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Das wilde Leben der Jessie Jefferson von Paige Toon

Rezension von Christel Scheja

 

Paige Toon hört nicht einfach an dem Punkt auf, an dem ihre Titelheldin erfährt, dass sie die uneheliche Tochter eines berühmten Stars ist, sondern macht gleich damit weiter. „Das wilde Leben der Jessie Jefferson“ schließt nämlich gleich an den Auftaktband an.

 

Jessie hat herausgefunden wer ihr Vater ist, aber das hat ihr nur Ärger gebracht, wie sie feststellen muss. Nicht nur, dass sie nun auch die Klatschpresse am Hals hat, nein, nun wenden sich auch noch ihre Freunde von ihr ab. Und das wird ganz offensichtlich auch nicht besser, nachdem sie eine Zeit bei der Familie ihres Vaters verbracht hat. Denn sie merkt schon, dass sie sich ein wenig von ihrem Stiefvater entfremdet hat. Und das sie nicht mehr wirklich weiß, wohin sie eigentlich gehört, da sie auch in Amerika Blut geleckt und Freunde gefunden hat.

Zurück in London versucht sie ihr altes Leben aufzunehmen, aber es ist nichts mehr so wie zuvor, denn sie muss sich nun ganz darauf verlassen, dass ein Bodyguard auf sie aufpasst und verhindert, dass man sie entführt und zugleich damit leben, dass sie so gut wie keine Freunde mehr hat. Aber wenigstens ist der Neue in der Jahrgangsstufe, Tom, jemand, der ihr hilft und sie unterstütze. Beide kommen sich näher … doch ein weiterer Besuch in Amerika in den Sommerferien scheint ihr Leben nochmals auf den Kopf zu stellen, denn sie sieht Jack wieder, den heißen Gitarristen, in den sie sich bereit vor einiger Zeit verliebt hat.

 

Paige Toon nimmt sich schon die Zeit, das ganze nicht nur auf die Liebesgeschichte zu reduzieren, sondern achtet auch auf das Drumherum. Ihre Heldin steht sehr deutlich zwischen den Stühlen und weiß nicht mehr wirklich, wohin sie eigentlich gehört.

Einerseits möchte sie nicht mit einem Mal ihr altes Leben und die Menschen, die ihr etwas bedeuteten, einfach hinter sich lassen, auf der anderen Seite spürt sie aber auch, dass die Welt, die ihr ihr leiblicher Vater bietet, nicht nur seine Schattenseiten hat, sondern auch verlockende Möglichkeiten bietet.

Sie zahlt den Preis für Popularität, warum also nichts daraus machen – und so kann sie sich auch wieder dem annähern, der diese neue Welt für sie verkörpert und zu dem sie sich hingezogen fühlt. Auf der anderen Seite ist da Tom, der Verlässliche und Treue, das Sinnbild ihres früheren Lebens als ganz normales Mädchen.

Einfühlsam und durchaus lebendig nimmt die Geschichte so ihren Lauf, ist flüssig geschrieben und macht aus alltäglichen Momenten etwas Besonderes, geht auch diesmal weiter auf die Fragen ein, die sich bei den Lesern auftun dürften.

Das macht den Roman vor allem für junge Leserinnen interessant, die von einem ähnlichen Schicksal träumen und gerne mitfiebern – gerade weil die Handlung möglichst nahe an der Realität bleibt.

 

„Das wilde Leben der Jessie Jefferson“ führt die Geschichte um einen Traum fort, der für die Titelheldin wahr geworden ist, und neben vielen Schwierigkeiten und Problemen auch interessante neuen Möglichkeiten natürlich auch spannende romantische Verstrickungen mit sich bringt.

 

Eure Meinung:

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Buch:

Das wilde Leben der Jessie Jefferson

Autorin: Paige Toon

Harper Collins Ya!, Dezember 2016

Übersetzerin: Gisela Schmitt

Taschenbuch, 304 Seiten

 

ISBN-10: 3959670680

ISBN-13: 978-3959670685

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-Asin: B01F58QTS8

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.03.2017, zuletzt aktualisiert: 15.10.2019 19:03