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Das Amulett der Wüstenkrieger von Rainer M. Schröder

Reihe: Die Bruderschaft vom Heiligen Gral Bd. 2

Rezension von Christian Endres

 

Das ist sie also, die von mir heiß erwartete und glücklicherweise auch recht flott erschiene Fortsetzung von Rainer M. Schröders Trilogie um die Bruderschaft vom Heiligen Gral, die mit dem »Fall von Akkon« begonnen und nun mit dem »Amulett der Wüstenkrieger« im Würzburger Arena-Verlag eine Fortsetzung erfahren hat, ehe sie im Juli des nächsten Jahres mit »Das Labyrinth der Schwarzen Abtei« zu einem Abschluss kommen wird.

 

Im ersten Teil der Reihe erlebten wir recht bildhaft den Fall von Akkon und die erste Etappe der Flucht mit dem Heiligen Gral. Die Templer Gerolt, Tarik, McIvor und Maurice flohen mit ihrer wertvollen Fracht aus der gefallenen Kreuzfahrermetropole und versuchten, sich zu einem Mittelmeerhafen durchzuschlagen. In Paris soll der Heilige Gral, der sich in der Obhut der vier Jungen Templer befindet, ein neues, sicheres Zuhause in der Burg der Templer finden – bis dahin haben er und seine Wächter sowie die beiden Kaufmannstöchter in deren Obhut noch einen weiten, weiten Weg durch die Wüste vor sich. Doch nicht nur die endlose Weite des Sandmeers stellt sich den Templern und ihrer heiligen Mission in die Quere: Auch die Iskari, Judasjünger und Teufelsanbeter, trachten Gerolt und seinen Freunden nach dem Leben, um den Heiligen Gral in Ihren Besitz zu bekommen und ein für alle Mal den Sieg über das Christentum und Gottes Pracht herbeizuführen ...

 

Rainer M. Schröder unterteilt seine Handlung geschickt in mehrere Passagen, wobei er vor allem mit den Handlungsorten und daraus resultierenden Settings der Abschnitte spielt: Da wäre einmal die Wiederzusammenführung der Gralshüter, die sich am Ende von Band eins ja alle entweder in orientalischer Gefangenschaft oder auf der Flucht befinden. Dann geht es für unsere wiedervereinten Templer darum, die Wüste zu durchqueren – was sich zum eigentlichen Herzen des Bandes und der spannensten, aber eben auch längsten Passage entwickelt – und sich mir Sklavenhändlern, Sandstürmen und eben den Iskaris herumzuschlagen. Die Überfahrt nach Frankreich ist dann ein Zwischenspiel, der wiederum eine etwas langsamere Passage folgt. Diese wird allerdings von einem würdigen, pompösen Finale gekrönt, sodass man am Ende wirklich ein gutes Gefühl hat und sich auf den letzten Teil der Trilogie freut.

 

Wie schon beim ersten Band überzeugt, ja besticht das dicke Hardcover mit seinen 586 Seiten wieder durch eine hervorragende, liebevolle Aufmachung, Gestaltung und Verarbeitung. Vom geprägten und gestanzten Schutzumschlag mir der Metallfolie bis hin zum typographisch einwandfreien Satz mit großen, gut lesbaren Lettern und dem orangefarbenen Lesebändchen, das wiederum ebenso wie die Bindung des Buches zur Metallveredelung des Schutzumschlages passt, stimmt hier einfach alles.

 

Fazit: Die Figuren gewinnen an Tiefe, die Geschichte ist abwechslungsreich, die Aufmachung perfekt: Dem »Amulett der Wüstenkrieger« werden nur ein paar Passagen in der Story zum Verhängnis, die sich ein bisschen träge lesen. Davon abgesehen eigentlich der perfekte Mittelteil einer ambitionierten, historisch gut recherchierten und gut geschriebenen Trilogie über vier junge Tempelritter und Gralshüter, die auf ihrer heiligen Mission mehr über die Menschen als solche, aber auch sich selbst und ihren Glauben lernen.

 

Qualitativ bleibt also alles beim alten – ergo gibt´s auch dieses Mal wieder – trotz einer etwas zähen Passage auf dem Weg nach Paris – eine Empfehlung für Rainer M. Schröder, seine tapferen Templer und die Fortführung ihrer Abenteuer als Hüter des Heiligen Grals.

 

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Das Amulett der Wüstenkrieger

Reihe: Die Bruderschaft vom Heiligen Gral Bd. 2

Autor: Rainer M. Schröder

Gebundene Ausgabe - 585 Seiten - Arena

Erscheinungsdatum: Juni 2006

ISBN: 3401058797

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 29.07.2006, zuletzt aktualisiert: 10.09.2019 19:06