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Das Amulett des Kartenmachers von Rob Stevens

Reihe: Perdido Band 1

 

Rezension von Heike Rau

 

Hugos Onkel Walter ist Kartograf und Kartenzeichner. Doch seit Hugos Vater bei einer Forschungsreise ums Leben kam und auch seine Mutter starb, lebt er mit Hugo in einem klitzekleinen Häuschen unter ärmlichen Verhältnissen. Hugo weiß, dass sein Onkel keine Forschungsreisen mehr unternehmen will. Aber der Junge hat längst Interesse entwickelt. Nachts schleicht er sich in das kleine Arbeitszimmer seines Onkels und lernt. Schließlich heuert er heimlich auf der „El Tonto Perdido“ an. Doch Walter weiß längst, was sein Neffe nachts so treibt und auch von seinen Zukunftsplänen erfährt er. Er weiß, dass er Hugo nicht länger aufhalten kann und heuert ebenfalls als Kartograf auf der „El Tonto Perdido“ an. Hugo wird sein Gehilfe.

Die Mannschaft ist ein wüster Haufen von Männern. Kapitän Rupert Lilywhite ist ein Träumer, der von der Seefahrt keine Ahnung hat. Er will in die Fremde ziehen und neue Erdteile entdecken, genau wie Kolumbus.

Die Forschungsreisenden machen tatsächlich eine Insel ausfindig, die noch auf keiner Karte verzeichnet ist. Möglicherweise liegt es daran, dass sie hinter einer dicken Nebelwand liegt. An Land gehen will weder der Kapitän, noch einer von der Mannschaft. So werden Hugo und sein Onkel Walter dazu verdonnert, an Land zu gehen. Bei dieser Gelegenheit sollen die beiden die Insel vermessen und irgendetwas Besonderes finden, was Eindruck auf die Menschen zu Hause machen soll.

Zunächst scheint die Insel friedlich zu sein. Doch dann greift ein Riesenvogel an und verschleppt Onkel Walter. Diese Ungeheuer ist nicht das einzige merkwürdige Lebewesen hier.

 

Die Geschichte beginnt sehr humorvoll. Hugo und sein Onkel lassen sich auf ein Abenteuer ein. Ob sie mit der „EL Tonto Perdido“ weit kommen, ist nämlich nicht sicher. Die Mannschaft besteht aus nicht gerade schlauen Männern, die von einem noch dümmeren Kapitän befehligt wird. Es kommt zu urkomischen Szenen. Diese Art Humor gefällt sehr gut. Die Seereise verspricht spannend zu werden. Der harte Schnitt kommt, als die Forschungsreisenden auf die unbekannte Insel stoßen. Weil die Mannschaft an Bord bleibt, konzentriert sich die Handlung nur noch auf Hugo und Walter und weil Walter verschleppt wird, dann nur noch auf Hugo.

Die Insel ist eine ganz eigene Welt. Hier leben Fantasiegestalten – gute und böse. Hugo hat nur eins im Sinn. Er will seinen Onkel retten. Wie sich herausstellt, hat er dazu nicht lange Gelegenheit. Es beginnt also ein Wettlauf mit der Zeit. Doch es gibt Wesen, die ihm helfen. Allerdings muss Hugo auch gleich noch eine andere Aufgabe erfüllen und auf der Insel wieder für Ruhe und Frieden sorgen. Seinen Weg zu verfolgen, ist spannend. Die Insel ist für viele Überraschungen gut. Jetzt ist die Frage, ob die Fantasie des Lesers ausreicht, sich das Beschriebene auch vorzustellen. Es ist der harte Schnitt zwischen Realität und Zauberwelt, der ein wenig stört. Ansonsten liest sich das Buch ganz gut.

 

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Buch:

Das Amulett des Kartenmachers

Reihe: Perdido Band 1

Autor: Rob Stevens

Übersetzer: Katharina Orgaß und Gerald Jung

256 Seiten, gebunden

Boje Verlag, Februar 2009

 

ISBN-10: 3414821613

ISBN-13: 978-3414821614

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 24.02.2009, zuletzt aktualisiert: 16.04.2020 12:15