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Der blutende Kelch von Ben Counter

Reihe: Warhammer 40 000

Rezension von Thomas Götz

 

Inhalt

Etliche Jahre sind vergangen, seit die Space Marines vom Orden der Seelentrinker von der Inquisition zu Verrätern erklärt wurden. In all der Zeit haben viele Agenten des Imperiums erfolglos versucht, sie aufzuspüren und zu vernichten. Während er ihren Verfolgern immer einen Schritt voraus sein musste, hat Sarpedon, der Kommandant des Ordens, versucht, ein Mittel gegen die Mutation unter den Seelentrinkern zu finden. Bisher waren all seine Bemühungen vergebens – doch nun scheint er der Lösung auf der Spur zu sein. Werden er und seine treuen Ordensbrüder es mit der Inquisition im Nacken schaffen, ihrem Fluch zu trotzen?

 

Kritik

Der vorliegende Roman ist die Fortsetzung zu "Seelentrinker", einem Buch, welches nicht unbedingt aus den W40K-Büchern herausragte.

 

Im zweiten Band wird vieles besser gemacht und der Roman ist auch schöner zu lesen. Dies liegt vor allem daran, das sich das Hauptaugenmerk nicht so sehr auf die Seelentrinker konzentriert, sondern eher auf die Inqisition und deren Jagd nach ihnen (auf den letzten beiden Buchseiten kann man deutlich sehen, was passiert wäre, hätte man den ganzen Roman auf den Seelentrinkern und ihrem Irrglauben aufgebaut: ein Desaster).

Zwar wechselt sich diese mit Szenen der Seelentrinker ab, aber beide Handlungen greifen gut und flott ineinander und laufen auch mit gutem Tempo voran.

 

Zwischendurch gibt es immer mal wieder Kampfszenen, die im gewohnt blutigen Stil gehalten sind. Man muss aber zugute halten, das vor allem die "Nicht-Massengefechtskampfszenen" durchaus stimmig in Szene gesetzt sind und auch spannend zu lesen sind. Da entschädigt es schonmal dafür, das es in diesem Buch nahezu keine Charakterentwicklungen gibt, irgendwie macht es doch auch Spaß, der kleinen "Hatz" zu folgen.

 

Natürlich gibt es auch im vorliegenden Band einige Ungereimtheiten, die aber zum Glück minimal sind. Zum einen wäre dies der böse Gegenspieler, der ganze Welten in Untotenarmeen verwandeln kann, telepathisch sogar Planeten beeinflussen kann (!) und den das Imperium seit Jahren jagt (und natürlich nicht schafft, zur Strecke zu bringen). Es erscheint schon etwas unglaubwürdig, das die Menschen einen derart übermächtigen Gegner 'versehentlich' erschaffen haben sollen. Selbst die Chaosgötter würden vor so einem Wesen erzittern...

Und natürlich ist es klar, das die Seelentrinker diesen Bösewicht mit einem Streich auslöschen, etwas, was ganze Flotten in 10 Jahren nicht geschafft hatten. Nunja.

 

Auch etwas merkwürdig sind die metallenen Alienschiffe (Necrons?) über die man auch nicht viel erfährt. Wie bereits im ersten Band hat man bei diesen Szenen noch immer etwas den Eindruck, das sich der Autor nicht genug mit dem W40K-Universum beschäftigt hat. Aber wie erwähnt entschädigen dafür viele andere gute Szenen des Bandes.

 

Fazit:

Zwar nicht unbedingt ein großartiger Überflieger aber immerhin im Vergleich zum ersten Band gut zu lesen.

 

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Der blutende Kelch

Reihe: Warhammer 40 000

Autor: Ben Counter

Heyne, 2007 (Original: 2003)

Broschiert, 335 Seiten

ISBN-10: 3453522923

ISBN-13: 978-3453522923

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.07.2007, zuletzt aktualisiert: 16.04.2019 09:45