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Das wilde Pack von Andre Marx und Boris Pfeiffer

Rezension von Christine Schlicht

 

Wolf Hamlet, der im Zoo geboren wurde und nichts anderes kennt als sein Gehege, steht Schlimmes bevor. Zoodirektor Müller nimmt es mit dem Artenschutz nichts so genau und hat seinen beiden älteren Töchtern bereits aus den Beständen des Zoos einen Tigerpelz und ein Eisbärfell zum 16. Geburtstag geschenkt. Jetzt hat die jüngste Tochter Geburtstag und sie hat sich Hamlets Fell ausgesucht.

 

Als Müller kommt, um Hamlet zu holen, verhilft ihm sein Freund, der Gorilla Barnabas, zur Flucht. Er soll sich dem Wilden Pack anschließen, das angeblich im Paradies lebt. Doch erst einmal muss sich Hamlet durch die Stadt schlagen, was ihm überhaupt nicht gefällt. Auf einem Schrottplatz kommt er zur Ruhe, doch er hat Hunger. Ihm begegnet Spy, ein Kolibri, der ihn zum Wilden Pack bringt, das in einer verlassenen U-Bahn-Station namens Paradiesplatz lebt. Doch von einem Paradies ist dort wenig zu sehen. Die Tiere die dort leben sind ein ängstlicher und verwahrloster Haufen. Doch erst einmal bleibt Hamlet bei ihnen. Bei Shiva der Pantherdame, dem Chamäleon namens Ampel und dem seltsamen Mischwesen mit Schnabel, Flossen, Biberschwanz und Fell, das sich Oskar nennt und nicht weiß, was er ist, weil er als Ei bei den Menschen gelandet war.

 

Als Spy in den Zoo fliegt, um Barnabas zu sagen, dass Hamlet in Sicherheit ist, erfährt er, dass statt Hamlet nun Barnabas sein Fell lassen soll. Hamlet will seinen Freund retten, doch niemand will ihm helfen. Bei seinem Alleingang läuft er aber Müller über den Weg. Der verfolgt ihn gnadenlos und folgt ihm zum Versteck. Doch Rafina, eine alte Anakonda fängt ihn ein. Sie hält ihn fest und gibt Hamlet die Möglichkeit einen weiteren Befreiungsversuch zu starten.

 

Dieses Mal ist er nicht allein. Beeindruckt von seinem Mut, den Freund unter allen Umständen zu retten, folgen ihm einige der Tiere aus dem wilden Pack und helfen ihm. Gemeinsam gelingt ihnen die Befreiungsaktion und Müller wird von Rafina hypnotisiert, damit er sie nicht verraten kann, wenn er sich plötzlich in seinem Auto wiederfindet...

 

 

 

Und die Moral von der Geschicht’ .....

 

Na klar, auch dieses Buch hat eine eben solche, sie lautet: Gemeinsam sind wir stark! Stimmt ja auch und das ist eine gute Moral, der man gern folgen darf. Diese Moral ist in eine spannende, lustige und mitreißende Handlung eingeflochten, die auch einige lehrreiche Aspekte zu den mitspielenden Tieren vermittelt. Die Charaktere sind sehr liebevoll und eindeutig beschrieben, ihre Motivationen eindeutig, sowohl bei den menschlichen, als auch bei die tierischen Charaktere. Man kann es gut in einem Rutsch durchlesen, es ist durchgehend spannend und so kann man es nur schwer beiseite legen.

 

Die Vorstellung der Charaktere wird durch wunderbare Zeichnungen von Sebastian Meyer noch unterstützt. Die Bilder brauchen sich vor keinem Vergleich fürchten, die Mimik von Tieren und Menschen ist wundervoll, Disney lässt grüßen. Auch die Hintergründe sind sehr detailverliebt gestaltet.

 

Überhaupt hat das Buch eine ansprechende Aufmachung. Ein stabiler Hardcovereinband mit einem schönen Farbbild von der Flucht der Freunde auf die Dächer der Stadt und sauberer Druck auf gutem Papier. Und das für einen humanen Preis. 8 Jahre ist eine gut gewählte Altersgrenze. Sobald Kinder flüssig lesen können, werden sie an dieser Geschichte ihren Spaß haben. Für Erstleser ist die Schrift zu klein gewählt.

 

Diese Serie könnte ein Knüller zu werden, absolut empfehlenswert. Mal sehen, was die nächsten Teile bringen.

 

Eure Meinung:


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Buch:

Das wilde Pack

von Andre Marx und Boris Pfeiffer

Illustrationen von Sebastian Meyer

Gebundene Ausgabe

Verlag: Kosmos (Franckh-Kosmos); Auflage: 1 (August 2007)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3440110370

ISBN-13: 978-3440110379

ab 8 Jahre

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 26.08.2007, zuletzt aktualisiert: 22.12.2017 11:10