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Das Bourne-Ultimatum von Robert Ludlum

Rezension von Martin Hammerschmidt

 

Die Bourne-Reihe hat den bereits verstorbenen Schriftsteller, Robert Ludlum, zu einem gefeierten Star gemacht. Die beiden vorangegangenen Filme „Die Bourne-Verschwörung“ und das „Bourne-Identität“ spielten Millionen in die Kinokassen ein und machten den Hauptdarsteller, Matt Damon, zu einem gefeierten Hollywoodstar. Nun ist der dritte Teil der Bournereihe, „Das Bourne-Ultimatum“, im Kino angelaufen und der Heyne-Verlag hat pünktlich dazu das Buch zum Film publiziert.

 

 

In einem Vergnügungspark in der amerikanischen Stadt Baltimore werden zwei Männer per

Telegramm zu einem Schießstand gelockt. Was sie nicht wissen ist, dass ihnen damit eine Falle gestellt wurde, die ihr Lebe von Grund auf verändern wird. Als sich die beiden erkennen, ist es schon bei weitem zu spät. Die Falle hat bereits zugeschnappt und ihre Tarnung flog unverzüglich auf. Die beiden Männer sind allerdings keine gesichtlosen Hintermänner, sondern vielmehr die Schlüsselfiguren für Jason Bourne, um seine Vergangenheit nun endgültig hinter sich zu lassen. David Webb muss sich eingestehen, dass er sein Leben als der legendäre Meisterkiller noch längst nicht hinter sich gelassen hat, denn sein Todfeind Carlos ist ihm wieder dichter auf den Spuren als Webb lieb ist. Gnadenlos wird er wieder in die Rolle des Jason Bourne zurückgezogen und muss wieder einmal um sein Leben kämpfen. Carlos hat den Standort Bournes und seiner Familie ausfindig gemacht und beginnt ihn nun wieder zu jagen. Bourne bleibt nichts anderes übrig, als seine Familie und sich in Sicherheit zu bringen und den Schakal Carlos selbst zu jagen, damit er den Rest seines Lebens in Ruhe und Frieden verbringen kann. Im Netz einer internationalen Verschwörung muss Bourne zuerst wissen, wo er steht und wie er sich retten kann. Um dies zu erreichen muss er durch die ganze Welt reisen, um sich genügend Informationen zu sammeln. Von Washington über die Karibik bis hin nach Paris und in die Sowjetunion, in der der KGB immer noch aktiv ist, steuert er immer weiter auf eine unmittelbare Konfrontation mit dem Schakal hin, im sicheren Glauben, dass nur einer der beiden als Lebender aus dem Zweikampf hervor gehen wird.

 

 

Robert Ludlum ist mit „Das Bourne-Ultimatum“ eine gelungene Fortsetzung der Bournereihe geglückt. Die Anknüpfung an die anderen beiden Reihen ist äußerst gut gelungen und das Hauptmerkmal Ludlums, ein immens großer Spannungsbogen, ist auch hier wieder zu finden. Das über 800 Seiten lange Buch verspricht an keiner Stelle langweilig oder träge zu werden, sondern hat vielmehr einen hohen Unterhaltungswert. Selbst die Dicke des Buches, die den einen oder anderen Leser eventuell vom Lesen abhalten könnte, sollte sich nicht zu Herzen genommen werden, denn es verspricht ein kurzweiliges Lesevergnügen zu werden. Innerhalb von wenigen Tagen hatte ich das Buch durchgelesen und war traurig, dass es schon zu Ende war. Ludlum ist ein wahrer Meister des Thrillers, was sich an den Verkaufszahlen und dem Erfolg seiner Bücher zeigt. Er rüstet seine Charaktere nie mit übertriebenen Fähigkeiten auf, sondern bleibt immer realistisch was die menschlichen Fähigkeiten betrifft. Nur an wenigen Stellen bedient er sich des Klischees des unbesiegbaren Helden, dafür ist Bourne an anderen Stellen nur durch äußerst viel Glück und Geschick schlimmeren Gefahren entkommen. Seine Handlungen sind klar nachvollziehbar und somit in sich schlüssig für den Leser, der dadurch das Gefühl vermittelt bekommt, mitten im Geschehen sein zu können.

Vor allem die Bilder Paris’ werden ihm durch die anderen beiden Verfilmungen schon bekannt vorkommen. Diese Stadt hat es Ludlum regelrecht angetan, denn auch viele seiner anderen Bücher spielen in der französischen Hauptstadt.

Der anderen Hauptcharakter, Carlos, ist ein exzentrischer und arroganter Mensch, der alles versucht, um an Jason Bourne heranzukommen. Mitleid und Gnade sind bei ihm nicht zu finden, lediglich sein zielstrebiges Suchen nach Bourne und seine kalte Art, Befehle zu erteilen ohne sich vorher Überlegungen über etwaige Konsequenzen zu machen, zeichnen ihn aus.

 

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass das Buch zum Film ein Muss für jeden Thriller-, Bourne- und vor allem Ludlumfreund ist. Den dieser packt in seine Romane mehr Spannung rein, als viele Schriftsteller zusammengenommen und genau deswegen sind seine Bücher wahre Highlights. Er hat wieder alles in seinem Roman eingebaut, was seine Leser von ihm erwarten.

Großes Lob, Robert Ludlum.

 

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Das Bourne Ultimatum

Autor: Robert Ludlum

Broschiert: 813 Seiten

Verlag: Heyne TB (September 2007)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3453503155

ISBN-13: 978-3453503151

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 04.10.2007, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 16:18