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Depth Hunter - Der Speerfischen-Simulator

Rezension von Cronn

 

Majestätisch schwebe ich über dem alten Wrack. Es handelt sich um die Überreste eines Fischkutters, wie ich unschwer an den Umrissen und dem einzig vorhandenen Mast feststellen kann. Das einzige Geräusch, das Rauschen des von mir aufgewühlten Wassers, ist verstummt. Ich genieße den Anblick.

Vor mir erhebt sich ein gewaltiges Riff. Unzählige Korallen haben es als ihre Wohnstätte erkoren. Dazwischen funkeln bunte Fische wie Edelsteine, angestrahlt von der Sonne, die hier unten – wenige Meter unter der Wasseroberfläche – noch genügend Kraft hat, um die Schuppen erstrahlen zu lassen.

Ich bin auf der Suche nach einem Barrakuda. Diese Fische gelten als recht aggressiv, doch ich weiß von meinen früheren Tauchgängen, dass sie vor allem eines sind – recht scheu. Lange muss ich nicht warten, denn etwas weiter hinten jenseits des Wracks sehe ich die markanten Umrisse eines Barrakudas.

Vorsichtig schwimme ich näher, versuche weniger als zehn Meter an den Fisch heranzukommen. Denn auf diese Weise habe ich eine perfekte Schussdistanz für meine Speerpistole.

Der Fisch wird unruhig, daher verlangsame ich meine Bewegungen. Dann steht er für einen Moment still. Ich ziele und drücke ab. Der Speer flitzt los und durchbohrt den Barrakuda. Sofort windet er sich, versucht sich loszureißen. Ich muss darauf achten, dass die Spannung der Schnur nicht zu stark wird. Meter für Meter ziehe ich ihn heran, wenn er sich nicht wehrt. Dann endlich packe ich ihn.

Geschafft!

Doch noch viele andere Fische stehen noch auf meiner Liste, die ich hier auf den Bahamas fangen will.

 

Rezension:

Depth Hunter - Der Speerfischen-Simulator ist eine etwas andere Simulation, wie man schon an dieser knappen Einführung sieht. Verantwortlich zeichnet sich das Biart Studio, welches schon mit Diver: Deep Water Adventures oder zuletzt mit Deep Black in dem Genre der Unterwasser-Games sich einen Namen gemacht hat.

Nun steht mit »Depth Hunter - Der Speerfischen-Simulator« ein anderes Spiel am Start, welches von Lace Mamba und Koch Media hierzulande veröffentlicht wird.

 

Hintergrund:

Es gibt keine Background-Story in »Depth Hunter - Der Speerfischen-Simulator«. Das Gameplay selbst ist die Motivation für den Spieler.

 

Gameplay:

Bei »Depth Hunter - Der Speerfischen-Simulator« handelt es sich um einen Tauch-Simulator, der sich auf das Wesentliche beschränkt. Es dreht sich alles um das Eintauchen in die Unterwasserwelt, ohne Atemgerät. Diese Art des Tauchens hat allerdings den Nachteil, dass man schneller auftauchen muss, um Luft zu holen. Im Spiel wird dies auch durch einen absinkenden Balken als Symbol dargestellt.

Daneben hat man eine Speerpistole dabei, um Fische zu fangen, sowie eine Kamera, um Fotos zu schießen.

Die Fische zu fangen erweist sich als gar nicht so einfach, wie zunächst angenommen. Den Entwicklern ist eine erstaunlich gute Simulation des Fischverhaltens gelungen, so dass man taktisch an den Fisch sich heranarbeiten muss, um zu verhindern, dass er flüchtet.

Neben den Missionen, in denen man Fische fangen muss, existieren noch die Aufträge zum Foto-Shooting. Hierbei soll der Spieler besonders gelungene Aufnahmen vom Riff machen, oder von Haien oder dergleichen. Eine Anzeige hierbei zeigt, ob man 100 Prozent erreicht und somit eine besonders eindrucksvolle Aufnahme schießen wird. Nur dann sollte man den Auslöser drücken.

Neben diesen Missionstypen existiert noch die Schatzsuche. Dabei muss der Spieler bestimmte Schätze auf dem Meeresgrund entdecken. Das können antike Statuen, Kisten, Schwerter oder anderes mehr sein.

Es macht großen Spaß die Missionen zu absolvieren, vor allem die Schatzsuche kann dabei motivieren. Allerdings sollte man frustresistent sein, da einige Fisch-Fang-Aufträge schwer zu meistern sind.

 

Grafik und Sound:

Im Grafikbereich hat Entwickler Biart seine Engine kräftig aufgebohrt. Das Auge erfreut sich an wunderbar detaillierten Fischmodellen, hochauflösend texturierten Riffen und gelungenen Lichteffekten, die Wasserschatten über den Meeresboden wabern lassen.

Die Farbabsenkung im Meer wurde sehr gut realisiert. Je weiter entfernt ein Objekt im Wasser ist, desto einfarbiger wirkt es. Dadurch erscheint »Depth Hunter - Der Speerfischen-Simulator« hinsichtlich der Grafik als recht realitätsnah.

Im Soundbereich ist selbstredend wenig zu tun. Ein wenig Rauschen des Wassers, Blubbern von Blasen und dergleichen. Die Musik ist dazu geeignet, die meditative Wirkung von »Depth Hunter - Der Speerfischen-Simulator« zu unterstreichen, wird aber schnell nervig. Gottlob kann man sie leise stellen oder gar ausschalten.

 

Fazit:

»Depth Hunter - Der Speerfischen-Simulator« ist ein gelungenes Game, das mit seinem Gameplay überzeugen kann. Nach drei Tauchorten ist allerdings Schluss, was sehr schade ist. Zudem gibt es keinen Multiplayermodus, da könnte Biart noch nachbessern.

Das Spiel überzeugt aber durch seine Atmosphäre. Es ist gleichzeitig anregend und beruhigend virtuell durch das Meer zu schwimmen und Fische zu beobachten, Schätze zu suchen und den Kontakt zu Haien zu vermeiden.

Gerne mehr davon!

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Eure Meinung:

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Spiel:

Depth Hunter - Der Speerfischen-Simulator

Koch Media/Lace Mamba/Biart Studios, 18. Mai 2012

Plattform: Windows 7 / Vista / XP

USK: 6

 

ASIN: B007Q9VQ3S

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 19.06.2012, zuletzt aktualisiert: 16.08.2019 14:42