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Das Lied des Feuervogels von Melissa Grey

Reihe: Midnight Girl Band 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Rezension:

Melissa Grey schreibt schon seit ihrer Jugend. Nach ihrem Universitätsabschluss gönnte sie sich eine Weltreise und arbeitet heute als freie Journalistin in New York.

Das Lied des Feuervogels, der erste Band der Midnight-Girl-Reihe, ist ihr Debüt im Jugendbuchbereich.

 

Vor gut zehn Jahren ist Echo von zu Hause ausgerissen und hat sich in der National Library versteckt. Normalerweise hätte man sie dort über kurz oder lang entdeckt und wieder zu ihren Eltern zurück geschickt, statt dessen geriet sie dort an das Volk der Avicen, magischen Wesen, die viel Vogelhaftes an sich haben.

Seither lebt sie mit diesen unter den Straßen von New York, wenngleich sie auch der einzige Mensch geblieben ist, der dort lebt. Inzwischen hat die Siebzehnjährige viel von deren Magie und Wissen verinnerlicht – geht nur noch an die Oberfläche, um das ein oder andere zu stehlen oder sich mittels magischer Portale in anderen Ländern oder auf anderen Erdteilen umzusehen.

Doch dann wird das friedliche Leben, das sie bei ihren Freunden führt, bedroht, denn deren Todfeinde haben Witterung aufgenommen.

Die Drakhari, Abkömmlinge der Drachen, wollen die Avicen endlich von der Erde tilgen und damit zugleich ihren Machtbereich erweiter. Nur der Feuervogel, ein mythisches Wesen kann das verhindern und die beiden Gruppen zum Frieden bewegen

Aber er ist seit langem verschollen. Die Hinweise verdichten sich, dass allein Echo in der Lage ist, ihn aufzuspüren, nicht ahnend, dass der geheimnisvolle Caius, der sich ihr und ihren Freunden anschließt.

 

Eigentlich hat man eine solche Geschichte schon oft genug gelesen, aber sie funktioniert im Grunde immer wieder. Zwei Völker stehen im Widerstreit zueinander, wobei die eine Seite natürlich um einiges schwächer ist als die anderen. Und letztendlich wird ein einfaches Menschenkind zum Spielball zwischen den Mächten.

Echo mag zwar kecker und erfahrener als andere Heldinnen wirken, weil sie bereits ziemlich abenteuerfahren ist und sich durch die magische Welt bewegt, als sei sie dort geboren, aber auch sie fällt am ende auf das herein, was wohl einfach nicht weggelassen werden kann, um die Erwartungen der Leser zu befriedigen.

Die romantischen Momente bringen einen geheimnisvollen jungen Mann ins Spiel, der – wie könnte es anders sein, natürlich der „bösen“ Seite angehört, ja sogar eine wichtige Rolle spielt, damit das Drama auch besonders intensiv werden darf.

Letztendlich spielt die Autorin trotz vieler eigener kleiner Idee doch eine eher vorhersehbare Handlung ab, bei der erfahrene Leser schon früh wissen, was Caius alles durchmachen muss, um mit zur Heldenriege gehören zu dürfen.

Immerhin gelingt es ihr die Figuren lebendig zu gestalten und mit kleinen aber feinen Details ihrer magischen Welt nicht zu geizen, so dass die Geschichte doch noch recht unterhaltsam ist. Allerdings sollte man darüber hinaus nicht viele Überraschungen erwarten, der Roman lebt mehr oder weniger nur durch die sympathischen Charaktere.

 

Fazit:

»Das Lied des Feuervogels« ist der solide Auftakt der »Midnight Girl«-Reihe, in der wieder einmal Urban Fantasy und Romantik eine Symbiose miteinander eingehen, die vor allem junge Leserinnen im Teenageralter ansprechen wird, weniger eingefleischte Genre-Fans, auch wenn die magische Welt durchaus interessante Aspekte vorweist.

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Eure Meinung:

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Buch:

Das Lied des Feuervogels

Reihe: Midnight Girl Band 1

Original: Girl at midnight, 2015

Autorin: Melissa Grey

Taschenbuch, 414 Seiten

cbj, November 2015

Übersetzung: Eva Hierteis

 

ISBN-10: 3570170721

ISBN-13: 978-3570170724

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00XRBIEYI

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 21.03.2018, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53