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Das Dokument des Herrn G.

Autor: Michael Schmitt

 

Etwas Merkwürdiges ist doch die Wahrnehmung.

Je mehr mein Erinnerungsvermögen sich darum bemüht, den exakten Zeitpunkt des Wandels, welcher sich krankheitsbedingt an mir vollzogen hat, zu bestimmen, desto weniger an wirklich Erinnertem und umso mehr Skizzenhaftes tritt zu Tage. Dies scheint selbst bestimmte Ereignisse zu betreffen, die meinem festen Empfinden nach, weit vor der eigentlichen Erkrankung lagen.

Wichtig ist mir vor allem, dass Sie verstehen, dass ich dieses verdammenswürdige Unglück nicht etwa leichtsinnig auf mich gezogen hätte, indem ich etwaige Symptome, die es bereits in einem frühen Entwicklungsstadium hätten andeuten können, gedankenverloren oder gar in vollem Bewusstsein ignorierte. Nein, die Infizierung oder besser, der Befall meines Organismus, ob wahllos zustande gekommen oder nicht, verlief meiner Meinung nach gemäß einem gut ausgearbeiteten Schema oder Plan und manifestierte sich doch in einer Weise, deren Verlauf ich nicht anders als mit dem Wort schleichend zu bezeichnen vermag.

 

Möglicherweise begann alles eines Abends in meinem Bette, als ich mich in einer verträumten und allen weltlichen Dingen entrückten Gemütsverfassung befand und mit voller Konzentration und Hingabebereitschaft einem beachtlichen Stück Prosa folgte, als vom Dachboden her, plötzlich und unerwartet, eine Art Rumpeln zu mir drang.

Es hörte sich an, als wenn einige der alten Stühle oder gar kleineren Kommoden umgefallen wären, welche dort oben en gros vorhanden waren.

Dies versetzte mich nicht wenig in Erstaunen und ich überlegte angestrengt was zu tun sei. Denn obwohl sich jene Dachkammer des Hauses, direkt über den von mir genutzten Wohnräumen verhält, stand dieser Zwischenfall angesichts der vielen Jahre meines nun schon laufenden Mietverhältnisses doch für etwas Einzigartiges.

Ich tat den Vorfall jedoch mit einer von Müdigkeit gezeichneten Gleichgültigkeit ab und widmete mich wieder den Worten auf den sich vor mir befindlichen Seiten, als wenige Minuten später erneut Geräusche zu mir drangen.

Diesmal war es eine Art Schaben.

Von einem nicht näher definierbaren Punkt über meinem Kopfe ausgehend, bewegte sich etwas mit langsamen, peristaltischen Bewegungen quer durch die Kammer.

Ich erwog die Möglichkeit, einer der anderen Mieter könne eventuell keine Ruhe finden und sei zur körperlichen Ertüchtigung, welche ja einem tiefen gesunden Schlafe förderlich sein soll, auf den Boden gegangen, um überflüssige Muskelkräfte an den Möbeln abzulassen.

Diese Art Gedanke erschien mir aber dann doch fragwürdig. Welcher an Schlaflosigkeit Leidende, würde denn des Nachts auf einem dunklen Boden (das einstmals vorhandene Licht war seit langem kaputt), von Staub und Spinnweben bedeckte Intarsien herum rücken?

Obzwar meine Neugierde zu einem nicht unerheblichen Teil geweckt worden war, hielt mich letztlich doch etwas davon ab, hinaufzusteigen und der Sache auf den Grund zu gehen.

Mit verantwortlich machte ich meine Trägheit, welche mir den unbequemen Aufwand meine Kleidung überzuziehen und im unbeheizten Treppenhaus Stufen zu erklimmen, als einen, in unendlicher Langsamkeit ablaufenden Prozess suggerierte.

Kurze Zeit später löschte ich das Licht und muss bei Zeiten eingeschlafen sein. Am Morgen darauf erwachte ich zur üblichen Stunde und ohne störende Nebenwirkungen, das nächtliche Zwischenspiel betreffend.

 

Seit Jahren bereits werden meine Tage von einem genauestens festgelegten zeitlichen Rhythmus bestimmt. Uneingeplante Faktoren, zu denen unvorhersehbare Ereignisse zweifelsfrei gehören, werden auf ein Minimum an zusätzlichem Zeitaufwand reduziert.

Auch an diesem Morgen, kurz vor der Dämmerung, verließ ich das ansonsten schlafende Haus und begab mich auf meinem üblichen Wege zur Arbeit. Die Strecke welche ich dabei in Angriff nehme, bleibt stets dieselbe.

Von der Straße in der ich wohne, führt sie mich, einem weitläufigen Rechtsknick folgend, auf eine breitere Parallelstraße, welche es nach einigen hundert Metern zu überqueren gilt. Am Fuße eines flachen, mit Wiese überzogenen Hügels angekommen, überquere ich diesen auf einem dafür vorgesehenen Rad- und Fußgängerweg, womit ich in unmittelbare Nachbarschaft zur Bahnschranke gelange.

Nun brauche ich nichts weiter zu tun, als ihren Gleisen fünf Minuten im westlichen Straßenverlauf zu folgen.

Am hiesigen Bahnhof angelangt (der in diesem Ort verhältnismäßig klein ausfällt), wende ich mich der Treppe zu, die unterhalb der Schienen durch einen Tunnel auf die andere Seite führt und mich ins örtliche Industriegebiet entlässt. Das große Eingangstor der Glasfabrik, welche meinen Arbeitgeber stellt, ist jetzt nicht mehr fern und schon von weitem deutlich sichtbar.

Niemals zuvor, in all den Jahren, bin ich unpünktlich erschienen. An jenem Morgen jedoch, verlief ich mich zum ersten Mal.

 

Ob dies mit den urplötzlich aufkommenden Nebelschwaden zusammenhing, die in wallenden Bewegungen über dem Boden schwebten, oder aber einer leichten Migräne zuzuschreiben war, welche mich nun doch aus heiterem Himmel überkommen hatte, vermochte ich im Nachhinein nicht näher zu bestimmen.

Das Gässchen, in welches ich nach wenigen Metern auf der Parallelstraße eintrat, war bereits zu seinem Eingang hin, in dichtesten, beinahe unnatürlich robusten Nebel gehüllt. Und trotzdem, so unglaublich es auch erscheinen muss; ich bemerkte meinen Fehltritt erst geraume Zeit später, nachdem ich mich bereits in dieser separaten Ortschaft innerhalb meines Ortes gänzlich verirrt hatte.

Inzwischen waren die Gässchen nämlich kontinuierlich schmäler und kürzer geworden, wobei sie noch zusätzlich kreuz und quer verliefen, so als hätte eine riesenhafte Hand sie, gigantischen Mikadostäbchen gleich, fallen gelassen.

Die zunehmend feuchte Luft, durch welche ich schritt, bekam mit jedem Meter den ich zurücklegte, mehr und mehr die Eigenschaft eines diffizilen, schwach ertastbaren Gewebes oder Vorhanges.

Mehr spürend, als dies visuell wahrnehmend, überkam mich die untrügliche Gewissheit, dass jene Risse, welche ich aufgrund meiner bloßen Existenz an jenem Morgen in dieses Gewebe pflügte, sich auf für sie vollkommen natürliche Weise, hinter meinem Rücken augenblicklich wieder schlossen und versiegelten.

Beidseitig des schmalen Kiesweges, auf dem ich schritt, zeichneten sich dunkle Schemen und Umrisse ab. Graue Mauern, feucht vom Nebel und nicht richtig verputzt; daher rau und uneben, leisteten mir Beihilfe beim Vorankommen.

Seltsame und ungewöhnliche Gedanken bemächtigten sich meiner an diesem fremden Ort.

Die Dächer der Häuser im ansonsten monotonen Weiß, wirkten wie riesenhafte Pilzköpfe, die sich über die nebelhafte Welt zu ihren Füßen erhoben hatten. Undeutlich erkennbare Fenster hoch oben, dunkel und allesamt verlassen, starrten wie leblose Augen in eine trübe Unendlichkeit.

Mit jedem weiteren Meter nahm meine Verwunderung ob des Umstandes zu, keinem einzigen lebendigen Menschen zu begegnen. Gewiss musste es doch hier von ihnen wimmeln; dicht aneinander gepfercht, wie die Häuser nun einmal standen.

So intensiv war ich mit meiner Suche zugange, einen Pfad oder Weg aus diesem verschachtelten Labyrinth zu finden, dass ich den kleinen unförmigen Gegenstand, der plötzlich vor mir aufgetaucht war, beinahe überlaufen hätte.

Die Katze war alt und unter ihrem braunen, mit Filzklumpen behafteten Fell, kaum als solche zu erkennen.

Sie strich mir unablässig um die Hosenbeine und stieß dabei ein zutiefst befriedigtes Brummen hervor.

Als ich mich aber in der Absicht sie zu streicheln hinunterbeugte, lief sie davon.

Von der vagen Hoffnung angetrieben, sie möge vielleicht einen Weg heraus aus diesem Irrgarten kennen, folgte ich ihr. Während ich lief, fiel mir auf, dass eine ihrer Hinterpfoten mit einem Makel behaftet sein musste; wann immer ich aber bis auf wenige Zentimeter an sie heran gekommen war, entwischte sie durch eine geschickte Bewegung meinem Zugriff.

Ich weiß nicht wie lange ich ihr nachlief; doch endeten all meine Bestrebungen abrupt in einer Sackgasse.

Eine einen Meter sechzig hohe Backsteinmauer, überzogen mit reichlich Efeu und flechtenartigen grünen Gewächsen, verhinderte das Vorwärtskommen. Die Katze sprang geschwind hinauf, wobei sie eine schwarze Mülltonne als eine zu Hilfe nehmende Absprungplattform missbrauchte. Vom oberen Mauerrand schaute sie mich herausfordernd an und ließ ein schrilles Miauen folgen, bevor sie auf der anderen Seite meiner Sicht entschwand.

Immerhin war der Nebel nicht mehr ganz so dicht. So stellte ich mich erschöpft an jene Mauer und schaute in dem Versuch hinüber, meine Lage dadurch womöglich besser bestimmen zu können.

Vor mir befand sich ein annähernd quadratischer und recht geräumiger Innenhof, dessen einziges herausstechendes Merkmal seine vollkommene Farblosigkeit darstellte. Einzig die Masse an unterschiedlich großen Rissen, die den Boden und die Betonmauern ringsum durchzogen, vermittelten einem so etwas wie eine zeitliche Vergänglichkeit des Ortes. Die Katze erspähte ich in einer der hinteren Ecken, gleich neben einem grauen geräumigen Holzschuppen, wo sie sich das Fell leckte und Dinge tat, die Katzen immer tun.

Urplötzlich durchbrach ein markerschütternder Schrei die Stille. Das kleine Tier hob ruckartig den Kopf und fixierte mit seinen seltsamen Augen die Tür jenes Schuppens, welche Sekunden darauf in weitem Bogen aufflog.

Die riesige Sau musste blind sein, angesichts der Menge von Blut in ihren Augen. Orientierungslos blieb sie in der Mitte des Hofes stehen und wendete sich verstört mehrere Male um die eigene Achse, während immerfort ein schrilles Quieken ihrem Maule entfuhr.

Im nächsten Augenblick erschien auch schon der Schlächter und trieb mit einer gezielten und wuchtigen Bewegung, sein langes Messer in ihren schutzlosen Nacken.

Meine Eingeweide zogen sich unangenehm zusammen, als ich Zeuge wurde wie die Sau zu Boden sackte und ihre Viere hilflos zur Seite fielen. Ohne auf die spastischen Bewegungen des Tieres zu achten, griff der örtliche Metzger nach seinem Messer und durchschnitt der Sau die Halsschlagader.

Die Blutmenge, die aus der Wunde schoss, schloss sich auf dem Boden schnell zu einer dunkelroten Lache zusammen, welche sich langsam und träge, zur abschüssigen Seite des Geländes bewegte.

Die Rufe des Tieres verkamen zu einem schwächlichen Röcheln, gefolgt von einem Zucken, welches den massigen Körper beutelte.

Der Metzger schien von meiner Anwesenheit keinerlei Notiz zu nehmen, während ich mit einer Art fremdem Unbehagen kämpfte, dass mich in den letzten Minuten deutlich in Beschlag genommen hatte.

Ein Unbehagen, welches sich noch erheblich vervielfältigte, als ich jenes armen Wesens gewahr wurde, welches ich in diesem Moment durch die offen gelassene Stalltür zu erblicken gezwungen wurde.

Bis ins Innerste aufgewühlt, taumelte ich davon.

 

Irgendwie fand ich meinen Weg hinaus aus diesem, wie ich nun zu erkennen begann, zutiefst verkommenem Komplex. Ich beschleunigte meinen gewohnheitsmäßig zügigen Schritt und geriet zu meiner größten Herablassung ins Schwitzen. Dennoch erreichte ich die Fabrik beinahe noch zur rechten Zeit.

Keiner der Anderen schien mein zu Spätkommen zu bemerken.

Während der gesamten Arbeitszeit dachte ich an nichts mehr.

 

Am selben Abend waren sowohl mein Geist als auch meine Glieder von einer starken natürlichen Müdigkeit befallen, darob ich mich etwas früher als gewöhnlich zu Bett begab.

Kaum lag ich auf der Matratze, spürte ich auch schon wie die Ereignisse des Tages sich zunehmend weiter von mir entfernten und ich in einen wohlverdienten Schlummer glitt. Das letzte was ich sah, war der Mond, voll und leuchtend jenseits des Fensters, dessen Licht schwach das untere Ende meines Bettes erhellte.

Mitten in der Nacht fuhr ich mit einem furchtbaren Schrei auf den Lippen auf und blickte um mich in die Dunkelheit. Schweiß drang aus sämtlichen Poren. Beide Hände waren von einem nervösen Zittern befallen. Augenblicklich wurde mir klar, warum.

Ich hatte von dem Schwein geträumt.

Sicher hinter der Mauer verborgen, hatte ich erneut dabei zugesehen, wie der grobschlächtige Metzgermeister die Sau zu kleinen Stücken zerlegte. Dabei klangen ihre Schreie und ihr Gegrunze diesmal nicht wie die eines wehrlosen Tieres, sondern hatten eine beunruhigende Ähnlichkeit mit denen eines Menschen. Anstelle der Katze lief jetzt ein riesiger Tiger in immer enger werdenden Kreisen um die beiden mittleren Gestalten herum. Ein unbarmherziges, schrilles Fauchen durchdrang die schwüle Luft.

Als ihm der Metzger die erste Ladung dampfenden Fleisches vor die Krallen warf, konnte ich nichts anderes mehr tun, als aufzuwachen.

Mit von Schweiß durchtränkter Unterwäsche stand ich auf und ging ins Badezimmer, um Gesicht und Hände zu benetzen. Während ich meine volle Blase auf der Toilette entleerte, setzten wenige Zentimeter über mir, erneut Klopfgeräusche an.

Ihrer Lautstärke und Eindringlichkeit nach zu urteilen, war es dem Verursacher ziemlich gleichgültig, ob man etwas von seiner Präsenz erfuhr oder nicht.

Oder konnte er etwa ernsthaft darauf hoffen, unerkannt zu bleiben?

Da ich mich schwach und wackelig fühlte, beschloss ich wieder zurück ins Bett zu gehen. Die Ohren verstopfte ich mir mit Fetzen eines auf dem Nachttisch liegenden Papiertaschentuches, welches ich zerrupfte und zu kleinen Kügelchen zusammen rollte, da das Hämmern nun unerträglich wurde.

 

Am nächsten Morgen und in ausgezeichneter Verfassung, öffnete ich schließlich die Tür zur Dachkammer. Noch während ich die Stufen hinauf stieg, waren mir alle möglichen Bilder und Situationen im Kopf herum gegangen, über dass, was ich dort oben wohl finden mochte. Doch als die zerschlissene Tür dann wahrhaftig vor mir aufschwang, war ich beinahe enttäuscht.

Alles hier, war wie immer.

Selbstverständlich fand ich mehrere Schleifspuren auf den Bodenbrettern und auch einige der Möbel schienen nun an anderen Plätzen zu stehen, doch vermochte ich nicht mit Gewissheit zu bestimmen, wie alt die Spuren denn tatsächlich waren und ob die Stühle und Schränke nicht schon seit geraumer Zeit, an ihren neuen Standorten verweilten.

Verwirrt und etwas unsicher, ging ich wieder nach unten, um das Haus zu verlassen. Dabei traf ich auf eine der Mieterinnen, welche das Stockwerk direkt unter dem meinen bewohnt.

Als ich die Rede auf die Geräusche auf dem Boden lenkte, versicherte sie mir, sie könne dank ihrer Medikamente schlafen wie ein Stein.

Möglicherweise handle es sich ja um Nagetiere, fügte sie hinzu. Mit denen hätte so manches alte Haus in diesem Ort zu kämpfen.

Ich antwortete ihr, dass mir der Gedanke, kleine Nagetiere könnten für diesen Lärm verantwortlich sein, absurd erscheine. Außerdem müssten dann doch auch gewisse Hinweise, wie tierische Haare oder Exkremente vorhanden sein, von denen ich aber keinerlei Spuren entdecken konnte.

Daraufhin schien sie beleidigt und zuckte kurzerhand mit ihren leicht deformierten Schultern, bevor sie sich kommentarlos in ihre vier Wände zurückzog.

 

Trotz dieses Rätsels, war es ein herrlicher Frühlingstag und meine Stimmung beschwingt und ausgelassen. Wie an einem Samstagmorgen üblich, befand ich mich wenig später auf einem örtlichen Dammabschnitt, und spazierte in Richtung Schleusenanlage am Fluss entlang.

Die Sonne schien warm und kräftig von einem nahezu wolkenlosen, hellblauen Himmel. Wo immer man sich auch aufhielt, war der Geruch frischen, aufblühenden Lebens wahrzunehmen.

In den Schrebergärten, welche sich zwischen dem eingepferchten Fluss und dem begrünten Damm befanden, bereiteten sich die ersten Familien mit sichtlichem Vergnügen auf die bevorstehende Grillsaison vor. Ihre Söhne und Töchter saßen in einem lauen Wind auf Schaukeln und beobachteten Vögel, die die Luft und den Himmel bevölkerten. Mütter hielten leichten Schwatz mit den Nachbarsfrauen und warfen hin und wieder verstohlene Blicke über deren Schultern, auf fremde Beete und hübsch angelegte Gartenteiche.

Menschen jeden Alters überquerten die schmale Brücke, in unmittelbarer Nähe zur Schleuse, welche sie über den Fluss hinfort, auf weite Wiesen- und Auenlandschaften geleitete, und weiter noch, zu dem dahinter befindlichen Reiterhof.

Als ich an der Schleusenanlage anlangte, hatte sich gerade das obere Schleusentor hinter einem einfahrenden Kohlefrachter geschlossen. Das Wasservolumen in der Kammer wurde durch Öffnungen im vorderen Tor soweit reduziert, dass der Frachter auf die gleiche Wasserhöhe mit dem fortlaufenden Fluss gelangte.

Eine ganze Schar Menschen lehnte mit ihren Köpfen auf dem schmalen Geländer und verfolgte den Vorgang, mit so etwas wie Faszination im Blick.

 

Auf der anderen Seite, hinter üppig mit Brombeersträuchern und Weiden bestandenen Wiesen und flachen Hügeln, erhob sich ebenfalls ein kleiner Damm, dessen Rücken eine lange Reihe mächtiger Pappeln krönte.

Ein beträchtlicher Anteil von ihnen wurde von mehreren Dutzend pechschwarzer Vögel in Beschlag genommen, welche jedoch im Gegensatz zu den Möwen direkt über der Schleuse, nicht die geringsten Lautäußerungen von sich gaben. Still hockten sie auf den Ästen und schaukelten im Wind.

In meiner momentanen Unbekümmertheit hielt ich sie zuerst für Kormorane, war mir dann aber überhaupt nicht mehr sicher.

 

Mit dem Rücken gegen das grün metallene Schutzgitter gelehnt, beobachtete ich einige der Frachter, die das zweite Schleusentor bereits passiert hatten. An Deck gingen die Menschen ihren Beschäftigungen nach und schienen kaum Notiz von der sie umgebenden Landschaft zu nehmen, welche sie durchfuhren.

Die langen, tief im Wasser liegenden Frachtschiffe, fungierten wie eine eigene, von uns abgeschottete Welt. Eine Welt mit anderen Zeiten und Bestimmungen; fremden Aufgaben und Ritualen.

Unwillkürlich fragte ich mich, aus welchen Heimathäfen sie wohl kamen und wie lange sie schon unterwegs sein mochten.

Ohne Zweifel gab es Gegenden und Länder darunter, die ich nicht einmal dem Namen nach kannte, geschweige denn auszusprechen, oder auf einer Weltkarte ausfindig zu machen, ich in der Lage gewesen wäre.

Bei diesem Gedanken verdüsterte sich meine heitere Stimmung schlagartig. Es war, als wenn eine dunkle Gewitterwolke über mir aufgezogen wäre. In der Folge konnte ich einfach nicht mehr anders, als mich selbst mit der Frage zu beunruhigen, welcher Art die Ladung eigentlich war, die hier so selbstverständlich an uns vorüber geführt wurde.

Von außen, durch die kompakte Schiffswand vor unseren Blicken geschützt, blieb sie ahnungslosen Spaziergängern doch stets verborgen.

Gab es überhaupt jene Einfuhrkontrollen, wie es die verantwortlichen Instanzen es uns immer wieder versicherten?

Und wenn ja, wer überprüfte eigentlich diese Kontrolleure?

Warum sollte man an einem so friedvollen Tag wie heute, nicht trotzdem zum Opfer werden?

War es denn so ganz und gar unmöglich, dass diese nach außen hin harmlos erscheinenden Frachter, in ihrem geräumigen Bäuchen Substanzen und Waren transportierten, die einem ausschließlich verderbten Charakter angehörten?

Dass die unbeschwerten und mit freiem Oberkörper agierenden Deckarbeiter, uns, angesichts ihres schrecklichen Wissens um jene Geheimnisse, nur mit Mühe und unter größter Anstrengung eine solche Gelassenheit vorgaukelten?

Ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass so mancher der Frachter, aus den entferntesten Winkeln der Welt kommend, freiwillig oder nicht, etwas an Bord genommen haben könnte, dass sich gerade in diesem Augenblick dazu entschließen mochte, seine Fähre zu verlassen und ein neues, für sich wundervoll erscheinendes Land in Besitz zu nehmen?

Ein Wesen mit einem uns ausschließlich ablehnenden Charakter!

Trotz des warmen Tages fröstelte es mich jetzt, was angesichts meiner vorherigen Gemütsverfassung nur umso niederschmetternder war. Nichts vermochte mehr mich aufzuheitern. Selbst die türkisfarbene Wasseroberfläche, auf der sich beruhigend und für jedermann sichtbar die Sonnenstrahlen brachen, erschien mir nun wie ein geschickt getrickstes Schauspiel, eine gönnerhafte Illusion, mit der Absicht etwas viel Abgründigeres und Verkommeneres zu kaschieren.

 

Etwa um diese Zeit herum, muss es wohl gewesen sein, dass mir andere Menschen ihre Befürchtungen mitteilten, ich könne an einem recht schwerwiegenden Leiden erkrankt sein. Einem jener Leiden nämlich, für die es keinen allgemeinen Namen gibt, wie sie meinten, aber doch zumindest gewisse Anzeichen.

Diese scheinbar ehrenhaft besorgte Anteilnahme ging einher, mit einer zuerst geringfügigen, dann aber rasch zunehmenden Ablehnung gegenüber meiner Erscheinung. Ob es an meinem grundlegenden Wesen lag, welches sie nun abzustoßen vermochte, oder aber allein jenen Teil von mir betraf, welcher ihrer Meinung nach befallen worden war, konnte ich sehr schnell nicht mehr mit klarem Gewissen beurteilen.

Es geschah auf äußerst subtile Weise, dass sie mir mitteilten, sie mögen meiner (ohnehin spärlichen) Gesellschaft, nicht länger zuträglich sein. Ich verspürte die anwachsende Distanz zuerst zwischen den Zeilen; bei flüchtigen Begegnungen auf der Straße und später dann, als auch diese geendet hatten, in jenen vorwurfsvollen und ablehnenden Blicken, die man gerne Leuten zuwirft, welche man gedanklich am liebsten wie ein lästiges Insekt zu beseitigen wünscht.

Ich zweifelte, wenn überhaupt, nur kurz an den Aussagen der Leute, da gewisse Veränderungen ja für mich selbst ebenso spürbar waren. Vielleicht lag mein größter Fehler darin, zu diesem Zeitpunkt keinen Arzt aufgesucht zu haben. Womöglich hätte durchaus noch Hoffnung auf Heilung bestanden.

Rückblickend betrachtet, bin ich mir in dieser Beziehung alles andere als treu geblieben, denn ich unterließ es erstmals mir professionelle Hilfe zu suchen.

Um die Mitmenschen nicht mit meinen möglicherweise ansteckenden Krankheitserregern in Kontakt zu bringen, mied ich sie fortan auf die gleiche Weise, in der sie auch mit mir verfuhren.

 

Nachts schlief ich nun kaum noch, da die seltsamen Geräusche in der Dachkammer zunehmend abstraktere Rhythmen angenommen hatten.

Schließlich begann auch die Arbeit unter meinem dauerhaften Schlafmangel ebenso zu leiden, wie meine Gefühlswelt. Immer häufiger zerbrach ich jetzt verschiedenste Gefäße und gläserne Objekte, von denen einige einen nicht zu unterschätzenden Wert darstellten.

Des Öfteren schnitt ich mich an sichtbar gewordenen Splittern und hervorgetretenen Kanten, weshalb Finger und Hände von nun an, von einem konstanten Wunden- und Narbengewebe bedeckt waren.

Das hinterlistige Getuschel der Arbeitskollegen und die Ermahnungen von Seiten des Vorarbeiters drangen dabei immer seltener bis zu meinem Innersten vor.

 

An jenem Morgen, an dem sie betriebsintern meine Entlassung bekannt gaben, war ich nicht einmal mehr anwesend. In einem gewaltigen Kraftakt hatte ich all meine positiven Energien mobilisiert und war zu der Auffassung gelangt, ein früh morgendlicher Spaziergang könne mir, trotz der Gefahren, die ich auch für andere darstellte, nicht verwehrt werden. Still und heimlich, schlich ich mich dann auch von dannen und erreichte nach etwa einer halbe Stunde den Nachbarort.

Dem Erscheinungsbild nach, gab es zwischen den beiden Ortschaften kaum einen Unterschied. Auch hier standen traditionsreiche Bäckereien und modernste Friseursalons Haus an Haus; gemütliche Bankfilialen warben um Kundschaft und Apotheken stellten kleine Dankgeschenke beim Kauf einer Arznei in Aussicht.

Einzig die alten, teilweise vom vergangenen Krieg herrührenden Schäden an Häusern und Parkmauern, gestanden dem Ort so etwas wie eine eigene, unverwechselbare Note zu. Eine verrostete Sonnenuhr an einer einstmals von hellblauer Farbe bedeckten Häuserwand; ein alter Brunnen, in einer schattigen Ecke eines öffentlich zu durchquerenden laubenartigen Hinterhofes. Der sich im Wind drehende Hahn auf dem Dach des leer stehenden Küsterhauses gleich neben der Kirche; all dies waren subtile Anzeichen dafür, dass die Zeit nicht spurlos an dieser Ortschaft vorüber gegangen war.

Nachdem ich eine Weile ziellos herumwanderte, und auch in den Gesichtern und Gesten jener Menschen Anzeichen von Besorgnis festgestellt hatte, kam ich zu der befreienden Überzeugung, mich dem Wasser zu zuwenden.

Der Fluss wand sich glitzernd unter der Sonne, wie eine große Schlange aus Juwelen. Träge und zuweilen golden, schwappten die Wellen ans Ufer. Beförderten kleine, unkenntliche Gegenstände, die immer mal wieder auftauchten, nur um dann erneut unter der Oberfläche zu verschwinden.

An einer schon lange außer Betrieb genommenen Bootsanlegestelle machte ich eine Rast.

Ein Schwarm unterschiedlichster Wasservögel, hatte sich um eine junge Mutter mit ihren beiden Töchtern versammelt, welche die Tiere mit vertrockneten Brotkrumen und Haferflocken anfütterten. Wildes Geschnatter und aufgeregte Rufe durchzogen die Luft.

Am Rande des Geschehens flatterten einige Tauben auf und ließen sich sturzflugähnlich inmitten des Pulks der Wasservögel nieder; versuchten in dem dichten Gedränge einige der kleineren Brotstücke zu ergattern. Die Schwäne behaupteten ihre Vormachtstellung aber schon anhand von Anzahl und Größe. Wann immer eine Taube oder Ente in die Nähe eines Stückes Brot gelangte, stießen sie ein giftiges Fauchen aus, worauf dem anderen Tier allein der Rückzug blieb. Bestenfalls geschickten Dieben und wagemutigeren Einzelgängern gelang hier das ein oder andere Schnäppchen.

In der Mitte des Gedränges fiel mir auch ein Jungschwan ins Auge. Er hatte noch nicht dieses strahlende, unschuldige Federkleid seiner erwachsenen Artgenossen, sondern war ganz in ein ihn zeichnendes Grau gehüllt.

Nachdem ich ihn einige Minuten beobachtet hatte, lief ich schnellen Schrittes davon.

 

Die Kastanienbäume, die der Alle ihren Namen geben, standen bereits vor meiner Geburt. Wann immer mir eines der Gesichter aus der Rinde heraus zulächelte, verlangsamte ich meinen Schritt und begann eine muntere Konversation. Heute schienen mich die Bäume besonders zu schätzen; sie plauderten wie aus dem Nähkästchen. Vieles von dem was sie mir anvertrauten, stimmte mich nachdenklich, aber auch den ein oder anderen Witz wussten sie mit großem Tamtam zu zelebrieren.

Ich genoss die ungetrübte Unterhaltung und lachte das ein oder andere Mal beherzt auf, bis immer häufiger Frauen und Männer an mir vorbei gerannt kamen, und mich mit ihrer Gehetztheit aus der Fassung brachten.

Eigentlich war es vielmehr der Teufel, oder trefflicher formuliert, seine unsichtbaren Dienstgeister in ihrer Begleitung, die mich der letzten schönen Gedanken beraubten.

Die Biester piesackten die Läufer unablässig; zogen sie an den Haaren oder bissen in ihre Waden und Fersen. Ja, bemerkten diese Getriezten sie denn gar nicht?

Oder war es wieder einmal meine Krankheit, die mich mit derartigen Illusionen zum Wahnsinn zu treiben suchte?

War es nicht meine Mutter gewesen, die mir immer wieder eingeschärft hatte, es sei der größte Trick des Teufels, die Menschen glauben zu machen, es gäbe ihn gar nicht?

 

Der Ort in dem ich aufgewachsen bin, befindet sich geographisch betrachtet, am äußersten Punkt eines spitz zulaufenden Dreiecks, wobei die sich miteinander verbindenden Geraden, in meinem Fall durch zwei unterschiedlich starke Flüsse zu ersetzen sind.

Von bezeichneter Spitze aus und vorausgesetzt es herrscht klares sonniges Wetter, bietet sich dem interessierten Spaziergänger die Möglichkeit, seinen Blick auf eine weithin bekannte Großstadt zu richten, welche am jenseitigen Ufer des größeren der beiden Ströme existiert.

Für einige wenige Tage im Jahr verwandeln ihre Einwohner die Straßen und Plätze in ein Mosaik exotischer Klänge und schriller Farbspielereien. Aus weit entfernten Teilen des Landes, strömen die Menschen zu Scharen herbei, um in der selbst erklärten Hochburg der Narren, jedweder noch so ausgefallenen Extravaganz zu frönen und ihren Tribut zu zollen. Dabei braucht sicher nicht erwähnt zu werden, dass die Dinge im Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, die gewagter und weiter außerhalb der gültigen Norm anzusiedeln sind, als die weit harmloseren Vergehen der breiten Allgemeinheit.

Paradoxerweise ist jenes Schauspiel, welches man gemeinhin auch unter der Bezeichnung Festival der Masken kennt, in meinen Augen vielmehr eine Art der Demaskierung, als der Verkleidung.

Nicht Unschuld und Reinheit wünschen junge Damen durch das Tragen adretter weißer Engelsflügel zu symbolisieren; keinen Exorzismus gegen böse Geister erflehen die Träger dieser schrecklich anzusehenden fratzenhaften Masken.

Es sind jene kaum zur Kenntnis genommenen Randerscheinungen eines solchen Ereignisses, die jetzt meine Aufmerksamkeit erregen.

Oder ist es einem krankheitsbedingten Befall meiner Augen zuzuschreiben, dass ich einfach nicht mehr im Stande bin, einfache Freuden und Späße Anderer zu akzeptieren?

Überall, wohin ich mich auch wende, erwartet mich das spöttische Grinsen der Dämonen.

 

Ich gebe gerne zu, dass ich so etwas wie Angst verspüre. Wer sind diese fremden Mächte, die mich zu ihrem Spielball gemacht haben und die auf so sorglose Art und Weise mit mir Umgang treiben?

Und warum kann ich nicht einfach zurückkehren, zu all den Anderen?

Während ich mit meinen Händen in den Hosentaschen über die ausgedehnten Wiesen schlendere und eine Gruppe junger Kaninchen vor ihrem Brombeergebüsch beobachte, bemerke ich kaum den Schatten, welchen das über mir befindliche Flugzeug hervorruft.

Beklommen schaue ich ihm nach, als es in südwestlicher Richtung zu einem immer kleiner werdenden Punkt mutiert. Nur wenige Sekunden darauf, verblasst bereits der nächste.

Sollte auch nur eine dieser Maschinen hier herunter stürzen, rede ich mir ein, würde dies zweifelsohne ausreichen, diesen Flecken Erde vollständig von der Landkarte verschwinden zu lassen.

Ich vermeide es gewissenhaft daran zu denken, wie viele von ihnen des Nachts, während ich schlafe, über mein Haus fliegen und mich in meiner Hilflosigkeit verhöhnen.

Bis jetzt drohen sie mir aber nur.

 

Überall um mich herum erblicke ich nun diese Spiralen und abstrakten Muster, die mir vorher niemals aufgefallen sind. Geometrische Formen, die sich ständig enger zusammenziehen und zunehmend darum bemüht sind, mich außerhalb zu halten.

Verwirrende Geisteszustände gehen körperlichen Schmerzen voraus.

Ich werde Zeuge wie die Menschen, die ich einst kannte und gern hatte, den Dämonenwesen zum Opfer fallen. Die teuflischen Heerscharen, wenn auch nur meiner Einbildung entspringend, scheinen äußerst real und grimmig dazu entschlossen, ihrem Herrn mit glühendem Eifer und listiger Tücke zum Sieg zu verhelfen.

Hilflos erlebe ich mit, wie der Wahn meinen letzten vernunftbegabten Gedanken schluckt. Auch der entlegenste Winkel meines Selbst scheint nun vergiftet.

Welche Möglichkeiten bleiben mir noch?

Vielleicht die Hoffnung, dass derjenige, welcher einst meine Aufzeichnungen finden mag, einen wirksameren Plan parat hat, wenn die ersten Anzeichen der Erkrankung beginnen sollten, auch an seinen Wurzeln zu nagen.

Wenn es mich erwischt hat, warum sollte es nicht auch Anderen passieren? Letztendlich kann sich niemand völlig sicher fühlen, soviel steht fest.

 

Die Gleise des örtlichen Bahnhofs kommen in Sicht. Es wird nicht lange dauern, schätze ich, bis auch an dieser Stelle ein Zug vorbei fahren wird. Ob Kurz- oder Langstrecke ist nicht weiter von Bedeutung.

Hinter diesem Gebüsch dort, werde ich mich nieder setzen und warten. Von hier aus ist es nur ein kleiner Schritt.

Der Himmel ist beinahe ohne Wolken und von einem herrlichen Blau.

Ich glaube fast, ich kann ihn gehen.

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Erstellt: 16.08.2010, zuletzt aktualisiert: 08.03.2018 19:26