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Der Atlantis Code von Justin Richards

Rezension von Valentino Dunkenberger

 

Der englische Autor Justin Richards hat in seiner Heimat schon zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, doch erst seine jüngste Publikation, „The Chaos Code“, schaffte den Sprung nach Deutschland, wo sie der Loewe Verlag im September 2007 unter dem Titel „Der Atlantis Code“ auf den Markt bringt.

 

Der fünfzehnjährige Matt freut sich darauf, die Internatsferien bei seiner Mutter in London verbringen zu können. Es überrascht ihn jedoch nicht sonderlich, als diese ihm bei seiner Ankunft verkündet, dass sie geschäftlich zu tun habe und Matt deshalb zu seinem Vater gehen müsse. Nicht, dass Matt seinen Vater nicht gemocht hätte – dieser ist nur so chaotisch, vergesslich, unordentlich und von seiner Arbeit als Historiker und Archäologe besessen, dass er alles andere um sich herum gerne mal vergisst. Inklusive seinen Sohn. So scheint es auch dieses Mal zu sein, denn als Matt am Haus seines Vaters ankommt, findet er dieses im üblichen chaotischen Zustand vor. Schriftstücke, Gestein- und Eisproben, alte Artefakte und etliche Kunstgegenstände sind in allen Zimmern über den Fußboden verteilt. Von seinem Vater keine Spur.

Da findet Matt plötzlich eine verschlüsselte Botschaft – und die sorgt dafür, dass Matt in das größte Abenteuer seines Lebens gerät, das ihn bis tief hinein in den Dschungel zu uralten Tempeln führt. Denn allem Anschein nach ist Matts Vater entführt worden! Gemeinsam mit seiner Tante, dem Multimilliardär Atticus Harper – Freund und letzter Auftraggeber seines Vaters – sowie dessen Tochter Robin kommt Matt langsam einer erschreckenden Wahrheit auf die Spur ...

 

„Der Atlantis Code“ ist zweifellos ein spannendes und abwechslungsreiches Jugendbuch, das seine Leser durch zahllose Rätsel, Geheimnisse und Mysterien bei Laune halten kann. Doch dieser Teil des Buches beginnt leider erst ab Seite einhundert, und bis dahin liest sich Justin Richards Buch eher zähflüssig und nur streckenweise aufregend, da außer dem Verschwinden von Matts Vater sowie dessen erster Botschaft nicht sonderlich viel passiert. Stattdessen nutzt der Autor den Anfang des Buches, um dem Leser ein genaues Bild von seinem Protagonisten zu beschreiben, sodass dieser schnell zu einer sehr plastischen Figur wird, während Personen wie Robin oder Atticus Harper zunächst sehr undurchsichtig erscheinen.

Mit einem Umfang von vierhundert Seiten bietet „Der Atlantis Code“ eine langanhaltende Lektüre, deren Aufmachung überzeugen kann. Das Hardcover wird mit Schutzumschlag und Lesebändchen geliefert und ist mit einem für diese Aufmachung sehr fairen Preis von 16,90 Euro ausgezeichnet.

 

Fazit:

Zu Beginn liest sich Justin Richards Jugendbuch „Der Atlantis Code“ noch zäh und langatmig, bevor der Autor dann doch noch Tempo und Spannung aufbauen und den Leser mit einer abenteuerlichen Geschichte fesseln kann. Das vorliegende Buch bietet damit also eine nette Unterhaltung und erweist sich als spannende Abenteuer-Lektüre für jugendliche Leser.

 

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Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 1 von 1.

Jan
Mittwoch, 22. Juli 2009 20:19 Uhr
Ich habe den "Atlantis Code" auch gelesen und bin fasziniert, wie weit sich die Fantasie eines Menschen nur bewegen kann.

Das Zusammenspiel von Realität und Fantasie in diesem Buch hat mich die ganzen 400 Seiten gefesselt und nicht eher losgelassen, bis ich es fertig gelesen hatte.

Ich kann dieses Buch von Justin Richards nur jedem weiter empfehlen!

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Der Atlantis Code

Autor: Justin Richards

Loewe Verlag, September 2007

Hardcover, 400 Seiten

ISBN-10: 378556029X

ISBN-13: 9783785560297

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 28.08.2007, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53