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Der fiese Fall des Hannibal von Harald Tonollo

Reihe: Die Rottentodds Bd.2

Rezension von Bine Endruteit

 

Polly ist mit ihren Eltern und ihren Brüdern Pampe und Palme nach Ätzdorf gezogen, weil die Familie dort ein riesiges Haus samt Personal und Hund Hannibal geerbt hat. Und obwohl ihre Familie wahrlich seltsam ist, denn die essen Rattenragout, können im Dunkeln sehen und mögen eigentlich alles, was Menschen ekelig finden, hat sich Polly, ein echter Mensch, gut eingelebt. Sie hat in der Klasse ihrer neuen Schule sogar schon einen Freund gefunden: Pit. Und den hat sie nun auch zum Essen zu Besuch, was gar nicht so einfach ist, wie bei anderen Familien, denn sie muss ihm ja erstmal klar machen, in was für einer Familie sie da lebt.

 

Doch nachdem das auf mehr oder weniger unbeholfene Weise geschehen ist, müssen sich Polly, Pit, Palme und Pampe einem wirklich kniffligen Problem widmen. Hannibal, der kleine Yorkshire-Terrier, ist nämlich spurlos verschwunden. Als er auch nach einer groß angelegten Suche immer noch nicht wieder aufgetaucht ist, bringt ein Brief Klarheit: Hannibal ist entführt worden. Im Tausch für den kleinen Hund soll die Familie das Buch „Magia“ hergeben. Das handgeschriebene Werk haben sie im Keller gefunden, es scheint ein Zauberbuch zu sein, doch funktionieren die Sprüche alle nicht. Doch irgendwie scheint das Buch ja doch wertvoll sein, sonst würde nicht jemand zu so drastischen Maßnahmen wie einer Hundes-Entführung greifen, um es zu bekommen. Deswegen hegen die Kinder den Plan, am Schluss beides zu besitzen: Hannibal und das Buch. Die Pläne für ein verwegenes Unterfangen werden geschmiedet...

 

Dies ist bereits der zweite Band von „Die Rottentodds“ von Harald Tonollo. Erzählt wird die Geschichte aus Pollys Sicht, die zwar ein Mitglied der seltsamen Familie, aber als Mensch völlig aus der Art geschlagen ist. Junge Leser werden sich schnell mit ihr identifizieren können, weil sie ihr natürlich am ähnlichsten sind. Der Roman eignet sich nicht nur hervorragend zum ersten Schmökern, sondern auch zum Vorlesen. Er macht auch Erwachsenen Spaß, die sich auf die humorvolle Geschichte mit dem kleinen Gruselfaktor einlassen können. Gelungen sind auch die Illustrationen von Carla Miller. In „Der fiese Fall des Hannibal“ kommen einige interessante Personen dazu, die hier eine mehr oder weniger wichtige Rolle spielen. Außerdem lernt man Pit, Polly menschlichen Freund, besser kennen.

 

Diesmal werden Polly, Pit, Pampe und Palme als kleine Detektive tätig. Sie müssen all ihr Geschick aufwenden, um dem Entführer auf die Schliche zu kommen. Besonders die Szene in der Geisterbahn ist richtig spannend, aber das Ende der ganzen Aktion kommt insgesamt überraschend und ist ausgesprochen gelungen.

 

Jeder Band der „Rottentodds“ erzählt eine eigene Geschichte, ist aber trotzdem Teil eines großen Ganzen. Das Ende dieser Episode ist so geschrieben, dass man schon sehr neugierig ist, wie es wohl weitergehen mag. Originell ist die Idee, mal nicht klar definierte „Monster“ wie Werwölfe, Vampire oder Zombies einzubringen, sondern den Rottentodds einfach allgemein seltsame Fähigkeiten zuzuschreiben. Man weiß noch nicht, was sie genau sind, sondern bekommt einfach eine ganz spezielle Familie geliefert, mit der man eine Menge eigenwillige Sachen erleben kann.

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MEDIUM:

Der fiese Fall des Hannibal

Reihe: Die Rottentodds Bd.2

Autor: Harald Tonollo

Coppenrath Verlag, 15. Juni 2009

Gebundene Ausgabe: 128 Seiten

ISBN-10: 3815798086

ISBN-13: 978-3815798089

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 21.08.2009, zuletzt aktualisiert: 13.08.2019 20:21