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Das wilde Pack in der Falle von Andre Marx u. Boris Pfeiffer

Rezension von Christine Schlicht

 

Das Wilde Pack hat ein bisschen zu sehr über die Stränge geschlagen und die Menschen in der Stadt machen sich Sorgen, wo sie wohl als nächstes zuschlagen werden. Und dieser Aufruhr ruft Tierfänger auf den Plan. Schnabeltier Oskar macht als Erster Bekanntschaft mit den Polizisten und ihren Spürhunden, als er sich einen aktuelle Zeitung beschafft. Da er Lesen gelernt hat, kann er auch die neuste Meldung entziffern, dass den Untrieben des Packs jetzt wohl bald ein Ende gesetzt werden würde.

 

Die Tiere beschließen, vorsichtiger zu sein, aber sie brauchen immer noch Nahrung und vor allem Bauholz für ihr Freiheitsschiff. Doch die Bedrohung in der Stadt ist nicht kleiner geworden, im Gegenteil. Doch ihr größter Feind, Zoodirektor Müller hat ganz andere Sorgen: Er hat Angst, dass man erfährt, woher denn nun der Gorilla und der Wolf stammen, die für das Chaos mitverantwortlich sind. Und die Tierfänger sind ihm erst recht ein Dorn im Auge, schließlich sind es SEINE Tiere und die will er wieder haben.

 

Das wilde Pack beschließt, die Tierfänger vom Paradies wegzulocken und erkunden, ob es noch einen anderen Zugang zur Kristallhöhle gibt. Tatsächlich finden sie einen Ausgang zu einem Industriegebiet an einem Wald, in dem auch ein großes Sägewerk ist. Der Fluss, der auch durch die Kristallhöhle fließt, wird zum flößen von Holzstämmen verwendet.

 

Sie richten in einer Fabrik großes Chaos an und tatsächlich kommen die Tierfänger. Doch die kommen mit Netzen und mit einem Mal sehen sich die Tiere ernsthaft bedroht. Doch da tritt Müller auf den Plan und betäubt die Polizisten, um seine Tiere für sich zu bekommen. Aber er will sie nicht wieder in den Zoo bringen, er will ihr Fell....

 

 

Der Spaß hat ein Ende, die Tiere müssen begreifen, dass sie sich im Verborgenen bewegen müssen, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen, dass sowohl ihr Unterschlupf entdeckt, als auch ihr Traum von der Freiheit mit dem selbst gebauten Schiff zerstört wird. Auch müssen sie lernen, Bedenkenträgern mal ein bisschen besser zuzuhören, selbst wenn das die absolute Spaßbremse für sie bedeutet.

 

Der Spaß hat ein Ende, es wird ernst und so müssen sie sich erneut zusammenraufen, um eine unmittelbare Gefahr zu beseitigen, bevor sie sich wieder an die Verwirklichung ihres Traumes machen können. Die besonderen Fähigkeiten jedes Einzelnen werden gefordert bei der abenteuerlichen Hetzjagd der Polizei auf das Wilde Pack.

 

Neue Charaktere kommen dazu, menschlicher Art und die Tiere müssen erkennen, dass nicht alle Vierbeiner noch so denken wie es ein Tier eigentlich tun sollte. Wolf und Hund sind doch schon bisschen zu weit auseinander, als dass sie noch Freunde werden können.

 

Die Illustrationen von Sebastian Meyer geben den neuen Jägern viele interessante und abwechslungsreiche Gesichter. Die Perspektiven der Hintergründe werden gewagter und interessanter, die Zeichnungen aber insgesamt irgendwie auch immer sauberer. Die Lebendigkeit, die den Figuren durch ihrer überspitzte Darstellung bekommen, verlieren sie dadurch zum Teil wieder.

 

Ein neues aberwitziges Abenteuer des Wilden Packs zum Durchlesen ohne Absetzen.

 

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Das wilde Pack in der Falle

Autor: Andre Marx u. Boris Pfeiffer

Gebundene Ausgabe: 127 Seiten

Verlag: Kosmos (Franckh-Kosmos); Auflage: 1 (August 2008)

Sprache: Deutsch

Illustrationen von Sebastian Meyer, Wiesbaden

ISBN-10: 3440115305

ISBN-13: 978-3440115305

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 07.01.2009, zuletzt aktualisiert: 13.08.2019 20:21