschrieben. Sie liest sich flüssig, auch der Abenteueranteil – die Flucht und der Kampf gegen die „Kirche der Engel“ sind spannend aufgebaut. Allerdings sind einige Geschehnisse leicht vorhersehbar, da die Autorin zu deutlich darauf hinarbeitet. Auch am Ende macht sie es sich stellenweise etwas zu einfach und reduziert die Gefahren auf ein Mindestmaß, um ihre Helden wenigstens ungeschoren entkommen zu lassen und wenigstens in einer Sache ein Happy End zu bieten.

 

Alles in allem ist „Dämonen des Lichts“ unterhaltsame Urban Fantasy, die vor allem junge Leserinnen ansprechen dürfte, die eine halbwegs selbstbewusste Heldin schätzen und auch gegen Abenteuer nichts einzuwenden haben, die zumindest am Anfang die romantischen Gefühle überlagern.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Dämonen des Lichts

Reihe: Angel Band 1

Autorin: L. A. Weatherly

Taschenbuch, 461 Seiten

Loewe, Januar 2012

Übersetzerin: Anja Seelow

 

ISBN-10: 3785574045

ISBN-13: 978-3785574041

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 13.06.2012, zuletzt aktualisiert: 11.06.2019 19:38