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Der geheime Orden von Ian Smith

Rezension von Brom

 

Rezension:

Ein weiteres Buch, das man mehr oder weniger in den Bereich „Ordensbücher“ einkategorisieren kann.

In Ian Smiths zweitem Thriller „Der geheime Orden“ geht es um einen armen Harvardstudenten, der eine Einladung erhält, sich dem geheimnisumwogendsten Club, dem Delphic-Club, in Harvard anzuschließen. Auch in diesem Club gibt es eine geheime Bruderschaft, die ein jahrhundertealtes Geheimnis bewahrt.

 

Spencer Collins, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, bekommt von renommiertesten Club in Harvard überraschend eine Einladung zu einer Cocktailparty. Der Club in Harvard überhaupt, aus dem nicht nur hochrangige Unternehmer hervorgingen, sondern auch Präsidenten.

Doch eine Frage regt Spencer immer wieder zum Nachdenken an. Warum wurde ausgerechnet er, der noch nicht mal viel Geld hatte, in so einen feinen Kreis eingeladen?

Sein bester Freund, Dalton, dessen Onkel ebenfalls ein Mitglied des Delphic-Clubs war, und Spencer selbst stellen Nachforschungen an und entdecken ein dunkles Geheimnis, welches der Club mit sich bringt.

Vor Jahren ist ein Unbefugter ins Anwesen (Haus wäre viel zu untertrieben) eingedrungen und wird seitdem vermisst. Spencer und Dalton finden heraus, wo die Leiche des jungen Studenten liegt und fragen sich, welchem großen Geheimnis er auf der Spur war, für den der Club bereit war, zu töten.

Während sich die beiden an die Recherchen machen, besteht Spencer eine Auswahlprüfung nach der nächsten, bis er lange Zeit nichts mehr vom Delphic-Club hört und er denkt, dass man ihn aus der Auswahl geschmissen hat.

Bei seinen Nachforschungen stößt Spencer immer und immer wieder auf zwei verschwundene Seiten des Christlichen Feldzuges. Während sich die Basketballsaison weiter hinzieht, geraten die beiden emsigen Harvardstudenten an weitere Details, bis am Schluss die große Überraschung eintrifft, mit der keiner von beiden gerechnet hätte, die aber der Schlüssel zur Lösung aller Fragen sein könnte. Doch dazu müssen sie etwas tun, was einem anderen Studenten das Leben gekostet hat.

In den Delphic-Club einbrechen.

 

Ian Smith ist mit diesem Buch ein wahrhafter Thriller gelungen, der es in sich hat. An keiner Stelle wird es langweilig; so unglaublich es auch klingen mag, das Buch zieht einen gleich ab dem zweiten Kapitel in den Bann. Wenn es eine Pause zu geben scheint, schiebt Smith eine weitere spannende Szene ein, die gut als Überleitung zum nächsten Kapitel dient und dem Buch eine klare Handlungslinie gibt. Falls Spencer sich nicht mit seinen Nachforschungen beschäftigt, tut er das, was gewöhnliche Studenten eben machen; ins Training gehen oder sich mit Mädchen bzw. Frauen treffen.

Auch diese beiden anderen Handlungsstränge werden in keinster weise langweilig, sondern tragen zur Spannung des Buches bei, weil man unbedingt wissen will, ob die Meisterschaft gewonnen wird und Spencer das Herz einer Frau erobern kann.

Der Prolog passt meiner Ansicht nach überhaupt nicht zu der Geschichte, da er überhaupt nichts mit der eigentlichen Story zu tun hat. Auch während der Geschichte taucht öfters mal ein „Sie“ auf, was den Leser direkt anspricht, aber nicht unbedingt nötig gewesen wäre.

 

Alles in allem ist das Buch eines der Besten die ich je gelesen habe und kann in punkto Spannung sogar mit seinem großen Bruder „Sakrileg“ mithalten. Zwar fehlt der riesengroße Knall am Ende, trotzdem tut das der Spannung keinen Abbruch. Es ist halt nicht ein Buch, in dem es um das Ende der Welt, oder sonstigen politischen Kram geht, aber es ist auch nicht nur eine gewöhnliche Story. Die Handlung ist fast ständig mit kleinen Höhepunkten bespickt, die das Umblättern geradezu erzwingen.

Unterm Strich 9 ½ von 10 Punkten. Der halbe Punkt geht wegen des Endes ab, welches voraussichtlich nicht jedem Leser gefallen wird.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Der geheime Orden

Autor: Ian Smith

Taschenbuch, 800 Seiten

Lübbe, November 2006

 

ISBN: 3404155882

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 08.12.2006, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 16:18