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Das Gold von Sparta von Clive Cussler und Grant Blackwood

Reihe: Fargo 1

 

Rezension von Chris Schlicht

 

Rezension:

Das Schatzjäger-Ehepaar Sam und Remi Fargo ist in Delaware auf den Spuren einer berüchtigten Sklavenhändlerin, als sie am Ufer des Pocomoke auf etwas stoßen, mit dem sie in dieser Gegend am allerwenigsten gerechnet hätten: Versteckt im Bewuchs finden sie ein deutsches Mini-U-Boot, einen sogenannten „Molch“, aus dem zweiten Weltkrieg. Mehr noch als das Boot selbst weckt ein Fund aus seinem Inneren ihre Jagdinstinkte – eine geheimnisvolle alte Flasche Wein mit einem seltsamen Siegel auf dem Flaschenboden.

Ein solcher Flaschenboden hat nach seiner Internetveröffentlichung aber bereits Schatzjäger ganz anderer Art auf den Plan gerufen. Als die Fargos wegen dieses Flaschenbodens einen alten Bekannten, der diese Scherbe in Besitz hat, aufsuchen wollen, können sie diesen gerade noch vor der Ermordung durch einen unheimlichen Mann bewahren. Da sie nachvollziehbare Spuren hinterlassen haben, ist ihnen der Killer schnell auf der Spur, aber sie können ihm mit ihrer Beute entkommen.

Ihre Recherchen führen sie auf die Spur des „verschollenen Dutzend“, einem Gros Wein von Napoleons eigenem Weingarten, das auf dunklen Wegen das Exil des Herrschers auf Sant Helena verließ und spurlos verschwand. Diese Flaschen weisen den Weg zu einem unglaublichen Schatz, den Napoleon einst bei seinem Weg durch die Alpen fand.

Dem Schatz des Xerxes, den goldenen Karyatiden von Delphi, die von Spartanern gerettet und versteckt wurden. Für diesen Schatz interessiert sich der Turkmene Bondaruk, der seinen Stammbaum bis auf König Xerxes glaubt zurückverfolgen zu können. Er will diesen Schatz und dazu ist ihm jedes Mittel recht....

 

Wieviel Clive Cussler mag wirklich in diesem Buch sein? Sein Name steht groß über dem Namen Grant Blackwood, aber ist das nicht vielleicht auch ein Verkaufsargument?

Wie dem auch sei, die Story ist recht typisch für Cussler: Unerschrockene Abenteurer gegen einen abgrundtief verdorbenen Bösewicht. Das hat was von James Bond, ist dieses Mal aber durch ein Ehepaar mal von der Seite der »Guten« erfrischend anders abgedeckt. Die Sticheleien der Beiden jedenfalls sind köstlich, was das Buch durchaus auflockert. Dann ist da noch dieses U-Boot, das an einer Stelle liegt, wo man es am allerwenigsten erwartet. Auch das ist ein typischer Punkt (gab es so was nicht schon bei Sahara?), ist aber nachvollziehbar aufgelöst.

Die Handlung ist spannend und liest sich flott, man liest sich schnell fest und bleibt dabei. Es gibt viel Action und keine Langeweile, selbst wenn es wegen der nötigen Recherchen kleine historische Exkurse gibt.

Die Geschichte krankt allerdings ein wenig an den nun irgendwie nicht sonderlich eingängigen Charakteren. Ihnen fehlt genauso viel Tiefe wie dem U-Boot im Fluss. Da ist ein Bösewicht, dem man nicht die geringste Sympathie entgegen bringen kann, der irgendwie nichts Menschliches an sich hat und dessen Motivation zwar eindeutig, aber eben nicht nachvollziehbar ist. Ihn begleiten ebenso finstere Zeitgenossen, die wie ihr Chef keinerlei Schwächen haben, als hätte man ihnen den Emotionsteil des Gehirns weg geschossen. Ihnen stehen die strahlenden Helden Sam und Remi gegenüber – Schwarzweißmalerei erster Güte.

 

Fazit:

Ein bisschen mehr Graustufen schaden auch einem Abenteuerroman oder Thriller nicht. Dann würde man ihn vielleicht nicht so schnell vergessen, weil man sich besser mit den Personen identifizieren kann. So ist auch Das Gold von Sparta gute Unterhaltung. Nicht mehr, nicht weniger. Aber nichts, was lange nachwirkt.

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Buch:

Das Gold von Sparta

Reihe: Fargo 1

Original: Spartan Gold (Fargo 1)

Autoren: Clive Cussler und Grant Blackwood

Übersetzer: Michael Kubiak

Taschenbuch, 512 Seiten

Blanvalet, 16. Mai 2011

 

ISBN-10: 3442376831

ISBN-13: 978-3442376834

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 31.07.2011, zuletzt aktualisiert: 31.05.2019 18:27